Wenn man Frauen auf den Platz lässt

Tja, wenn man Frauen auf den Fußballplatz lässt, dann passiert halt sowas:
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In dem Fall handelt es sich um Hertha-Spieler Peter Niemeyer und Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (der „Übergriff“ war übrigens das Highlight dieses schwachen und torlosen Montagsspiels der Hertha gegen Aachen).

Nachtrag: Dass es auch im Frauenfußball heiß hergehen kann, vor allem wenn eine zur anderen „Du fette Sau!“ sagt, das sieht man hier.

Klatsche für den Club und die Experten

Der 6:2-Niederlage gegen Aachen etwas Positives abzugewinnen, ist zwar nicht einfach, aber es geht. Denn eine Klatsche bringt manchmal mehr Erkenntnisse, als eine knappe Niederlage. Zum Beispiel die, dass nicht nur die Spieler und das Umfeld – um die Skifahrersprache zu bemühen – „verwachst“ hatten, und zwar total.

Auch die Expertenmeinungen wurden konterkariert. Unsere Sportjournalistenkollegen sahen den Club fast unisono wieder auf Aufstiegskurs. Auch andere Fachleute meinten, der FCN habe sich nun an die 2.Liga gewöhnt und sei bislang meistens unter Wert geschlagen worden.

An die Stimmung im Aachener Tivoli hatten sich unsere Spieler allerdings ganz offensichtlich noch nicht gewöhnt. Auch an Schneetreiben und schlechtes Wetter. Doch das gehört auch dazu, wenn man aufsteigen und in der 2.Liga oben mitspielen will.

Im Augenblick sieht die Momentaufnahme jedenfalls so aus: Die Fürther packens (endlich, und vielleicht nur aus Daffke), der Club ganz offensichtlich nicht. Insofern ist der Blick auf die Tabelle für den Club-Fan fast noch peinlicher als der Auftritt in Aachen.

Bevor jetzt jedoch Ärger und Frust hochkochen und eventuell vorschnelle Entscheidungen getroffen werden, verweisen wir auf unsere, noch laufende Tiefpunkte-Abstimmung. Ein Blick in die Geschichte relativiert manches doch ein bisschen.