Freibier für die Fanseele

24.05.2015 --- Fussball --- Saison 2014 2015 --- 2. Fussball - Bundesliga --- 34. Spieltag: 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN - VfR Aalen  --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / MiWi ---  FCN Klatschpappen sind auf den Stadionstuehlen ausgelegt

Auf den Stadionstühlen waren Klatschpappen ausgelegt.

Der Spannung auf den anderen Plätzen geschuldet haben wir das Spiel gegen den bereits abgestiegenen VfR Aalen am Sonntag nur in der Zweitliga-Konferenz verfolgt. Es ging ja schließlich um nichts mehr. Das war auch den Kollegen von Sky bewusst, denn mehr als die Tore bekamen die Zuschauer von „diesem ereignisarmen Gekicke“ (Tenor des Kommentators) nicht zu sehen.

Das wichtigste Ereignis spielte sich ohnehin vor der Partie ab, als die Nordkurve Fanliebling Pinola mit einer Wahnsinnschoreographie für zehn Jahre Vereinszugehörigkeit huldigte. Der von Dr. Drees gesperrte Argentinier war zu Tränen gerührt – ein Gänsehautmoment für jeden FCN-Anhänger.

Das gefühlt zweitwichtigste Ereignis fand rund zwei Stunden später statt: Dann nämlich gab es 4500 Liter Freibier für die Fans. Das hatten die sich zuvor, und eigentlich die ganze Saison über, auch redlich verdient, denn erwähnenswerter als das zweitklassige Geschehen auf dem Rasen ist in diesem Zusammenhang der erneut erstklassige Support von den Rängen. Wieder einmal.

Zwischen Choreo und Freibier brachte Bulthuis den Ball nach einer Schöpf-Ecke per Kopf zum 1:0 in den Maschen unter, diesmal zählte der Treffer. Das war in Minute 28. Gjasula glich nach der Halbzeit aus (51.), ehe Burgstaller das Leder nach gekonnter Vorarbeit durch Kerk zum 2:1-Siegtreffer ins Gehäuse bugsierte (87.). Eine Gelb-Rote gab’s noch für Aalens Welzmüller (75.). Ansonsten war es das bereits angeklungene „ereignisarme Gekicke“. Man hatte irgendwie den Eindruck, dass Pinola, die Fans und das Bier gereicht hätten, um von einem gelungenen Nachmittag im Grundig-Stadion zu sprechen.

Am Sonntag verabschiedeten sich schließlich die Spieler in einen vierwöchigen Urlaub. Unterdessen können sich Sportvorstand Martin Bader, der Sportliche Leiter Wolfgang Wolf und Trainer René Weiler schon einmal Gedanken um die Kaderplanung für die kommende Saison machen. Hoffentlich beweisen die Verantwortlichen diesmal ein besseres Händchen als letztes Jahr…

„Ja, es ist kein Geheimnis, dass wir mit Willy Evseev vom VfL Wolfsburg und mit Mike Ott vom TSV 1860 München zwei Spieler geholt haben, die natürlich am Anfang ihrer Karriere sind, aber die natürlich auch unseren Kader von der persönlichen Klasse her bereichern können“Martin Bader im Mai 2014 gegenüber Sky nach dem Abstieg aus der Bundesliga über die Kaderplanung beim 1. FC Nürnberg

Das lassen wir mal so stehen – und brauchen jetzt selbst ein Bier. Prost!

Nichtaufstiegsplatz schön saufen

Eigentlich ist das ein Clubblog, trotzdem müssen wir mal über Fürth reden. Die Kräuterkicker haben heute Oberhausen geschlagen und stehen auf einem Aufstiegsrang. Ochottochott, jammern da die Mitclubfreunde herum. Der worst case droht, die spielen oben und wir unten. Das Jammern könnte am Montagabend noch orkanartig anschwellen. Deswegen wollen wir hier mal deeskalierend einwirken,

Fürth war um diese Zeit schon häufig auf einem Aufstiegsplatz und hat gegen Saisonende jedesmal dem Druck nicht standgehalten (standhalten wollen). Dass das diesmal wieder genauso sein wird, dafür gibt es nun ein untrügliches Anzeichen: Die Greuther füllen ihre Fans ab, denn Alkohol vernebelt die Sinne und lässt auch einen 4.Platz noch gut aussehen. Wie wir darauf kommen?  Schaut euch das an, dann wisst ihrs.