Club kooperiert mit obskurem Tickethändler

Es fällt mir schon schwer, die Bayern zu loben und den Club zu tadeln. In diesem Fall ist es leider angebracht.

Weil es für das Freitagabendspiel gegen Frankfurt im Vorverkauf keine Karten mehr gibt, verweist der Club auf seiner Facebookseite die Fans auf Viagogo. Und zwar mit folgendem Text:

„Ihr möchtet den Club beim Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Frankfurt unterstützen, aber habt keine Karte mehr bekommen? Kein Problem! Auf viagogo.de, der offiziellen Ticketbörse des 1. FC Nürnberg, gibt es noch Karten für die Begegnung. Sichert euch eure Karte und seid am Freitag live dabei.“

Für Leute, die Viagogo kennen, hört sich diese Aufforderung an, als würde der FCN auf den Schwarzmarkt verweisen. Beim Online-Ticket-Händler Viagogo stellt man seine Karte zu einem beliebigen Preis ein. Der Käufer kann sie nehmen oder nicht. Auf jeden Fall kassiert Viagogo, und zwar zehn Prozent vom Verkäufer und 15 Prozent vom Käufer – je mehr verlangt wird, desto mehr verdient Viagogo. Der Online-Händler wehrt sich freilich gegen den Vorwurf, weiter lesen