Belgien meldet sich zurück – dank Timmy Simons

Aus heutiger Sicht wirkt es fast unglaublich: 1980 stand Belgien mal im Finale einer Europameisterschaft, die Roten Teufel verloren damals 1:2 gegen Deutschland. Auch wenn dieser zweite Platz der größte Erfolg der Belgier blieb, so hat sich das Team doch in den 80er und 90er Jahren zumindest für die Weltmeisterschaften sehr regelmäßig qualifiziert.  Damit ist es seit 2002 vorbei – das damalige Achtelfinal-Aus gegen Brasilien bedeutete den vorläufigen Schlusspunkt der Turnierlaufbahn Belgiens, seither haben die Roten Teufel für kein großes Turnier mehr die Eintrittskarte lösen können.

Wenn dies 2012 mal wieder klappen sollte, dann haben sie es auch Club-Routinier Timmy Simons zu verdanken. Der traf gegen Aserbaidschan per Foulelfmeter zum 2:1 und brachte die Belgier gegen den nicht ganz ungefährlichen Außenseiter (der immerhin die Türkei bezwang) auf die Siegesstraße. 4:1 hieß es am Ende. Auf den 34-jährigen Oldie ist eben Verlass.  Und Belgien hat nun sehr gute Chancen, als Gruppenzweiter hinter Deutschland die Play-off-Spiele unm weitere EM-Tickets zu erreichen.

Richtige Club-Antwort

612143_400_0Heimsieg gegen den HSV, 2:0: Das war die richtige Antwort auf die unglückliche Last-Minute-Nierderlage in Gelsenkirchen. Diesmal wurde der Club weder verpfiffen, noch verkommentiert. Diesmal hatte er auch nicht die unselige Favoritenrolle. Insofern passten die äußeren Bedingungen. Prompt klappt es auch. So muss es sein!

In der ersten Halbzeit waren die äußeren Bedingungen, zumindest für die Fans im Stadion, nicht ganz so gut. Saukalt wars und am Spiel konnte man sich auch nicht erwärmen. Aber anders als sonst, ließ sich der HSV einlullen (wobei er natürlich auch selber aktiv mitlullte) und nicht der FCN. Entscheidend wohl, dass Rost gegen Eigler zu spät kam und dass beim Club inzwischen Timmy Simons die Elfer schießt.

Dann sah man, dass auch andere mit Favoritenrollen Probleme haben. Kacar flog vom Platz, aber auch die Stars, zumindest vom Namen nach, die der HSV aufbot, rissen überhaupt nichts. Man muss sich nur mal die Namen vor Augen halten, die da eingewechselt wurden: Petric und Guerrero kamen beim HSV, beim Club kamen Mak und Chandler. Leute also, die nicht nur einem Wolf-Dieter Poschmann kaum etwas sagen.

Hoffnung macht auch, dass der Club den Sieg ohne die – angeblich unverzichtbaren – Mittelfelddirigenten Gündogan und Ekici einfuhr – und das obwohl nach den 120 Minuten Pokalkampf eigentlich auch die Kräfte hätten fehlen können. Dass Andreas Wolf beim nächsten Spiel gegen Leverkusen wegen der 5. gelben Karte nicht dabei sein darf, macht uns jetzt auch nicht allzu große Sorgen. Super Club!