Der Club als Weihnachtsmann

Zur Abwechslung will ich hier einmal Mitgefühl für Sponsoren wecken. Das mag in der Vorweihnachtszeit unüblich sein, da diese ja nicht zu den sozialen Randgruppen gehören und eher zuviel als zuwenig Geldmittel besitzen. Aber das bringt einen dafür in die schöne Situation, einfach so ein bisschen mitzuleiden ohne gleich ans Spenden denken zu müssen.

FCN_WeihnachtskartenNehmen wir mal die Team-Bank. Die steht hinter easyCredit, wonach bekanntlich das Frankenstadion benannt wurde. Das wiederum lässt sich die Team-Bank 1,2 Millionen Euro jährlich kosten. Mit in dem Paket sind auch etliche Werbeaktionen, die auf der FCN-Seite der Team-Bank zu besichtigen sind. Aktuell hat die Bank Weihnachtskarten malen lassen. Immerhin 900 Einsendungen gingen ein. Gewonnen hat die 16-jährige Franzi Kupfer aus Erlangen (Bild: links, daneben Yasmine Putz und Lukas Rehermann, sie kamen auf Platz 3 und 2). Sie hat einen Weihnachtsmann in FCN-Mantel gemalt, der Geschenke ausfährt. Gewinnen können aber auch die Besucher des nächsten Club-Heimspiels am 12. Dezember gegen den HSV. Für 5000 von ihnen gibt es eine bereits frankierte FCN-Weihnachtskarte.

Nun hat dummerweise der Begriff Geschenk was den Club angeht einen eher negativen Touch. Daheim schenkt der FCN – vorzugsweise den Mitkonkurrenten um den Abstieg – gerne mal die drei Punkte. Einen Weihnachtsmann im HSV-Trikot würden die Club-Fans sicher lieber sehen. Insofern verpufft die ganez Werbeaktion dann doch ein bisschen. Wer will schon einen Club-Weihnachtsmann?

Was die HSV-Fans (zumindest einen davon) angeht, müssen wir übrigens unseren höchsten Respekt zollen. In Bremen und noch dazu im Werder-Trikot „Hamburg, meine Perle“ zu singen, das hat was. Bevor der Club Luca Toni kauft, sollte er lieber Nora Tschirner abwerben, weil Mut brauchen unsere Spieler zur Zeit notwendiger als irgendeinen Goalgetter, der vorne eh keine Chancen bekommt.
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