Pelle und Kiyo, das magische Zweieck

Wer solche Spiele gewinnt, der wird Meister. Hat man früher gesagt. Meister sind allerdings schon die Bayern. Aber ein Platz in Europa ist drin. Da will eh keiner hin. Auch die Mainzer ganz offensichtlich nicht. Also könnte ja der Club…

Doch der Reihe nach. Mit Mainz und dem Club trafen im Max-Morlock-Stadion die beiden Unangenehmen aufeinander. Dass das kein schönes Spiel werden würde, war zu erwarten. So kam es dann auch. Kaum ein zuende gebrachter Spielzug, kaum Torszenen, jeden Menge Fehlpässe und Nicklichkeiten. Die erste Halbzeit war eigentlich eine zum Vergessen, wenn da nicht die 27. Minute gewesen wäre. Da hatte Javier Pinola mal wieder einen Aussetzer. Sein Mann tauchte plötzlich mutterseelenallein vor Schäfer auf, wurde aber von dem hinterherlaufenden Pino noch zu Fall gebracht. Über den Elfer brauchte sich niemand zu beschweren. Höchstens über die ausgebliebene gelbe Karte. Doch die Mainzer konnten mit diesem Geschenk nichts anfangen. Szalai verschoss. Wahrscheinlich hatte ihm keiner gesagt, dass Rapha nun nicht gerade der klassische Elfmeterkiller ist. Aber diesmal hätte er ihn vielleicht gehabt. Jedenfalls war er in der richtigen Ecke.

Auch die zweite Halbzeit begann mit gefährlicheren Mainzern und einem Club, der irgendwie schläfrig wirkte. Doch es gibt ja noch die Standards und da hat der Club zwei, die das beherrschen. Das magische Zweieck: Kio und Pelle. Erst besorgte Pelle Nilsson auf Vorlage von Hiroshi Kiyotake das doch reichlich überraschende 1:0. Nach dem ebenso überraschenden Ausgleich, sorgten die beiden dann auch für die erneute Führung. Verteidiger Nilsson ist damit mit fünf Treffern Topscorer beim Club und Kiyo der Topvorlagengeber der gesamten Liga.

Der Club holte also einen Dreier gegen einen Mitkonkurrenten um einen Platz in der Europaleague. Verdient war der Sieg vielleicht nicht. Aber wie gesagt, wer solche Spiele gewinnt… Im übrigen sind wir nach wie vor europaskeptisch.