Kleeblattfans frustriert: Fürther Kärwa fällt aus!

Kleeblattfans sind gerade emotional voll gefordert. Nach dem Lokalderby vor Geisteratmosphäre, das die Spielvereinigung Gott sei Dank mit 1:0 gewonnen hat, einer guten Mannschaftsleistung und einem 0:0-Unentschieden gestern gegen den Tabellenvierten – den FC Heidenheim – kommt heute eine Hiobsbotschaft: Großveranstaltungen sind wegen weiterer Vorsichtsmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie bis Ende Oktober untersagt. Das heißt: Die Fürther Kirchweih wird 2020 nicht stattfinden.

Auf wie viel müssen echte Fürther dann in diesem Jahr verzichten! Riesenrad und Baggers, Chilimandeln und Wollsocken, Federweißer und Heringsbrötchen, den Besuch beim Billigen Jakob und den Erntedankfestzug. Und: Die beliebte Autogrammstunde der Spielvereinigung vor dem Stadttheater (Foto von der Autogrammstunde 2018: Sportfoto Zink). Bisher hatte man ja immer noch gehofft, dass die Königin aller Kirchweihen doch stattfinden kann. Die Aufbauzeit dauert nicht allzu lange, deshalb wollten OB Thomas Jung und alle Verantwortlichen die Entscheidung bis September hinauszögern. Aber Kanzlerin Angela Merkel und die mit anderen Ländern abgestimmte Beschlussvorlage Bayerns für die Ministerpräsidentenkonferenz haben den Fürthern nun einen Strich durch die Rechnung gemacht.

So können wir uns nur noch auf kleine Freuden konzentrieren: Auf die beiden in dieser Saison verbleibenden Zweitligaspiele gegen den VfL Bochum und gegen den Karlsruher SC im Fürther Ronhof. Natürlich auch wieder ohne Zuschauer im Stadion. Darauf, dass das Kleeblatt mit seinem Trainer Stefan Leitl eine vielversprechende Entwicklung gemacht hat. Wir freuen uns darüber, dass es Lockerungen beim Kino-, Theater- und Restaurantbesuch gibt. Dass man wieder ins Fitnessstudio kann (wenn es nicht, wie in meinem Falle, Insolvenz angemeldet hat). Und wir freuen uns auf einen hoffentlich schönen Sommer. Aber dass die Kärwa nicht stattfinden wird? Das müssen wir erst mal verkraften!