Keine Zuschauer beim Spiel gegen das Kleeblatt

Kapitänsfrage entschieden: Warum nicht Sascha Burchert?

Die Spielvereinigung startet in die neue Spielzeit mit einer überraschenden Entscheidung:  Als neuer Kapitän wird Branimir Hrgota das Kleeblatt „anführen“. Fürths Trainer Stefan Leitl hat aus dem siebenköpfigen Mannschaftsrat den neuen Kleeblatt-Kapitän bestimmt. „Wir haben die Eindrücke aus der Vorbereitung wirken lassen und unsere Entscheidung gestern der Mannschaft mitgeteilt: Neuer Kapitän ist Branimir Hrgota, sein Stellvertreter ist Sascha Burchert und dritter Kapitän wird Paul Seguin“, heißt es bei kicker.

Damit hat die SpVgg einen Nachfolger für ihren langjährigen Spielführer Marco Caligiuri gefunden. Nachdem ja in den letzten Spielen Sascha Burchert Interims-Kapitän war, haben viele Kleeblattfans sicher erwartet, dass Burchert diese Funktion auch zukünftig haben wird. Aber es kam anders. Nichts gegen Branimir Hrgota und sein Engagement für das Kleeblatt. Aber Burchert ist immerhin seit vier Jahren im Kader der SpVgg, Hrgota erst ein gutes Jahr (Foto: Sportfoto Zink).
„Die Erfahrung und Qualität von Marco Caliguri werden wir nicht ersetzen können“, so Leitl laut kicker. „Wir wollten einen Spieler haben, der absoluter Leistungsträger und Stammspieler ist. Das ist Branimir. Wir erwarten von ihm, dass er seine Leistung, die er im letzten Jahr gezeigt hat, auch in dieser Saison einbringt. Wir erhoffen uns von ihm, dass er vielleicht eine Extra-Portion Motivation mitnimmt, wenn er die Binde trägt, und die Mannschaft durch seine Leistungen mitreißen kann.“

Kleeblattfans frustriert: Fürther Kärwa fällt aus!

Kleeblattfans sind gerade emotional voll gefordert. Nach dem Lokalderby vor Geisteratmosphäre, das die Spielvereinigung Gott sei Dank mit 1:0 gewonnen hat, einer guten Mannschaftsleistung und einem 0:0-Unentschieden gestern gegen den Tabellenvierten – den FC Heidenheim – kommt heute eine Hiobsbotschaft: Großveranstaltungen sind wegen weiterer Vorsichtsmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie bis Ende Oktober untersagt. Das heißt: Die Fürther Kirchweih wird 2020 nicht stattfinden.

Auf wie viel müssen echte Fürther dann in diesem Jahr verzichten! Riesenrad und Baggers, Chilimandeln und Wollsocken, Federweißer und Heringsbrötchen, den Besuch beim Billigen Jakob und den Erntedankfestzug. Und: Die beliebte Autogrammstunde der Spielvereinigung vor dem Stadttheater (Foto von der Autogrammstunde 2018: Sportfoto Zink). Bisher hatte man ja immer noch gehofft, dass die Königin aller Kirchweihen doch stattfinden kann. Die Aufbauzeit dauert nicht allzu lange, deshalb wollten OB Thomas Jung und alle Verantwortlichen die Entscheidung bis September hinauszögern. Aber Kanzlerin Angela Merkel und die mit anderen Ländern abgestimmte Beschlussvorlage Bayerns für die Ministerpräsidentenkonferenz haben den Fürthern nun einen Strich durch die Rechnung gemacht.

So können wir uns nur noch auf kleine Freuden konzentrieren: Auf die beiden in dieser Saison verbleibenden Zweitligaspiele gegen den VfL Bochum und gegen den Karlsruher SC im Fürther Ronhof. Natürlich auch wieder ohne Zuschauer im Stadion. Darauf, dass das Kleeblatt mit seinem Trainer Stefan Leitl eine vielversprechende Entwicklung gemacht hat. Wir freuen uns darüber, dass es Lockerungen beim Kino-, Theater- und Restaurantbesuch gibt. Dass man wieder ins Fitnessstudio kann (wenn es nicht, wie in meinem Falle, Insolvenz angemeldet hat). Und wir freuen uns auf einen hoffentlich schönen Sommer. Aber dass die Kärwa nicht stattfinden wird? Das müssen wir erst mal verkraften!

Faire Geste vieler Dauerkartenbesitzer

Immer mehr Dauerkartenbesitzer des Fürther Kleeblatts haben sich dazu entschieden, keinen Anspruch auf die Rückerstattung des Geldes zu stellen. Aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen wegen des Coronavirus finden bekanntlich die nächsten Spiele im Ronhof unter Ausschluss der Öffentlichkeit, also ohne Zuschauer, statt. Es sollen möglichst wenige Mitarbeiter im Stadion sein, sogar die Menge der Journalisten wurde eingeschränkt. In diesem Sinne rufen auch Fangruppen auf, keine Ersatzansprüche an die SpVgg zu stellen, sondern in solch außergewöhnlichen Situationen zusammenzustehen! Auf der Website der Spielvereinigung (Screenshot Website) wenden sich die Geschäftsführer Holger Schwiewagner und Rachid Azzouzi an die Fans.

Auch auf Facebook posten Fans, dass sie dem Verein keinen finanziellen Schaden zufügen wollen und auf das Geld verzichten. Kommentare wie Die Situation ist für alle Vereine ziemlich beschissen. Jeder ist auf die Eintrittsgelder angewiesen. Die bleiben nun aus. Und wenn dann noch Rückzahlungsansprüche geltend gemacht werden, wird’s für viele Vereine schon eng. Nicht nur für Fürth“ treffen den Nagel auf den Kopf. Auch in Italien, das ja als Sperrgebiet besonders betroffen ist, haben die Fans von Atalanta Bergamo das zurückerstattete Eintrittsgeld für das Auswärtsspiel in der Champions League beim FC Valencia gesammelt und wollen die dadurch eingenommene Summe an ein Krankenhaus in ihrer Heimatstadt spenden. Eine wirklich noble Geste!

Optimistisch ins neue Jahrzehnt 2020

Vom Jahr 2020 trennen uns nur noch wenige Stunden. Ich hoffe darauf, dass es glücklicher und sorgenfreier, kurzum: besser wird als 2019. Das wünsche ich mir vor allem aus ganz persönlicher Perspektive.

Für die Spielvereinigung Greuther Fürth verlief das letzte Jahr teilweise kurios, aber insgesamt gar nicht schlecht. Die Partie gegen den SV Ingolstadt Ende Januar war von zwei Roten Karten und einem Elfmeter geprägt. Und endete mit einer 0:1-Heimniederlage. Anfang Februar wurde dann Trainer Damir Buric entlassen. Sein Nachfolger heißt Stefan Leitl – und der macht seinen Job richtig gut. Die Zweitligaspiele haben wir Greuther-Weiber im Februar weitgehend im Fernsehen verfolgt – Winterurlaub in der Steiermark heißt eben nicht, dass man sich auch eine Auszeit vom Kleeblatt nimmt. Der März war in unserem Blog vor allem von diesen Themen geprägt: Dem Spiel gegen den Hamburger SV, mit dem die SpVgg immer eine Rechnung offen hat. Ein Beitrag handelte vom Stellenwert des Frauenfußballs im deutschen Sport. Außerdem ging es um das Thema „Videobeweis“, das immer wieder Auslöser für hitzige Emotionen und Diskussionen ist.

Der April 2019 war dann der Monat der Unentschieden und Niederlagen. Weiter abwärts mit der Kleeblattleistung ging es Anfang Mai im Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Die Begegnung – bei toller Stimmung im fast ausverkauften Stadion im Ronhof – endete 0:4. Dadurch qualifizierten sich die Kölner endgültig für den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Versöhnlich endete fürs Kleeblatt am 19. Mai die Spielzeit 2018/19 mit einem 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli und dem 13. Tabellenrang.

Im Juni und Juli fand die Frauen-Fußball-WM in Frankreich statt. Mir gefiel der witzige Spot des Werbepartners der Frauen-Nationalmannschaft. Auf den Punkt brachten es die Fußballerinnen mit dem Satz: “ Aber weißt du was? Wir brauchen keine Eier, wir, wir haben Pferdeschwänze“.

Ende Juli startete die neue Zweitliga-Saison 2019/20. Alle Kleeblattfans sollten wieder in Weiß ins Stadion kommen – und viele nahmen sich die Aufforderung zu Herzen. Leider verlor die SpVgg gegen Erzgebirge Aue das Eröffnungsspiel mit 0:2. Pech war auch im August das Ausscheiden im Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen den Drittligisten MSV Duisburg mit einer 0:2-Niederlage. Mein Blogbeitrag über das Buch des Kleeblattstürmers Daniel Keita-Ruel wurde oft geklickt. Es kommt am 16. Januar 2020 auf den Markt – man darf gespannt sein.

Der September zeichnete sich durch mäßige Leistungen der Kleeblattprofis aus. Besonders niederdrückend war das 0:3 am Kärwa-Sonntag gegen Holstein Kiel. Da konnte auch eine Musikgruppe mit fränkischer Musik vor dem Stadttheater die Stimmung nicht mehr aufheitern. Mitte Oktober fand das Kleeblatt dann im Spiel gegen Dynamo Dresden – nach einer 0:2-Niederlage gegen den HSV (!) – wieder in die Spur. Gott sei Dank! Ende Oktober war wieder der häufig kritisierte Videobeweis Grund für Ärger und das torlose Unentschieden gegen den VfL Osnabrück. Ein schönes Geburtstagsgeschenk wurde mir mit dem 3:1-Heimsieg gegen SV Darmstadt 98 Anfang November beschert. Das Lokalderby am 24. November gegen den Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg „gewannen“ die Kleeblätter mit 0:0: Es war für Kleeblattfans lediglich ein gefühlter Sieg, es fielen leider keine weiß-grünen Tore, aber die Partei ging wenigstens friedlich über die Bühne. Bei den Spielen 16 und 17 der Saison im Dezember lief die Spielvereinigung endlich zur Hochform auf: 3:1 gegen den VfL Bochum und ein 5:1 beim Karlsruher SC. Die hervorragende Arbeit von Coach Leitl trägt inzwischen Früchte, die Spieler beweisen, dass sie auch ohne den verletzten Marco Caligiuri, einen gesperrten Maximilian Wittek und den z.T. erst spät eingewechselten Stürmer Keita-Ruel Erfolg haben. Die Chemie passt, das Konzept stimmt und die Resultate (aktuell mit 25 Punkten Tabellenplatz 8) auch. Der eine oder andere „Ausrutscher“ ist zu verzeihen… Nach der Winterpause geht es mit dem 19. Spieltag – SpVgg gegen FC St. Pauli – am Dienstag, 28. Januar 2020, um 20.30 Uhr im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer weiter.

Die Greuther-Weiber wünschen allen Teams der Spielvereinigung, den Kleeblattfans, unseren Lesern und all denen, die uns mit Tipps, Zuspruch und Anerkennung unterstützen, einen guten Rutsch. Und ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2020.

Unser Foto stammt von der Eröffnungsfeier der neuen Haupttribüne 2017 (Foto: Sportfoto Zink).

Der liebe Gott ist Kleeblattfan

Ich freue mich immer, wenn Leser unseres Greuther-Weiber-Blogs uns auf etwas aufmerksam machen. Mal ist es ein Laden, der witzige Kleeblatt-Accessoires anbietet. Ein andermal ein Lokal, das Gerichte mit einschlägigen Namen auf der Speisekarte hat. Oder ein Fan, der originelle Ideen hat und sie auch umsetzt.

Heute morgen hat mir ein treuer Freund auf Facebook (danke, Dieter) einen Tipp gegeben: Ich solle mir doch mal einen Link anschauen, für richtige Kleeblattfans sei das Sweatshirt doch genau das Richtige. Recht hat er! Gott hat sich am achten Schöpfungstag überlegt, einen Fußballverein zu erschaffen, und er ist offenbar ein Freund der Spielvereinigung. Seine Wahl war meiner Ansicht nach ein Geniestreich.

Also: Wer noch etwas für eine Fürtherin oder einen Fürther sucht, um ihm zu Weihnachten eine Freude zu machen, dann empfehlen wir das! Damit liegt man bestimmt nicht daneben – es gibt das Shirt auch als Tanktop, T-Shirt oder Hoodie (Foto: Screenshot Moteefe).

Kleeblattfans gänga zum Ronhof nieber

Die Kärwa naht mit schnellen Schritten, große Teile der Fürther Innenstadt werden heute für den Aufbau von Buden, Fahrgeschäften und Karussells gesperrt. Das Kärwaspiel am kommenden Sonntag, 29. September, ab 13.30 Uhr im Ronhof gegen Holstein Kiel wirft seine Schatten voraus. Witzig ist das große Plakat, das an mehreren markanten „Einflugschneisen“ (Foto: Kirsten Harder) , sprich: wichtigen Straßen, hängt: „Andere fahren zu ihrem Klub, mir gänga nieber“ ist dort zu lesen. Dieser Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Woanders ist auf großen Transparenten zu lesen, dass sich andere Fans bei guten Aktionen und Erfolgen ihrer Mannschaft zu „Standing ovations“ hinreißen lassen, Kleeblattfans nur fränkisch-trocken kommentieren „Bassd scho“. Stimmt, Fürther Fußballfans haben ihren eigenen Humor, da wird mit enthusiastischer Begeisterung manchmal dezent hinter dem Berg gehalten.

Also: Ich hoffe, das Stadion ist am Sonntag rappelvoll, wenn viele Fans „nieberganga“ sind. Denn: Um den Luxus, dass ein Fußballstadion so zentral im Stadtgebiet liegt und man einfach mal schnell zu Fuß dorthin läuft oder spontan mit dem Rad zum Ronhof rüberfährt, darum beneiden uns viele andere Vereine!

Weiß-grüne Saisoneröffnungsfeier

Am Sonntag, 21. Juli, geht’s los: Die große Saisoneröffnungsfeier mit allen Fans, Mitarbeitern und Mannschaften der Spielvereinigung auf dem Gelände rund um die Geschäftsstelle in der Kronacherstraße 154. Von 11 bis 17 Uhr ist ein großes, buntes und vielseitiges Programm geplant. Höhepunkt für echte Kleeblattfans ist natürlich die persönliche Begegnung mit den Profis. Gut besucht war die Feier 2018 (Foto: Sportfoto Zink).

Auf der großen Bühne sorgen wieder die in Fürth allseits bekannten Travelling Playmates für musikalische Unterhaltung. Gegen 14.30 Uhr präsentiert sich dann das Profiteam von Trainer Stefan Leitl. Klar wird es interessant, wenn sich die Neuzugänge den Kleeblatt-Fans vorstellen. Im Anschluss kann man bei der großen Autogrammstunde Trikots oder Schals signieren lassen und Selfies machen. In diesem Jahr können sich alle Besucher außerdem auf die Nachwuchs- und Damenteams freuen, sie werden sich bereits ab 11.45 Uhr auf der Bühne vorstellen.

Auch 2019 verwandelt sich das Gelände wieder in eine weiß-grüne Aktionsfläche. An den verschiedenen Stationen der SpVgg-Partner und Vereinsabteilungen lässt sich einiges ausprobieren, auch das Sportheim ist mit einer Kleeblatt-Area dabei. Dort wird es auch einen speziellen Bereich für die Ronhof Racker und Dauerkartenbesitzer geben!
Das besondere Highlight für alle Kids ist das Kindertraining: Ab 11.30 Uhr können sie mit den Kleeblatt-Nachwuchstrainern Übungen absolvieren und sich von den Profi-Spielern einige Tipps geben lassen.

Außerdem kann man mit einem Shuttle-Transfer zur Haupttribüne fahren. Hier werden zum ersten Mal die Kleeblatt eSports days präsentiert von CCS – Compatible Computer Solutions ausgetragen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am Samstag und Sonntag diese Spiele live im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer zu verfolgen.

Sinnvoll ist die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß. Und: Am Eingang werden Taschenkontrollen stattfinden, deshalb bitte nur das Nötigste mitnehmen! Auf dem gesamten Gelände sind Glasflaschen verboten.

Man darf gespannt sein!

Andre Mijatovic und Stefan Leitl beobachten das Training (Foto: Sportfoto Zink)

Morgen empfängt die Spielvereinigung im Ronhof den MSV Duisburg. Und die Erwartungshaltung der Kleeblattfans ist hoch. Wurde doch Anfang der Woche Cheftrainer Damir Buric entlassen. Und schon am nächsten Tag Stefan Leitl als neuer Coach und Hoffnungsträger begrüßt. Leitl ist vielen als Trainer des FC Ingolstadt bekannt. Dort arbeitete er ein Jahr erfolgreich – bis er im September 2018 nach einem schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg aus sechs Spielen vor die Tür gesetzt wurde.

In den sozialen Netzwerken wurde nach seinem Engagement für die Spielvereinigung hitzig diskutiert. Den einen stieß sauer auf, dass Stefan Leitl ehemals ein Clubberer war. Doch noch mehr brachte sein Co-Trainer Andre Mijatovic, der zuletzt schon an der Seite von Leitl in Ingolstadt tätig war, das weiß-grüne Fanblut zum Kochen: Nach Ablauf seines Vertrages bei Dinamo Zagreb hatte der kroatische Abwehrspieler Andre Mijatovic im Juli 2005 ablösefrei zur SpVgg in die 2. Fußball-Bundesliga in Deutschland gewechselt. Nachdem der Verein 2007 eine Vertragsoption gezogen hatte, die den Kontrakt um ein weiteres Jahr verlängern sollte, hatte Mijatovic in einem Eilantrag eine Einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht Nürnberg gegen diese Entscheidung beantragt. Dieser wurde jedoch abgelehnt, so dass es am 6. August zur Hauptverhandlung kommen sollte. Da Mijatovic jedoch kurz vor Verhandlungsbeginn die Klage zurückzog, fand kein Prozess statt.

Wie dem auch sei: Morgen versucht das Kleeblatt, aus seinem Formtief herauszukommen. Gegen den Tabellensiebzehnten der Zweiten Liga ist das sicher auch machbar. Ob Stefan Leitl in den paar Tagen der Mannschaft neues Selbstbewusstsein und sportliches Können vermitteln konnte, bleibt abzuwarten. Morgen nach dem Abpfiff des Spiels wissen wir mehr!

Buric zum Abschuss freigegeben?

Damir Buric und Rachid Azzouzi enttäuscht (Foto: Sportfoto Zink)

 

In Fürth gibt es seit Samstag nur noch wenige Gesprächsthemen. Eines der heiß umstrittensten ist die katastrophale Leistung der Spielvereinigung am letzten Samstag in Paderborn: 0:6! Ein echte Schlappe. Schon Anfang Dezember 2018 war die 0:5-Heimniederlage gegen den FC Erzgebirge Aue ein Armutszeugnis. Damals entschuldigten Kleeblattfans das noch mit der Bezeichnung „einmaliger Ausrutscher“. Aber seitdem ist der Wurm drin.

Ob das vor allem am Trainer Damir Buric liegen könnte? Von außen betrachtet, kann man nur spekulieren. Aber Vereine reagieren ja meist mit einem Trainerrauswurf, wenn eine Mannschaft nichts mehr bringt.

So könnte es heute oder morgen zur Entlassung von Damir Buric kommen. (Das war der Stand der Dinge, als dieser Beitrag verfassst wurde. Inzwischen ist die Trennung von Buric vom Verein offiziell bestätigt worden.) Ich frage mich, wer dann den undankbaren Posten übernehmen wird. Freie Trainer gibt es derzeit, aber der Geldbeutel der Spielvereinigung ist schmal, da kommen nicht viele in Betracht. Benno Möhlmann steht ja seit einigen Wochen als Ansprechpartner für die im Nachwuchszentrum tätigen Mitarbeiter und Trainer wieder auf der payroll des Vereins. Aber ihm die Profi-Mannschaft erneut anzuvertrauen? Würde Möhlmann das überhaupt machen?

Wer auch immer der Nachfolger von Coach Buric wird – er muss zuerst mal die Mannschaft wieder aus dem tiefen Loch der Depression holen (in dem sie vermutlich steckt). Dann muss das sportliche Potenzial der Spieler neu herausgearbeitet werden. Denn immerhin sind es ja noch 14 Begegnungen bis zum 19. Mai 2019, dem letzten Spieltag in der Zweitliga-Saison 2018/19. Denn auf eines haben die Fürther Fans und Bürger definitiv keine Lust: dass die Spielvereinigung drittklassig wird.