Gewonnenes Testspiel – Abschied von Hrgota?

Das weiß-grüne Herz vieler Kleeblattfans hat gestern vermutlich höher geschlagen: Bei einem Testspiel gewann die Spielvereinigung gegen den Bundesligisten und Champions League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach mit 2:0. In der zwei Mal 60 Minuten dauernden Partie nahm Fürths Coach Stefan Leitl insgesamt 14 Wechsel vor, der Torschütze beider Treffer (75. und 108. Minute) hieß Julian Green (Foto: Sportfoto Zink). weiter lesen

Zwischenmeldungen vom Kleeblatt

Seit Ende der Saison 2019/20 hat sich bei der Spielvereinigung einiges getan. Gestern wurde die 1. Pokalrunde im DFB Pokal ausgelost. Da aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie von 64 erst 41 Erstrundenteilnehmer feststanden und im Lostopf waren, sind die Gegner bei vielen Begegnungen in der ersten Pokalrunde noch nicht fix  – so auch der des Kleeblatts. Eines ist sicher: Die SpVgg fährt zum zweiten Vertreter des Westfälischen Fußballverbandes. Dieser wird erst in den kommenden Wochen final unter den Teilnehmern des Westfälischen Fußballverbandes ermittelt. „Wir warten gespannt auf unseren endgültigen Gegner, freuen uns aber schon auf den Pokalwettbewerb. Unabhängig auf wen wir treffen werden, wollen wir natürlich die nächste Runde erreichen“, so Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi auf der Vereins-Website. Das erste Pokalwochenende findet übrigens vom 11. bis 14. September statt.

Beruhigend ist, dass Hofmann Personal Hauptsponsor der SpVgg bleibt, die Vertragsverlängerung ist seit letzter Woche klar. Und dass das Kleeblatt ab der Spielzeit 2020/21 wieder im Puma-Dress auflaufen wird, freut mich besonders. Damit kooperieren Puma und Fürth schon zum 25. Mal. Bei der Präsentation der neuen Heim-, Auswärts- und Pokaltrikots standen allerdings einige Kleeblattfans dem Auswärtstrikot (Havard Nielsen bei der Vorstellung, Foto: Sportfoto Zink) mit verhaltener Begeisterung gegenüber. Das Muster auf der Brust soll – so die Verantwortlichen – „an ein Kaleidoskop erinnern“. In den Sozialen Netzwerken scheiden sich die Geister, da ist von „Wald und Wiese“ die Rede und von einem „riesigen Durcheinander“. Aber – und darin sind sich dann viele einig: „Die Geschmäcker sind eben verschieden“.

Seit  1. Juli 2020 ist Daniel Keita-Ruels Vertrag ausgelaufen. Und Maxi Wittek hat in die Niederlande gewechselt. Wer in den nächsten Wochen und Monaten neu zum Kleeblatt kommen wird, darauf sind alle neugierig. Das Team benötigt einen starken Sturm. Und auch in der Defensive muss vor allem ein adäquater Ersatz für Kapitän Marco Caligiuri gefunden werden, der seine Karriere beendet hat (nachdem die Spielvereinigung seinen Vertrag nicht verlängerte).

Kompliment an die Fans: Der Dauerkartenverkauf der Spielvereinigung läuft super. Obwohl niemand weiß, ob oder wie die neue Saison mit Zuschauern im Stadion starten wird, haben sich viele hinter ihren Verein gestellt und eine Dauerkarte gekauft.

Es bleibt also spannend. Wir bloggen, wenn sich etwas tut.

Kleeblattanzeige verdirbt Clubfans das Frühstück

Als ich heute Morgen zum frischen Kaffee meine Tageszeitung aufgeschlagen habe, traute ich meinen Augen nicht: Im Regional- und Bayernteil der „Nürnberger Zeitung“ war eine Anzeige der Spielvereinigung Greuther Fürth. Das Motiv ist aus der Serie „Dou gemma nieber – Fußball auf Fränkisch“ (darüber haben wir in unserem Blog schon geschrieben) und zeigt den Kleeblatt-Stürmer Daniel Keita-Ruel, der nach einem Spiel einen kleinen Kleeblattfan umarmt und mit ihm feiert. „Umarmen geht zusammen besser“, steht daneben, klar! Fürthern gefällt dieses Motiv, die gesamte Plakatserie, natürlich sehr gut. Ob Clubfans amused sind, wage ich zu bezweifeln. Die Stimmung ist bei vielen auf dem Nullpunkt. Der Club hat ja – bis zum letzten Spiel gegen den SV Sandhausen – eine ganze Reihe von Niederlagen hinter sich und rangierte zeitweise auf einem Abstiegsplatz. Im Gegensatz zum Nürnberger Traditionsverein hat das Kleeblatt im Moment „einen Lauf“, gewinnt am laufenden Band (hoffentlich auch am Sonntag gegen Bundesliga-Absteiger Hannover 96) und liegt aktuell auf dem vierten Tabellenplatz.
Clubfans, lasst Euch Euer Frühstück trotzdem schmecken!

Kleeblatt schlägt St. Pauli mit 3:0

Trotz der problematischen Anstoßzeit an einem Dienstag um 20.30 Uhr waren gestern über 9.000 Zuschauer in den Fürther Ronhof gekommen. Sie sahen beim ersten Heimspiel 2020 gegen den FC St. Pauli eine in den ersten 45 Minuten kurzweilige, in der zweiten Halbzeit nicht mehr allzu präzise Partie. Kleeblatt-Coach Stefan Leitl musste mit seinem Personal jonglieren: David Raum und Hans Nunoo Sarpei blieben erst mal auf der Bank, Mergim Mavraj war wegen seiner Adduktorenproblemen nicht im Kader.

Das Spiel startete mit Verve. Ein vermeintliches Tor des FC St. Pauli in der 17. Minute wurde nach einem Videobeweis nicht gegeben: weiter lesen

Heimsieg gegen Dynamo – Kleeblatt wieder in der Spur

Länderspielpausen haben auf jeden Fall ihr Gutes: Eine Mannschaft wie die Spielvereinigung kann sich nach drei Niederlagen erst mal wieder sammeln und neu definieren. Das war auch der Plan für das Heimspiel im Fürther Ronhof – übrigens das 800. der Spielvereinigung in der Zweiten Liga! Das Traditionsteam von Dynamo Dresden war zu Gast – und mit ihm fast 2000 angereiste Fans.

Der Fürther Coach hatte im Gegensatz zum 0:2 beim Hamburger SV seine Startelf auf vier Positionen verändert: weiter lesen

Daniel Keita-Ruel und seine zweite Chance

Ein Profi-Stürmer der Spielvereinigung ist unter die Schriftsteller gegangen. Daniel Keita-Ruel verfasste seine Autobiografie unter dem Titel: „Zweite Chance: Mein Weg aus dem Gefängnis in den Profifußball“. Das Buch – so der Verlag Kiepenheuer & Witsch (Foto: Screenshot) – wird am 16. Januar 2020 erscheinen, als KiWi-Paperback (224 Seiten, 18 Eur) und E-Book.

Daniel Keita-Ruel hat französisch-senegalesische Wurzeln (sein Vater kommt aus dem Senegal, seine Mutter von der französischen Mittelmeerinsel Korsika) und ist seit dem 1. Juli 2018 im Kleeblattkader. Die Story des Buchs wird auf der Website des Verlags kurz erzählt: weiter lesen

Torfestival fürs Kleeblatt beim FC St. Pauli

Für richtige Kleeblattfans ist der heutige Samstag – trotz der Regengüsse – wie ein gefühlter Feiertag. Die SpVgg hat gestern das zweite Spiel in der noch frischen Saison 2019/20 beim FC St. Pauli mit 3:1 gewonnen. Der letzte Auswärtssieg (2:0) war im März gegen Jahn Regensburg. Ansonsten hat sich das Kleeblatt in der vergangenen Rückrunde mit vielen Unentschieden über Wasser gehalten und war am Ende nur auf dem 13. Platz gelandet.

Die gestrige Stimmung im – mit fast 30.00 Zuschauern komplett ausverkauften – Millerntor-Stadion stand einem Premier League Spiel in England in nichts nach. weiter lesen

Gelbwurst und Kniela konnten nicht abfärben

Die erste Begegnung der neuen Spielzeit 2019/20 startete die Spielvereinigung in den Farben der Nostalgietrikots der Meisterelf von 1929: blau-schwarz. Die damaligen Spieler hatten Spitznamen wie Gelbwurst, Kniela oder Pippel. Leider war die heutige Mannschaft nicht so erfolgreich wie die vor 90 Jahren. Sie verlor gegen Erzgebirge Aue mit 0:2. Das Ergebnis dieser Heimniederlage spiegelt allerdings nur zum Teil die Leistung der Kleeblätter wider. weiter lesen

Verlustreiches Unentschieden im Ronhof

Marco Caligiuris Jubel nach seinem dritten Saisontreffer (Foto: Sportfoto Zink)

Die Greuther-Weiber mussten letzte Woche zwangsweise eine kleine Pause einlegen – das Spiel gegen den VfL Bochum konnten wir nicht sehen. Aber jetzt ist die Blogwelt (für uns) wieder in Ordnung.

Kurios war das heutige Heimspiel gegen den Aufstiegsaspiranten 1. FC Union Berlin. Und vor allem in der ersten Halbzeit eine Aneinanderreihung von Fouls, Verletzungen und Ausrastern. Schon in der zweiten Minute grätscht Sebastian Polter unnötig brutal in den gerade wieder fitten Maxi Wittek, der liegt am Boden, man musste bangen, ob er sich Schlimmeres getan hat. Gott sei Dank nicht. Dann kurz darauf eine tolle Chance fürs Kleeblatt: Daniel Keita-Ruel verlängert einen weiten Einwurf, Julian Green steht frei vor dem Berliner Tor und schießt den Ball volley dem Keeper der Eisernen, Rafal Gikiewicz, aus drei Metern Entfernung voll ins Gesicht. Der ist benommen, kann aber weiter spielen.

Im weiteren Verlauf gelingen der Spielvereinigung gute Aktionen, aber unnötige Fouls der Berliner lassen keinen echten Spielfluss aufkommen. Dann in der 35. Minute das (unverdiente) Tor für Union: Mehrere Fehler in der Fürther Abwehr nutzt Joshua Mees gnadenlos aus, Union Berlin geht damit in Führung. Die Stimmung bei den Weiß-Grünen war aufgeheizt, die Folge eine Tätlichkeit von Daniel Keita-Ruel: Nach einem harten Foulspiel von Felix Kroos an David Atanga stürmt Keita-Ruel auf ihn zu und stößt ihn mit beiden Händen um. Mit einer Hand trifft er ihn am Hals. Rudelbildung vor den Trainerbänken. Und Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen zeigt Keita-Ruel die Rote Karte. Ein herber Verlust, nicht nur im heutigen Spiel, sondern auch (aufgrund der Sperre) für die nächsten Begegnungen.

Wer befürchtet hatte, dass die Kleeblätter in Unterzahl schwächeln, der irrte gewaltig! Mit viel Schwung und Angriffslust kommen sie aus der Pause auf den Rasen. Viele Szenen spielen sich im Berliner Stafraum ab. Und der Einsatz wird belohnt: Kapitän Marco Caligiuri läuft bei einer punktgenauen Ecke von Julian Green mit vollem Tempo auf das Tor zu und köpft den Ball in die Maschen. Ausgleich im Ronhof.
Turbulent geht’s weiter. Nicolai Rapp säbelt Green an der Strafraumkante rücksichtslos um – und sieht auch die Rote Karte. Damit haben beide Teams nur noch zehn Mann auf dem Feld. Die letzte Viertelstunde verläuft wild und bleibt für die 9650 Zuschauer (davon rund 1000 Gäste aus Berlin) spannend. Fabian Reese – heute (neben Green) sicherlich eines der besten Kleeblätter – ackert und hat gute Möglichkeiten, die aber leider nicht zum Siegtor führen. Reese ist inzwischen deutlich entschlossener und hat sich bei den Kleeblattfans zur beliebten Figur entwickelt.

Das Spiel gegen Union Berlin endet unentschieden mit 1:1. Es war kurzweilig, wie auch schon beim Hinspiel im November (die SpVgg verlor in Berlin mit 0:4) teilweise äußerst ruppig und verlustreich (Rote Karte an Keita-Ruel, die jedoch berechtigt gegeben wurde). Das Kleeblatt steht mit 38 Punkten aktuell auf dem 11. Rang. Es folgen noch vier Spiele, dann ist die Spielzeit 2018/19 in der Zweiten Liga Geschichte.

2:0-Führung doch noch verspielt

Jubel nach dem Torschuss zum 1:0 durch Julian Green (Foto: Sportfoto Zink)

Superwetter in Fürth – Frühlingsfest – Heimspiel im Ronhof. Ideale Rahmenbedingungen für Kleeblattfans, die (für hiesige Verhältnisse) zahlreich im Ronhof vertreten waren (9440 Zuschauer). Arminia Bielefeld hieß der Gegner der Spielvereinigung – ein Verein, der für Fürth in der Vergangenheit immer wieder interessant war. Wolfgang Hesl wechselte 2015 zu den Ost-Westfalen. Und das letzte Spiel in dieser Spielzeit konnte das Kleeblatt nach einem 2:0-Rückstand noch zum 2:3-Auswärtssieg herumreißen.

Heute hatte Arminia die erste gute Chance im Spiel, aber das Kleeblatt ging nach zehn Minuten durch ein ungewöhliches Tor in Führung: Julian Green schoss einen starken Schuss (nach Pass von Atanga) an den rechten Innenpfosten, von dort prallte der Ball an den Rücken des Bielefelder Keepers Stefan Ortega und ins Tor. Das erinnerte mich fatal an die unglückliche Niederlage der Spielvereinigung im Halbfinale des DFB-Pokals im März 2012 gegen Borussia Dortmund, als der gerade von Mike Büskens eingewechselte Tormann Jasmin Fejzic ganz ähnlich eine Art Eigentor verursachte.

Heute also die schnelle Führung der Spielvereinigung. Und dabei sollte es nicht bleiben. Kapitän Marco Caligiuri leitete einen Konter ein, spielte auf Fabian Reese ab. Der gab an den freistehenden Daniel Keita-Ruel, und der erzielte souverän das 2:0 (23. Spielminute) – sein zehntes Saisontor. Ein hoffnungsvoller Start!

Warum Fürths Trainer Stefan Leitl nach der Pause auf die Tribüne verbannt wurde, war dem Stadionzuschauer nicht ganz klar. Offenbar hatte er sich in der Halbzeitpause ein verbales Duell mit dem Schiedsrichter Alexander Sather geliefert. Kaum hatte Leitl auf der Tribüne Platz genommen, gelang Arminia Bielefeld mit einem Kopfballtor von Fabian Klos in der 47. Minute der Anschlusstreffer. Trotz bester Stimmung im Stadion – beide Fankurven feuerten ihre Teams engagiert und lautstark an – war beim Kleeblatt etwas die Luft raus. Nicht ohne Folgen: Torschütze Klos köpfte eine Freistoßflanke zum (leider) verdienten 2:2 ein (65.).

Marco Caligiuri versuchte mit sehenswerten Aktionen doch noch einen Sieg zu erlangen. Nach einer Verletzung von Maxi Wittek waren die Kleeblätter noch dazu in Unterzahl. Trotz Kampfeswille blieb es beim 2:2-Endstand.

Die Spielvereinigung bestreitet gerade eine kräftezehrende Englische Woche: Am Donnerstag, 4. April, kommt Dynamo Dresden für das Nachholspiel in den Ronhof. Die Sachsen sind zu bedauern, weil sie morgen noch gegen Erzgebirge Aue spielen müssen. Und am nächsten Sonntag empfängt das Kleeblatt – ebenfalls zu Hause – den SV Darmstadt 98.