So gehen einem 351.000 Euro durch die Lappen!

Die Spielvereinigung hat gestern das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen den Drittligisten MSV Duisburg mit 0:2 verloren und ist damit (schon wieder) gleich zu Beginn des Wettbewerbs ausgeschieden. Gab es im letzten Jahr gegen den absoluten Favoriten Borussia Dortmund noch eine Beinahe-Überraschung (erst in einer ungerechtfertigt langen Nachspielzeit fiel das Last-Minute-Tor der Borussen), war das gestrige Spiel von A bis Z eine Enttäuschung. So leicht verspielt man also rund 350.000 Euro, die der DFB für das Weiterkommen in die zweite Pokalrunde spendiert.
Das erste Tor in der vierten Minute war für den Fürther Keeper Marius Funk nicht zu halten. Aber zehn Minuten später hätte er eigentlich das 0:2 verhindern können. Dann hat er im weiteren Spielverlauf versucht, gut zu parieren und Sascha Burchert adäquat zu vertreten.
Einen wirklichen Vorwurf, den Duisburger Angriff nicht schlagkräftig abgewehrt zu haben, muss man aber der Fürther Defensive machen, besonders Marco Caligiuri und vor allem Mergim Mavraj. Das war einfach zu trantütig und langsam, was die Abwehr bot. Innenverteidiger Mario Maloca, der das Kleeblatt zu dieser Saison verlassen hat, fehlte an allen Ecken und Enden. Die Duisburger Offensive (Leroy-Jacques Mickels, Tim Albutat, Lukas Daschner und Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp) zeigte im Gegensatz dazu Flexibiltät und Schnelligkeit.
Gute Chancen von Julian Green und Daniel Keita-Ruel gingen an die Latte bzw. scheiterten am MSV-Keeper Leo Weinkauf, der seinen Kasten souverän beschützte. Fürths Neuzugang Havard Nielsen ließ nur kurz sein Potenzial aufblitzen. In welcher Bedrängnis das Kleeblatt war, dokumentiert sich in der Zahl der Gelben Karten (Foto: Sportfoto Zink): sage und schreibe sechs! Offenbar wusste man sich nur noch mit Fouls und unfairen Aktionen zu helfen.

Schade, der 3:1-Erfolg in der noch frischen Zweitliga-Spielzeit gegen den FC St. Pauli hatte erahnen lassen, was in der weiß-grünen Mannschaft steckt. Die 90 Minuten im DFB-Pokal gestern gegen den MSV Duisburg waren einfach zum Vergessen!

Mehr Glück als Verstand!

Felix Wiedwald hält den zweiten Elfmeter von Daniel Keita-Ruel (Foto: Sportfoto Zink)

Eigentlich reicht die Überschrift schon für ein Fazit dieses Spiels: Mehr Glück als Verstand, viel mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Dass die Spielvereinigung die heutige Partie gegen den MSV Duisburg mit 1:0 gewonnen hat, ist einerseits schmeichelhaft, denn beide Teams waren ungefähr gleich harmlos. Andererseits ist es blamabel, denn es hätte am Ende 2:0 heißen müssen. Doch Daniel Keita-Ruel schoss beim zweiten Elfmeter (1. Minute der Nachspielzeit, siehe Foto) den Ball haargenau in die Hände des Duisburger Keepers Felix Wiedwald – und das, nachdem er fünf Minuten vorher bereits einen Foulelfmeter erst durch Nachschuss im Kasten der Gäste versenken konnte (86.). Ein äußerst schwaches Bild, das der Fürther Stürmer da abgab!

Mal ganz abgesehen davon, war schon Elfmeter Nummer eins ein sehr großzügiges Geschenk von Schiedsrichter Harm Osmers an das Kleeblatt. Denn im Zweikampf mit Duisburgs Hajri fiel Julian Green einen Tick zu früh hin, als es mit rechten Dingen hätte zugehen können. Doch der Unparteiische ließ sich weder von einigen protestierenden Duisburger Spielern in seiner Entscheidung beeinflussen noch von ihrem Trainer Lieberknecht, der deshalb schimpfte wie ein Rohrspatz.

Und sonst? Für den neuen Kleeblatt-Trainer Stefan Leitl war es ein glücklicher Einstand. Für ihn zählt nicht, wie dieses Ergebnis zustandegekommen ist – sondern nur, dass es 1:0 lautet und die Spielvereinigung damit den Abstand zum Tabellenende um drei Punkte vergrößern konnte. Ob der „neue Besen“ Leitl wirklich gut kehrt, wird sich beim nächsten Spiel am Sonntag, 17. Februar, gegen Holstein Kiel zeigen. Und für Duisburg? Für die Zebras war es eine bittere Pille, die sie im Ronhof schlucken mussten. Ein 0:0-Unentschieden wäre dem Spiel ehrlicherweise eher gerecht geworden. Aber was heißt im Fußball schon gerecht? Und Glück muss nicht nur der Mensch, sondern auch der Fußballer haben. So gesehen, geht das heute alles in Ordnung.

Man darf gespannt sein!

Andre Mijatovic und Stefan Leitl beobachten das Training (Foto: Sportfoto Zink)

Morgen empfängt die Spielvereinigung im Ronhof den MSV Duisburg. Und die Erwartungshaltung der Kleeblattfans ist hoch. Wurde doch Anfang der Woche Cheftrainer Damir Buric entlassen. Und schon am nächsten Tag Stefan Leitl als neuer Coach und Hoffnungsträger begrüßt. Leitl ist vielen als Trainer des FC Ingolstadt bekannt. Dort arbeitete er ein Jahr erfolgreich – bis er im September 2018 nach einem schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg aus sechs Spielen vor die Tür gesetzt wurde.

In den sozialen Netzwerken wurde nach seinem Engagement für die Spielvereinigung hitzig diskutiert. Den einen stieß sauer auf, dass Stefan Leitl ehemals ein Clubberer war. Doch noch mehr brachte sein Co-Trainer Andre Mijatovic, der zuletzt schon an der Seite von Leitl in Ingolstadt tätig war, das weiß-grüne Fanblut zum Kochen: Nach Ablauf seines Vertrages bei Dinamo Zagreb hatte der kroatische Abwehrspieler Andre Mijatovic im Juli 2005 ablösefrei zur SpVgg in die 2. Fußball-Bundesliga in Deutschland gewechselt. Nachdem der Verein 2007 eine Vertragsoption gezogen hatte, die den Kontrakt um ein weiteres Jahr verlängern sollte, hatte Mijatovic in einem Eilantrag eine Einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht Nürnberg gegen diese Entscheidung beantragt. Dieser wurde jedoch abgelehnt, so dass es am 6. August zur Hauptverhandlung kommen sollte. Da Mijatovic jedoch kurz vor Verhandlungsbeginn die Klage zurückzog, fand kein Prozess statt.

Wie dem auch sei: Morgen versucht das Kleeblatt, aus seinem Formtief herauszukommen. Gegen den Tabellensiebzehnten der Zweiten Liga ist das sicher auch machbar. Ob Stefan Leitl in den paar Tagen der Mannschaft neues Selbstbewusstsein und sportliches Können vermitteln konnte, bleibt abzuwarten. Morgen nach dem Abpfiff des Spiels wissen wir mehr!

Kein Glück für Duisburg am „Zebrastreifen-Tag“

Jaaaa! So könnte es immer weitergehen für das Kleeblatt! 1:0 auswärts gegen den MSV Duisburg (Foto: Sportfoto Zink)! Und das bedeutet: der erste Auswärtssieg seit dem 3. März dieses Jahres, als die SpVgg Greuther Fürth das Franken-Derby in Nürnberg gewonnen hatte. Bis zuletzt mussten die Fürther Fans allerdings zittern. Denn die „Zebras“ versuchten alles, um ihre bisherige desaströse Bilanz dieser Spielzeit – 0 Tore,  0 Punkte – zu verbessern. Und dann ist ja heute auch noch „Tag des Zebrastreifens“, das hätte doch ein gutes Omen für den MSV sein können.
Aber es kam, wie so oft, wenn man im Fußball einen Sieg unbedingt erzwingen will, anders. Schon nach 99 Sekunden ging Fürth weiter lesen

Morgen gefühltes Endspiel fürs Kleeblatt

Zwei Spiele muss das Kleeblatt in einer unterm Strich desolaten Saison 2017/18 noch absolvieren. Die morgige Begegnung mit dem MSV Duisburg im Fürther Ronhof hat Endspiel-Charakter. Die Duisburger sicherten sich letzte Woche mit einem 4:1-Sieg gegen Jahn Regensburg den Klassenerhalt und rangieren jetzt auf Platz sieben. Die Zebras darf man auf keinen Fall unterschätzen – mit 48 Toren sind sie ziemlich erfolgreich. Und: Sechs Siege, zwei Remis, drei Niederlagen lautet die Heimspiel-Statistik zwischen der SpVgg und dem MSV Duisburg in der Zweiten Liga. Die Tordifferenz ist mit 20:19 Treffern dagegen ausgeglichen. Es fallen – wenn die Zebras beim Kleeblatt zu Gast sind – im Schnitt 3,5 Tore! Wird das vielleicht ein torreiches Spiel?

Wie in vielen Jahren, wird der morgige Tag – das letzte Heimspiel – in Fürth mit zwei Events eingeläutet: Dekan Jörg Sichelstiel lädt um 10 Uhr viele Kleeblatt-Fans zum Gottesdienst in die St. Michael Kirche. Und ab 10.30 Uhr hat die aktive Fanszene des Kleeblatts einen gemeinsamen Frühschoppen organisiert. Die Kleeblattanhänger fordern: „Lasst uns in dieser schwierigen Situation nochmals ein Stückchen näher zusammenrücken!“ Klingt gut, dank der späteren Anstoßzeit (15.30 Uhr) bleibt dafür auch genug Zeit. Das morgige Motto lautet: „Alle im Trikot, mit Fahne und Schal“. Also wird’s ab 10.30 Uhr in und vor den Kneipen der Gustavstraße ganz schön abgehen, die Emotionen sind aufgrund der prekären Situation der Spielvereinigung ja ohnehin auf Kante genäht!

Und ab 13.30 Uhr geht’s dann gemeinsam zum Ronhof. Das Stadion wird aller Voraussicht nach bestens besucht sein. Ganz wichtig für die Stimmung beim Spiel, denn der „zwölfte Mann“ – Fans und Anhänger mit ihrer Choreographie, ihren Anfeuerungsrufen und Gesängen – wird die Mannschaft in diesem wichtigen Spiel lautstark unterstützen.

Alle, deren Herz auch nur ein bißchen fürs Kleeblatt schlägt, halten morgen alle Daumen, damit das Team drei entscheidende Punkte einfährt. Und so dem drohenden Abstieg in die dritte Liga noch um ein Haar entgehen kann.

Nur einen mageren Punkt gegen das Schlusslicht

Fürth_DuisburgStefan Ruthenbeck hatte ja im Vorfeld der Partie gegen den MSV Duisburg noch davor gewarnt, den Tabellenletzten der Zweiten Liga als sicheren Punkte-Lieferanten zu betrachten. Als Fan sieht man das natürlich etwas anders. Und so war zumindest die Erwartungshaltung der Fürther Anhänger im Vorfeld des Heimspiels gegen die Duisburger klar: Alles andere als ein Sieg gegen das Schlusslicht wäre schon enttäuschend.

Ruthenbeck sollte allerdings mit seiner Prognose recht behalten. Ein mageres 1:1 stand am Ende auf der Ergebnisliste, und während die Duisburger mit dem einen Punkt wohl mehr als zufrieden sein werden, dürften sich die Fürther vor allem mal wieder über eines ärgern: Ihre nach wie vor magere Chancenverwertung, die fast schon chronisch geworden zu sein scheint.

Vor allem in der ersten Hälfte hätten die Gastgeber vorlegen müssen. Die wohl beste Chance hatte Stiepermann in der 17. Minute, als er aus kurzer Distanz zum Schuss kam. Da konnten die Duisburger froh sein, dass Keeper Michael Ratajczak zur Stelle war. Kurz darauf war es wieder der starke Duisburger Torhüter, der die Fürther Führung zu verhindern wusste: Den Schuss von Berisha konnte Ratajczak übers Tor fausten.

Kurz nach dem Wechsel dann der Paukenschlag: Kevin Wolze verwandelte einen Freistoß zur Duisburger Führung, die zu diesem Zeitpunkt wohl als äußerst glücklich zu bezeichnen war. Es dauerte zwanzig Minuten, ehe Jurgen Gjasula einen Foulelfmeter zum 1:1 verwandelte. Doch trotz der Duisburger Unterzahl – MSV-Spieler James Holland war nach dem Foul an Robert Zulj mit Rot vom Platz geflogen – schafften es die Fürther nicht, doch noch den Siegtreffer zu erzielen und blieben sich einmal mehr in Sachen mangelnder Chancenverwertung treu.

Seit fünf Heimspielen wartet die SpVgg nun schon auf einen Sieg. Und wir Fans fiebern ab sofort dem nächsten Freitag entgegen, wenn das Derby gegen den FCN ansteht….

Das „Wunder für Fürth“ in der letzten Sekunde

MSV Duisburg - SpVgg Greuther FürthBuchstäblich in der allerletzten Sekunde der Nachspielzeit hat Marco Stiepermann dem Kleeblatt das Unentschieden in Duisburg gerettet. Bis zu diesem Moment war der Frust bei Kleeblattanhängern groß, obwohl die Mannschaft nach meinem Geschmack recht passabel gespielt hatte.

Der Anfang der Partie gegen den Tabellenletzten, den Aufsteiger MSV Duisburg, war aus Fürther Sicht wenig attraktiv. Beide Teams plänkelten vor sich hin und das Spiel wirkte zerfahren. Dann traf ein guter Schuss des Duisburgers Dasch das Aluminum von Sebastian Mielitz‘ Tor – und ab diesem Moment gewann man den Eindruck, alle 22 Fußballer hätten Hallo-Wach-Tropfen getrunken. Die Partei wurde lebendig und spannend, Torchancen auf beiden Seiten. Die Spielvereinigung wies mehr Ballbesitz auf, leider unterliefen ihr aber unverzeihliche Fehler. So verlor z. B. Niko Gießelmann in der 35. Minute den Ball, der Duisburger Scheidhauer spielte ins Zentrum auf Rolf Feltscher, der zwar im ersten Anlauf an Mielitz scheiterte, dann aber erfolgreich ins linke Eck schoss. Die zirka 400 angereisten Fürther Fans konnten es kaum glauben.
Weiter dann bis zu Halbzeitpause wenig Erwähnenswertes. Dafür verwandelte Jurgen Gjasula, der selber mal ein Duisburger „Zebra“ war, nach einem Foul an ihm souverän den verhängten Elfmeter und traf in den Kasten des MSV-Keepers Michael Ratajczak. Eine gute Viertelstunde vor Abpfiff fiel erneut ein Tor für die Duisburger – zum 2:1. Und damit schienen den Kleeblättern in einer vermeintlich machbaren Begegnung die Felle endgültig davon zu schwimmen. Die SpVgg wartet von allen Teams in der Zweiten Liga bekanntlich am längsten auf einen Auswärtssieg. Und jetzt sollte es sogar wieder eine Niederlage geben? Eigentlich hatten auch die Zuschauer in der Schauinsland-Reisen-Arena mit dem Spiel innerlich abgeschlossen, die Duisburger Fans feierten quasi schon ihren ersten Saisonsieg, da passierte das „Wunder für Fürth“: Marco Stiepermann traf in der dreiminütigen Nachspielzeit nach einer Kopfballvorlage des eingewechselten Ex-Duisburgers Goran Sukalo in der allerletzten Sekunde zum glücklichen 2:2-Unentschieden. Nach dem Spiel ließ sich der Torschütze feiern (Foto).

Tja, so kann’s gehen: Die Kleeblätter haben im Vergleich zur letzten Saison strukturierter und besser gespielt. Aber es fehlen das Quäntchen Draufgängertum und Überraschungseffekte. Das Spiel der Kleeblätter ist oft zu vorhersehbar. Und dann werden gute Fürther Aktionen noch vor dem Strafraum vom Gegner im Keim erstickt.
Aber: Ein Unentschieden ist auch ein Punkt. Ab sofort heißt es trainieren und sich sportlich und mental gut auf den 13. September vorbereiten. Denn da empfängt die Spielvereinigung – nach der Länderspielpause am kommenden Wochenende – den 1. FC Nürnberg zum Franken-Derby im Ronhof. Und das wird mit Sicherheit ein Tanz auf dem Vulkan!

Begegnung mit Gänsehaut-Moment?

MSV_DuisburgMorgen um 13 Uhr trifft die Spielvereinigung in der Schauinsland-Reisen-Arena auf den MSV Duisburg. Bislang trafen die Kleeblätter 22-mal auf die Zebras – alle Partien wurden ausschließlich in der zweiten Liga ausgetragen. Die Bilanz ist dabei ziemlich ausgeglichen: Achtmal konnten die Zebras gewinnen, neunmal die SpVgg, fünfmal wurden die Punkte geteilt. Die Spiele zwischen der SpVgg und dem MSV sind traditionell Begegnungen mit knappem Ergebnis: Weder die Fürther noch die Duisburger konnten eines der Spiele mit mehr als zwei Toren Unterschied gewinnen. Das letzte Heimspiel haben Kleeblattanhänger garantiert noch in Erinnerung. Durch Tore von Olivier Occean und Robert Zillner konnten die Fürther im März 2012 den Ruhrpott-Verein in einer Hängepartie mit 2:0 schlagen.
Die Zuschauer in Duisburg freuen sich auf ein Wiedersehen mit ihren Ex-Profis Jurgen Gjasula, Marco Caliguiri und Goran Sukalo, die derzeit im Kader der SpVgg stehen. Gjasula spielte von 2011 bis 2013, Caliguiri von 2006 bis 2007 und Sukalo von 2010 bis 2013 beim MSV Duisburg.

Geplant ist übrigens eine besondere Aktion: Zebra-Fans wollen im Stadion dem Ex-Spieler Sascha Dum einen Gänsehaut-Moment bescheren. Dum war seit dem Januar 2013 beim Zweitligisten MSV Duisburg verpflichtet und unterschrieb damals bis zum Saisonende 2012/13 mit einer Option auf Verlängerung. Nach dem Lizenzentzug und Zwangsabstieg des MSV aus der zweiten Liga blieb der Abwehrspieler dem Verein auch in der folgenden Drittligasaison treu. Einen festen Stammplatz nahm er zwar nicht ein, stand aber regelmäßig im Aufgebot. 2015 gelang ihm mit der Mannschaft die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Am 24. August 2015 wechselte er nun zum FC Schalke 04, wo er mit dessen zweiter Mannschaft in der Regionalliga West spielt.
Um ihrem „Dumbo“ gebührend zu verabschieden, hat sich der inoffizielle Fanklub „Area 47“ etwas Besonderes einfallen lassen. Die Mitglieder haben ein riesiges Dum-Trikot angefertigt, das der Fanklub gerne am Samstag vor dem Spiel gegen Fürth auf dem Stadionrasen ausbreiten und von der Mannschaft unterschreiben lassen will, um es dann Sascha als Dankeschön zu überreichen. Die Entscheidung des Vereins, ob die Aktion vor dem Anpfiff stattfinden darf, steht noch aus. Außerdem ist unklar, ob Dum auch tatsächlich in der Arena sein wird.

Attraktiver Neuzugang beim Kleeblatt

So richtig langweilig wird es uns bis zum Start in die neue Zweitligasaison (21. Juli, 13.30 Uhr im Ronhof) nicht. Man geht in den Biergarten (kalt!), sieht sich den Confederations Cup im Fernsehen an oder wundert sich über die rasch voranschreitenden Abrissarbeiten in der Fürther Innenstadt. Man kann sich auch an den Siegen des Kleeblatt-Teams bei unbedeutenden Vereinen wie dem 1. FC Schweinfurt (4:1), Eintracht Bamberg (4:3 – uups, Glück gehabt) und dem ASV Zirndorf (8:0) erfreuen.
Eine positive Meldung aus Greuther-Weiber-Sicht (wobei der Schwerpunkt dieses Mal auf dem zweiten Bestandteil des Wortes liegt) ist der Zugang des 31-jährigen Slowenen Goran Sukalo. Er ist seit wenigen Tagen bei der Spielvereinigung und hat sich gestern beim 8:0-Erfolg gleich mit zwei Toren hervorragend eingeführt. Sukalo hat in seiner Laufbahn mehr als 250 Profispiele absolviert und war zuletzt bei MSV Duisburg. Er wird in Fürth die Rückennummer 16 tragen.
Dem vielfachen slowenischen Nationalspieler lagen – so der Website der SpVgg zu entnehmen – „auch zahlreiche Angebote anderer Vereine vor, im Ausland hätte Goran Sukalo nach eigenen Aussagen auch mehr Geld verdienen können“. Aber das große Interesse der Spielvereinigung, das Konzept des Vereins und die guten Gespräche mit den Verantwortlichen hätten ihn schnell überzeugt.
Ich finde, Goran Sukalo ist – insbesondere, was die Optik anbelangt – ein echter Gewinn fürs Kleeblatt. Ob er auch so gut Fußball spielt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Und was dem FC Bayern sein Pep Guardiola, das ist der Spielvereinigung ihr Goran Sukalo: ein gutaussehender Mann auf dem Platz.

Mit Ach und Krach gegen Duisburg gewonnen!

Vom Winterurlaub zurück, war ich nach dem fulminanten 6:2-Sieg gegen den Vfl Bochum in großer Erwartung einer Superform der Spielvereinigung.

Heute also die Partie gegen den MSV Duisburg in der Schauinsland-Reisen-Arena (was für ein Name!). Die Zahl der Zuschauer hatte mit knapp über 10 000 in etwa Ronhof-Niveau. Etwas überraschend war für die angereisten Fürth-Fans der relativ starke Auftritt der Heimmannschaft in der ersten Halbzeit. Das Fürther Team kam nicht groß zum Zuge, die Duisburger begegneten ihm vielmehr auf Augenhöhe. Schrecksekunde in der 39. Minute war dann der Ausfall des aktuellen Kleeblatt-Stars Gerald Asamoah: Wegen einer Muskelverletzung musste er vom Platz und wurde durch Dani Schahin ersetzt. Kurz vor Halbzeit-Pfiff noch ein paar rüde Aktionen von Edgar Prib. Ich glaube, ich muss mich nach den ruhigen und erholsamen Tagen in den Steirischen Bergen erst mal wieder an Männer-Fußball gewöhnen!
In der zweiten Halbzeit versuchten sich die Kleeblätter dann kräftig am Riemen zu reißen und leistungsmäßig zu steigern, um als Tabellenführer ihre ernsthaften Ambitionen für einen Aufstieg in die erste Bundesliga zu untermauern. Das gelang erst mal überhaupt nicht. Immer wieder musste Torhüter Max Grün Angriffe der Duisburger parieren und mögliche Tore abwehren. Und Sercan Sararer hatte heute wirklich einen schwarzen Tag. Nichts gelang ihm, Trainer Mike Büskens hätte vielleicht irgendwann die Konsequenzen ziehen und ihn auswechseln müssen. Dann aber, zwölf Minuten vor Schluss, das erlösende Tor von Olivier Occean. Nach einer Flanke vom kurz davor eingewechselten Felix Klaus traf er aus zwei Metern Entfernung ins gegnerische Tor. Und Robert Zillner (im Foto oben) machte schließlich in der 90. Minute – wieder nach einer Vorlage von Klaus – den (wie man so schön sagt) „Sack zu“ und lochte zum 2:0 für Fürth ein.

Fazit: Die Kleeblätter haben heute beim mittelklassigen MSV Duisburg bis zur 78. Minute weit unter ihren Möglichkeiten gespielt. „Ich erwarte die Duisburger kratzend, beißend und spuckend. Sie werden alles reinschmeißen und sich mit Haut und Haaren wehren. Wir müssen also von Anfang an hellwach sein und dagegenhalten“: Das hatte Trainer Mike Büskens im Vorfeld der Begegnung orakelt. Er sollte recht behalten. Gut, dass dank Occean und Robert Zillner doch noch zwei Tore fielen. Ich will ja nicht rummosern. Aber wie die Spielvereinigung heute meistens agierte – so sehen keine Sieger aus. Weder in der Bundesliga noch im DFB-Pokal. Ihr seht: Wir Greuther-Weiber sind zurück und werden uns mit kritischen Anmerkungen nicht zurückhalten.