Kapitänsfrage entschieden: Warum nicht Sascha Burchert?

Die Spielvereinigung startet in die neue Spielzeit mit einer überraschenden Entscheidung:  Als neuer Kapitän wird Branimir Hrgota das Kleeblatt „anführen“. Fürths Trainer Stefan Leitl hat aus dem siebenköpfigen Mannschaftsrat den neuen Kleeblatt-Kapitän bestimmt. „Wir haben die Eindrücke aus der Vorbereitung wirken lassen und unsere Entscheidung gestern der Mannschaft mitgeteilt: Neuer Kapitän ist Branimir Hrgota, sein Stellvertreter ist Sascha Burchert und dritter Kapitän wird Paul Seguin“, heißt es bei kicker.

Damit hat die SpVgg einen Nachfolger für ihren langjährigen Spielführer Marco Caligiuri gefunden. Nachdem ja in den letzten Spielen Sascha Burchert Interims-Kapitän war, haben viele Kleeblattfans sicher erwartet, dass Burchert diese Funktion auch zukünftig haben wird. Aber es kam anders. Nichts gegen Branimir Hrgota und sein Engagement für das Kleeblatt. Aber Burchert ist immerhin seit vier Jahren im Kader der SpVgg, Hrgota erst ein gutes Jahr (Foto: Sportfoto Zink).
„Die Erfahrung und Qualität von Marco Caliguri werden wir nicht ersetzen können“, so Leitl laut kicker. „Wir wollten einen Spieler haben, der absoluter Leistungsträger und Stammspieler ist. Das ist Branimir. Wir erwarten von ihm, dass er seine Leistung, die er im letzten Jahr gezeigt hat, auch in dieser Saison einbringt. Wir erhoffen uns von ihm, dass er vielleicht eine Extra-Portion Motivation mitnimmt, wenn er die Binde trägt, und die Mannschaft durch seine Leistungen mitreißen kann.“

Manuel Neuer und Sascha Burchert im Pech

Die Situation in der Schlussminute beim Heimspiel gegen Hannover 96 erinnerte mich fatal an die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland: Die letzten Minuten liefen in der Kasan-Arena, die deutsche Mannschaft stürmt mit allem, was Beine hat, um das heißersehnte Tor zum Weiterzukommen zu machen. Dem Südkoreaner Young-Gwon Kim gelingt es kurz vor Schluss, das 1:0 für Südkorea zu erzielen. Daraufhin setzt die deutsche Nationalmannschaft in der Nachspielzeit noch mal alles auf eine Karte, und sogar Torwart Manuel Neuer stürmt mit nach vorne.  Aber unglücklicherweise bekommt Korea beim Konter in der 96. Minute den Ball, und Heung-Min Son schiebt nur noch ins leere Deutsche Tor ein!
Ähnlich war es auch am Sonntag im Fürther Ronhof: weiter lesen

Der Hamburger SV war einfach besser

Eines gleich vorneweg: Die Spielvereinigung hat ihre unverständlich desolate Leistung im letzten Spiel gegen Holstein Kiel heute wettgemacht. Leider hat sie dennoch die Auswärtsbegegnung beim Hamburger SV mit 0:2 verloren. Dass das Ergebnis heute noch niedrig ausfiel, ist vor allem der Fürther Abwehr – allen voran Kapitän Marco Caligiuri und Mergim Mavraj (Foto: Sportfoto Zink) – und dem sicheren Tormann Sascha Burchert zu verdanken. weiter lesen

Super gespielt, aber leider verloren!

Was für ein tragischer Verlauf dieses heutigen Spitzenspiels gegen den Bundesliga-Absteiger und Tabellenersten VfB Stuttgart! Da macht die Spielvereingung vor über 50.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena ein richtig gutes Spiel (Teamkreis nach dem Abpfiff, Foto: Sportfoto Zink), hat mehrere verdammt sichere Torchancen. Und verliert dann doch unglücklich mit 0:2.

Pech hatte das Kleeblatt gleich zum Start der Begegnung: weiter lesen

„Alle in weiß“ in den Fürther Ronhof

Am kommenden Sonntag, 28. Juli, um 15.30 Uhr ist es ENDLICH wieder so weit: Die Spielzeit 2019/20 der Zweiten Liga startet auch für die Spielvereinigung, erster Gegner des Kleeblatts ist zu Hause der FC Erzgebirge Aue. Wie auch schon in den vergangenen Jahren hat die engagierte Fanszene in Fürth die Stadionbesucher aufgefordert, „alle in weiß“ zu kommen.

Wie das aussieht, weiter lesen

Wird Sascha Burchert ein Terrier?

Marco Caligiuri würde Sascha Burchert wohl gerne im Team behalten (Foto: Sportfoto Zink)

Die Saison 2018/19 ist zu Ende, die beiden Underdogs 1. FC Union Berlin und SV Wehen Wiesbaden sind nach den Relegationsspielen in die Bundesliga bzw. Zweite Liga aufgestiegen. Und die Traditionsvereine VfB Stuttgart sowie FC Ingolstadt müssen sich ab dem Sommer jeweils eine Liga tiefer „vergnügen“.

Die Spielvereinigung lag am Ende der vergangenen Spielzeit mit 42 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Wilde Spekulationen, wo es mit dem Kleeblatt sportlich hingehen wird, liegen aktuell ein wenig auf Eis. Kleeblattfans und Spieler erholen sich. Aber: Personell wird sich einiges tun. Ob Fabian Reese zurück zu Schalke 04 geht weiter lesen

Viele Fehler kosteten dringend nötigen Punkt

Torjubel nach dem Treffer zum 0:1 durch Daniel Steininger (Foto: Sportfoto Zink)

Der Zweitliga-Aufsteiger und potenzielle Absteiger 1. FC Magdeburg konnte heute seinen zweiten Heimsieg in dieser Saison feiern. Leider hieß der Gegner Spielvereinigung Greuther Fürth. Sonst wären der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt die drei Punkte durchaus zu gönnen gewesen.

Nach einem Bilderbuchtor von Daniel Steininger in der 11. Minute – der heute von Anfang an auf dem Platz stand – war die Stimmung bei den (mit einem Sonderzug angereisten) 850 Kleeblattfans hervorragend. Steininger durfte für Daniel Keita-Ruel auflaufen, der nach seiner Tätlichkeit und der Roten Karte im letzten Spiel für drei Begegnungen gesperrt ist. weiter lesen

Sascha Burchert als Unglücksrabe Hans Huckebein

Er war schon in der letzten Saison oft der Retter fürs Kleeblatt – hatte auch großen Anteil daran, dass Fürth der Abstieg erspart blieb -, und auch in der jetzigen Spielzeit zeigte er eine ganze Reihe von Glanzparaden: Keeper Sascha Burchert. Heute, in der Partie gegen Darmstadt 98, leistete er sich einen Lapsus, der ihn selbst wohl am allermeisten gewurmt hat. Aus unerfindlichen Gründen ließ er einen ziemlichen schwachen Schuss von Tobias Kempe erst unter seinen Armen, dann unter den Beinen durchlaufen, direkt in seinen Kasten hinein. Burchert war völlig perplex und sichtlich mehr als verärgert über dieses unnötige Gegentor (Foto: Sportfoto Zink). Ob dieser Moment der Unkonzentriertheit eine Folge davon war, dass Burchert ein paar Minuten vorher zu Boden gegangen war, nachdem Richard Magyar bei einer Abwehraktion regelrecht in den Keeper hineingeflogen war und ihn kurz außer Gefecht gesetzt hatte?

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Jedenfalls gingen die Lilien mit 1:0 in Führung (23.), was zu diesem Zeitpunkt aber insgesamt in Ordung ging. Die Spielvereinigung hatte sich bis dahin keine wirklich gute Chance herausgespielt. Weder Daniel Keita-Ruel noch Tobias Mohr, die bislang erfolgreichsten Kleeblatt Torschützen in der Spielzeit 2018/19, sorgten für einen wirklich gefährlichen Torabschluss. weiter lesen

Hält die Glückssträhne des Kleeblatts an?

Nach der Länderspielpause – die Deutsche Nationalmannschaft hat sich ja in der Nations League gegen die Niederlande und Weltmeister Frankreich leider nicht rehabilitieren können – kehren alle wieder zum „normalen“ Fußballalltag zurück. Die Spielvereinigung wird am morgigen Samstag, 20. Oktober, ab 13 Uhr auswärts bei Arminia Bielefeld antreten. Seit jeher kein leichter Gegner, die Ost-Westfalen sind für ihre Heimstärke bekannt. Die Bilanz in dieser Spielzeit 2018/19 ist allerdings nur mittelprächtig: jeweils drei Siege/Unentschieden/Niederlagen. Die Arminen rangieren aktuell mit 12 Punkten in neun Spielen auf dem 12. Tabellenplatz. weiter lesen

Wir feiern! Das Kleeblatt hat’s geschafft!

Bis zur letzten Sekunde haben wir gezittert und gehofft, dass der FC Heidenheim nicht noch ein Tor in den Kasten von Sascha Burchert donnert. Aber dank des 6:2-Sieges des Aufsteigers (und Erstliga-Aspiranten) Holstein Kiel gegen Eintracht Braunschweig und vor allem durch das superspäte Tor von SV Darmstadt 98 gegen Erzgebirge Aue (86. Minute) schließt die Spielvereinigung auch mit dem 1:1-Unentschieden die Saison 2017/18 auf einem glücklichen 15. Tablellenplatz ab. Keine Relegation gegen den gefürchteten Karlsruher SC. Kein Abstieg in die Dritte Liga. Einfach Erleichterung. Der Verein, die Spieler (Foto nach dem Tor von Julian Green, Sportfoto Zink), wir Greuther-Weiber, viele Fürther feiern jetzt. Wir mit Champagner.

Offen gesagt hat fast jeder, den man in den letzten Tagen gefragt hat, nicht mehr an den Verbleib in der 2. Liga geglaubt. „So viel kann ich gar nicht hexen“, meinte meine Nachbarin heute lakonisch, deren magische Fähigkeiten dem Kleeblatt schon so manchen Sieg beschert haben. Verkäuferinnen beim Einkaufen schüttelten nur resigniert den Kopf. Sogar manch eingefleischte Club-Anhänger drückten heute dem Erzfeind Kleeblatt die Daumen und sprangen über ihren Schatten. Und Mitarbeiter der Spielvereinigung waren (unter vorgehaltener Hand) eher skeptisch und befürchteten das Schlimmste.

Wie dem auch sei: Das Kleeblatt hat’s geschafft. Dass es nach 34 Spielen mit jeweils 90 Minuten heute am Ende auf jede Sekunde ankam, ist symptomatisch. Dass der verletzungsbedingte Austausch von Maximilian Wittek und Kapitän Marco Caligiuri in der 83. Minute eine mögliche Achillesferse der Mannschaft hätte werden können, ein Albtraum. Dass Sascha Burchert auch heute wieder absolutes Engagement zeigte und mehrere Chancen der Heidenheimer mit tollen Paraden vereitelte, sollte niemand vergessen. Und wie die angereisten Kleeblattfans lautstark ihre Mannschaft anfeuerten, das war absolute Spitze!

Die Spielzeit ist vorbei. Ein sportliches Resumée ziehen wir in unserem Greuther-Weiber-Blog erst in der nächsten Woche. Wenn wir uns wieder beruhigt haben. Und die Anspannung von uns abgefallen ist. Und wir uns dann einfach nur auf ruhige Wochen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland und dann auf einen Neustart fürs Kleeblatt in die Spielzeit 2018/19 freuen.