Faire Geste vieler Dauerkartenbesitzer

Immer mehr Dauerkartenbesitzer des Fürther Kleeblatts haben sich dazu entschieden, keinen Anspruch auf die Rückerstattung des Geldes zu stellen. Aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen wegen des Coronavirus finden bekanntlich die nächsten Spiele im Ronhof unter Ausschluss der Öffentlichkeit, also ohne Zuschauer, statt. Es sollen möglichst wenige Mitarbeiter im Stadion sein, sogar die Menge der Journalisten wurde eingeschränkt. In diesem Sinne rufen auch Fangruppen auf, keine Ersatzansprüche an die SpVgg zu stellen, sondern in solch außergewöhnlichen Situationen zusammenzustehen! Auf der Website der Spielvereinigung (Screenshot Website) wenden sich die Geschäftsführer Holger Schwiewagner und Rachid Azzouzi an die Fans.

Auch auf Facebook posten Fans, dass sie dem Verein keinen finanziellen Schaden zufügen wollen und auf das Geld verzichten. Kommentare wie Die Situation ist für alle Vereine ziemlich beschissen. Jeder ist auf die Eintrittsgelder angewiesen. Die bleiben nun aus. Und wenn dann noch Rückzahlungsansprüche geltend gemacht werden, wird’s für viele Vereine schon eng. Nicht nur für Fürth“ treffen den Nagel auf den Kopf. Auch in Italien, das ja als Sperrgebiet besonders betroffen ist, haben die Fans von Atalanta Bergamo das zurückerstattete Eintrittsgeld für das Auswärtsspiel in der Champions League beim FC Valencia gesammelt und wollen die dadurch eingenommene Summe an ein Krankenhaus in ihrer Heimatstadt spenden. Eine wirklich noble Geste!

Verlustreicher Kleeblattsieg gegen Stuttgart

Aus Sicht der Spielvereinigung könnte jedes Jahr Schaltjahr sein. Ausgerechnet am 29. Februar – der nur alle vier Jahre stattfindet – hat sie den Aufstiegsaspiranten in die Bundesliga, den VfB Stuttgart, zu Hause mit 2:0 besiegt. Ein Erfolg, der nach den letzten Spielen (zwei Niederlagen und ein Unentschieden) unerwartet kam, aber umso wichtiger ist.
Allerdings hat die Mannschaft auch grandios gespielt. Allen voran Torwart Sascha Burchert, weiter lesen

Kleeblätter beim Foulen spitze!

Vor kurzem meinte der Kommentator auf Sky bei der Übertragung eines Auswärtsspiels der Spielvereinigung, dass das Kleeblatt ja der Verein mit den zweitmeisten Fouls in der Zweiten Liga sei. Das konnte ich mir nicht vorstellen. Diese sympathischen Profis, für die Pressing – das „Unter-Druck-Setzen“, das kurzzeitige, längere oder ständige Anrennen auf den ballführenden gegnerischen Spieler, also das Attackieren des Gegners – ein Fremdwort ist. Diese netten weiß-grünen Fußballer, die auf der Sympathieskala ganz oben stehen. weiter lesen

Leistungssträhne beim Kleeblatt unterbrochen

Bei den drei letzten Spielen hat das Kleeblatt nicht mehr an die vorherigen Erfolge, das gefühlte Hoch anschließen können. Die vermeintliche Überlegenheit und Unbefangenheit vor dem Heimspiel gegen den Bundesliga-Absteiger Hannover 96 wurde mit einer 1:3-Niederlage bestraft. Bester Mann auf dem Platz im Ronhof war weiter lesen

Meyerhöfer weiterhin nicht fit

Eine gute Freundin von mir ist vor vier Jahren von Erlangen nach Fürth gezogen. Seit unserem Besuch eines Spiels im Ronhof ist sie ein gemäßigter, aber gut informierter Kleeblattfan. Seitdem Marco Meyerhöfer (Foto: Sportfoto Zink) bei der Spielvereinigung ist, schwört sie auf ihn. Gemeinsam haben wir das Derby gegen den Club im November angesehen (da war Meyerhöfer ja eine wichtige Säule im Kader). Und bei der unglücklichen Heimniederlage vergangenen Sonntag gegen den Bundesliga-Absteiger Hannover 96 war sie davon überzeugt, dass das vor allem darauf zurückzuführen war, dass Meyerhöfer wegen einer Verletzung nicht auf dem Platz war. Heute Morgen schrieb sie mir nun eine E-Mail aus ihrer Arbeit: „Guten Morgen, kurze Frage im Hinblick auf morgen: Ist Meyerhöfer wieder fit? Weiß-grüne Grüße“. Rechtsverteidiger Meyerhöfer hat sich ja beim Training Ende Januar verletzt, als er einen Schlag abbekam. Es wurde eine Muskelverletzung im vorderen linken Oberschenkel diagnostiziert.
Also: Aller Voraussicht nach steht Meyerhöfer morgen bei dem Heimspiel gegen den Spitzenreiter der Zweiten Liga – Arminia Bielefeld – nicht auf dem Platz. Genauso wenig wie Verteidiger Mergim Mavraj, der im Spiel gegen Hannover 96 verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Er hat sich eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen und wird dem Kleeblatt einige Wochen nicht zur Verfügung stehen. Die Greuther-Weiber wünschen beiden schnellste Genesung. Damit auch für meine Freundin die neu-entdeckte Fußballwelt bald wieder in Ordnung ist.

Manuel Neuer und Sascha Burchert im Pech

Die Situation in der Schlussminute beim Heimspiel gegen Hannover 96 erinnerte mich fatal an die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland: Die letzten Minuten liefen in der Kasan-Arena, die deutsche Mannschaft stürmt mit allem, was Beine hat, um das heißersehnte Tor zum Weiterzukommen zu machen. Dem Südkoreaner Young-Gwon Kim gelingt es kurz vor Schluss, das 1:0 für Südkorea zu erzielen. Daraufhin setzt die deutsche Nationalmannschaft in der Nachspielzeit noch mal alles auf eine Karte, und sogar Torwart Manuel Neuer stürmt mit nach vorne.  Aber unglücklicherweise bekommt Korea beim Konter in der 96. Minute den Ball, und Heung-Min Son schiebt nur noch ins leere Deutsche Tor ein!
Ähnlich war es auch am Sonntag im Fürther Ronhof: weiter lesen

Kleeblatt schlägt St. Pauli mit 3:0

Trotz der problematischen Anstoßzeit an einem Dienstag um 20.30 Uhr waren gestern über 9.000 Zuschauer in den Fürther Ronhof gekommen. Sie sahen beim ersten Heimspiel 2020 gegen den FC St. Pauli eine in den ersten 45 Minuten kurzweilige, in der zweiten Halbzeit nicht mehr allzu präzise Partie. Kleeblatt-Coach Stefan Leitl musste mit seinem Personal jonglieren: David Raum und Hans Nunoo Sarpei blieben erst mal auf der Bank, Mergim Mavraj war wegen seiner Adduktorenproblemen nicht im Kader.

Das Spiel startete mit Verve. Ein vermeintliches Tor des FC St. Pauli in der 17. Minute wurde nach einem Videobeweis nicht gegeben: weiter lesen

Um 20.30 Uhr geht’s beim Kleeblatt weiter!

Heute hat das Warten für Kleeblattfans endlich ein Ende. Das erste Spiel im Jahr 2020 ist ein Heimspiel und der Gegner ist spannend: Der FC St. Pauli. Der Hamburger Kiezverein ist um 20.30 Uhr zu Gast im Fürther Ronhof. Nach einer kurzen Weihnachtspause hat sich die SpVgg im Trainingslager im türkischen Belek auf die kommenden Spiele optimal vorbereitet. Die Stimmung in der Mannschaft ist (hoffentlich) gut, frische Kraft und Motivation sollten da sein.

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Optimistisch ins neue Jahrzehnt 2020

Vom Jahr 2020 trennen uns nur noch wenige Stunden. Ich hoffe darauf, dass es glücklicher und sorgenfreier, kurzum: besser wird als 2019. Das wünsche ich mir vor allem aus ganz persönlicher Perspektive.

Für die Spielvereinigung Greuther Fürth verlief das letzte Jahr teilweise kurios, aber insgesamt gar nicht schlecht. Die Partie gegen den SV Ingolstadt Ende Januar war von zwei Roten Karten und einem Elfmeter geprägt. Und endete mit einer 0:1-Heimniederlage. Anfang Februar wurde dann Trainer Damir Buric entlassen. Sein Nachfolger heißt Stefan Leitl – und der macht seinen Job richtig gut. Die Zweitligaspiele haben wir Greuther-Weiber im Februar weitgehend im Fernsehen verfolgt – Winterurlaub in der Steiermark heißt eben nicht, dass man sich auch eine Auszeit vom Kleeblatt nimmt. Der März war in unserem Blog vor allem von diesen Themen geprägt: Dem Spiel gegen den Hamburger SV, mit dem die SpVgg immer eine Rechnung offen hat. Ein Beitrag handelte vom Stellenwert des Frauenfußballs im deutschen Sport. Außerdem ging es um das Thema „Videobeweis“, das immer wieder Auslöser für hitzige Emotionen und Diskussionen ist.

Der April 2019 war dann der Monat der Unentschieden und Niederlagen. Weiter abwärts mit der Kleeblattleistung ging es Anfang Mai im Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Die Begegnung – bei toller Stimmung im fast ausverkauften Stadion im Ronhof – endete 0:4. Dadurch qualifizierten sich die Kölner endgültig für den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Versöhnlich endete fürs Kleeblatt am 19. Mai die Spielzeit 2018/19 mit einem 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli und dem 13. Tabellenrang.

Im Juni und Juli fand die Frauen-Fußball-WM in Frankreich statt. Mir gefiel der witzige Spot des Werbepartners der Frauen-Nationalmannschaft. Auf den Punkt brachten es die Fußballerinnen mit dem Satz: “ Aber weißt du was? Wir brauchen keine Eier, wir, wir haben Pferdeschwänze“.

Ende Juli startete die neue Zweitliga-Saison 2019/20. Alle Kleeblattfans sollten wieder in Weiß ins Stadion kommen – und viele nahmen sich die Aufforderung zu Herzen. Leider verlor die SpVgg gegen Erzgebirge Aue das Eröffnungsspiel mit 0:2. Pech war auch im August das Ausscheiden im Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen den Drittligisten MSV Duisburg mit einer 0:2-Niederlage. Mein Blogbeitrag über das Buch des Kleeblattstürmers Daniel Keita-Ruel wurde oft geklickt. Es kommt am 16. Januar 2020 auf den Markt – man darf gespannt sein.

Der September zeichnete sich durch mäßige Leistungen der Kleeblattprofis aus. Besonders niederdrückend war das 0:3 am Kärwa-Sonntag gegen Holstein Kiel. Da konnte auch eine Musikgruppe mit fränkischer Musik vor dem Stadttheater die Stimmung nicht mehr aufheitern. Mitte Oktober fand das Kleeblatt dann im Spiel gegen Dynamo Dresden – nach einer 0:2-Niederlage gegen den HSV (!) – wieder in die Spur. Gott sei Dank! Ende Oktober war wieder der häufig kritisierte Videobeweis Grund für Ärger und das torlose Unentschieden gegen den VfL Osnabrück. Ein schönes Geburtstagsgeschenk wurde mir mit dem 3:1-Heimsieg gegen SV Darmstadt 98 Anfang November beschert. Das Lokalderby am 24. November gegen den Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg „gewannen“ die Kleeblätter mit 0:0: Es war für Kleeblattfans lediglich ein gefühlter Sieg, es fielen leider keine weiß-grünen Tore, aber die Partei ging wenigstens friedlich über die Bühne. Bei den Spielen 16 und 17 der Saison im Dezember lief die Spielvereinigung endlich zur Hochform auf: 3:1 gegen den VfL Bochum und ein 5:1 beim Karlsruher SC. Die hervorragende Arbeit von Coach Leitl trägt inzwischen Früchte, die Spieler beweisen, dass sie auch ohne den verletzten Marco Caligiuri, einen gesperrten Maximilian Wittek und den z.T. erst spät eingewechselten Stürmer Keita-Ruel Erfolg haben. Die Chemie passt, das Konzept stimmt und die Resultate (aktuell mit 25 Punkten Tabellenplatz 8) auch. Der eine oder andere „Ausrutscher“ ist zu verzeihen… Nach der Winterpause geht es mit dem 19. Spieltag – SpVgg gegen FC St. Pauli – am Dienstag, 28. Januar 2020, um 20.30 Uhr im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer weiter.

Die Greuther-Weiber wünschen allen Teams der Spielvereinigung, den Kleeblattfans, unseren Lesern und all denen, die uns mit Tipps, Zuspruch und Anerkennung unterstützen, einen guten Rutsch. Und ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2020.

Unser Foto stammt von der Eröffnungsfeier der neuen Haupttribüne 2017 (Foto: Sportfoto Zink).

5:1 – das Kleeblatt ist in der Spur!

Heute Morgen hatte ich auf Facebook noch auf einen 3:2-Sieg der Spielvereinigung getippt. Ich sollte mich irren. Das Kleeblatt hat im  Wildparkstadion gegen den Karlsruher SC mit 5:1 gewonnen und eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt. Schon in der 19. Minute machte Branimir Hrgota sein nächstes Saisontor und setzte gleich mal ein Zeichen. weiter lesen