Lieber Club: Das schafft Ihr doch alleine !!!

Eine letzte Begegnung in dieser ungewöhnlichen Spielzeit 2019/20 steht uns noch bevor: Am kommenden Sonntag, 28. Juni, spielen alle Mannschaften der Zweiten Liga zeitgleich um 15.30 Uhr, um einen Wettbewerbsvorteil zu vermeiden. Das Kleeblatt hat sich vergangene Woche vom VfL Bochum nach einem spannenden Spiel mit einer guten Leistung 2:2 getrennt. Immerhin ein Punkt, der wichtig sein kann beim letztendlichen Verteilen der Fernsehgelder. Für den 1. FC Nürnberg war die Partie gegen den Bundesliga-Absteiger und -Wiederaufsteiger VfB Stuttgart ein Fiasko: Nach dem 6:0-Sieg in der Woche davor (gegen Wehen Wiesbaden) mussten sich die Cluberer zu Hause mit 0:6 geschlagen geben. weiter lesen

Hütet euch heute vor Serdar Dursun!

Ich befürchte, dass das heute Abend eine ganz schwierige Nummer wird. Die Spielvereinigung tritt im ersten Auswärtsspiel seit der Coronapause gegen SV Darmstadt 98 am Böllenfalltor an. Da war doch was? Stimmt: Erst vor drei Tagen hat das Kleeblatt zu Hause mit 0:2 gegen den Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück verloren. weiter lesen

Englische Wochen gehen an die Substanz

Englische Wochen haben es in sich. Um die restlichen Spiele, die wegen der Corona-Unterbrechung ausfallen mussten, alle noch bis Ende Juni stattfinden zu lassen, gibt es für die Bundesliga und die Zweite Liga harte – sprich: englische – Wochen. D.h. Fußballspiele im Abstand nur weniger Tage. Heute tritt die Spielvereinigung zu Hause (natürlich wieder ohne  Stadionbesucher) gegen den VfL Osnabrück an. Das Spiel des Kleeblatts gegen Dynamo Dresden am letzten Wochenende fiel aus, weil die Sachsen wegen positiver Corona-Testergebnisse in Quarantäne sind. Die Begegnung (27. Spieltag) wird am 9. Juni in Dresden nachgeholt.
Die vier Spiele der Zweiten Liga heute Abend werden hoffentlich von vielen TV-Zuschauern angesehen. Zeitgleich – ab 18.30 Uhr – findet nämlich das Topspiel Bayern München gegen Borussia Dortmund statt. Und ich könnte mir vorstellen, dass für einige Zweitligafans hier die Qual der Wahl besteht.
Auf jeden Fall sollte die SpVgg die Partie heute gegen den 13. der Tabelle nicht auf die leichte Schulter nehmen. Osnabrücks Profis konnten vergangene Woche mit einem Unentschieden und Punktgewinn beim Tabellenführer Arminia Bielefeld demonstrieren, dass sie nicht zu unterschätzen sind. Fürths Trainer Stefan Leitl ist dennoch optimistisch: „Wir werden alles daransetzen, um diese drei Punkte in Fürth zu behalten.“ Aller Voraussicht nach wird heute Abend auch wieder Daniel Keita-Ruel in der Startelf sein.
Schon am nächsten Freitag, 29. Mai, tritt die Spielvereinigung ab 18.30 Uhr beim SV Darmstadt 98 im Merck-Stadion am Böllenfalltor an.

Geisterspiel gegen HSV ohne Maskottchen Eddy

Bei den Geisterspielen, die ab dem kommenden Wochenende in der Ersten und Zweiten Bundesliga stattfinden werden, muss man leider auf Vereinsmaskottchen verzichten. So bekommt z. B. auch Geißbock Hennes IX. die Corona-Auswirkungen zu spüren. Weil das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga ein Maskottchenverbot vorsieht, muss der Bundesligist 1. FC Köln am Sonntag im Spiel gegen den FSV Mainz 05 erstmals seit 2008 ein Spiel ohne seinen Glücksbringer bestreiten.
Die medizinische Taskforce der DFL hat einen umfangreichen Hygieneplan entworfen. Das Papier regelt enorm viele Details zu Infektionsschutz, Organisation und Abläufen, unter vielem anderen:

  • personalisierte Getränkeflaschen
  • kein gemeinsames Einlaufen
  • kein Maskottchen
  • kein Mannschaftsfoto
  • mehr Kabinen
  • Fieber-Fragebögen für Kameraleute und Techniker
  • einheitliche Raumtemperatur in den Hotels
  • Spieler putzen ihre Schuhe selbst

Das gleiche Schicksal wie Geißbock Hennes ereilt dann natürlich auch das Kleeblatt-Maskottchen Eddy (Fotos: Sportfoto Zink). Der grüne Drache, der sich während der Heimspiele immer am Spielfeldrand aufhält und sich über Tore der Spielvereinigung freut, muss am kommenden Sonntag, 17. Mai,  ab 13.30 Uhr beim Heimspiel gegen den Hamburger SV zu Hause bleiben. Hoffen wir mal, dass das Kleeblatt die ungewöhnliche Partie trotzdem gewinnt.

Markus Söder: So kann man Fußballvereine retten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (Foto: Stefan Hippel) hat Bundesliga-Profis dazu aufgerufen, auf Millionen zu verzichten, um ihren Vereinen in der Corona-Krise zu helfen. Seiner Ansicht nach sei das momentan nicht die zentrale Aufgabe der Politik: „Ganz ehrlich: Es ist nicht die wichtigste und vordringlichste Aufgabe jetzt, dafür zu sorgen, dass die Profivereine wirtschaftlich überleben können“, so Söder in einem Live-Interview der „Bild“-Zeitung. Wichtiger sei nun die Sicherstellung der medizinischen Versorgung.
„Ich fände es in Ordnung, wenn Spieler, die ganz große Gehälter bekommen, zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes gegenüber ihrem Arbeitgeber, ihren Vereinen, ein bisschen zurückhaltender wären mit dem Geld“, erklärte Söder, nachdem er am Montagmorgen den Katastrophenfall für das Land Bayern ausgerufen hatte. Um die Phase jetzt zu überbrücken, sei Solidarität nicht nur von den Vereinen, sondern auch von den Spielern gefragt. „Deswegen wäre vielleicht jetzt mal die Idee, dass da jeder seinen Beitrag macht, damit sein Verein, die Liga und der Sport auch dann wieder stattfinden kann, wenn – so hoffen wir – die Krise überwunden wurde.“

Der Geschäftsführer Christian Seifert  der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte am Montag nach der Krisensitzung der Profiklubs in Frankfurt/Main im Hinblick auf das Coronavirus die existenziellen Sorgen der Vereine betont. Es ginge für viele mittlere und kleine Vereine in der Bundesliga und Zweiten Liga ums Überleben, Zehntausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, wenn die Medien-Einnahmen, Sponsorengelder und Zuschauereinnahmen wegbrechen sollten. Nach der Mitgliederversammlung hatte die DFL am Montag bekanntgegeben, dass die beiden Ligen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens 2. April unterbrechen.

Auch für die Spielvereinigung würde es bei einer längeren Phase von Spielaussetzungen finanziell eng. „Der Fußball und die ganze Gesellschaft müssen in dieser außergewöhnlichen Situation fest zusammenstehen. Mehr denn je“, so Geschäftsführer Holger Schwiewagner auf der Website der SpVgg. „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Letztlich können wir alle nicht genau abschätzen, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt“, meint Rachid Azzouzi, der Geschäftsführer Sport.

Auch FC-Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte auf die finanziellen Einbußen der Klubs aus der Ersten und Zweiten Bundesliga hingewiesen. Ausbleibende TV-Gelder sorgen durch die Zwangspause für große Löcher in den Etats. „Wenn diese Zahlung ausbleiben würde, wäre zu erwarten, dass zumindest viele kleine und mittlere Vereine finanzielle Probleme kriegen würden“, sagte er. Es stehe außerdem schon „ein größer dreistelliger Millionenbetrag im Feuer“.

Im Kleeblatt-Tor hat’s zu oft geklingelt

Teamkreis der Mannschaft vor Spielbeginn gegen Union Berlin (Foto: Sportfoto Zink)

Am kommenden Sonntag, 19. Mai, ist um 17.30 Uhr die Spielzeit 2018/19 für die Zweite Liga Geschichte. Der letzte Gegner der Spielvereinigung heißt FC St. Pauli. Der Ronhof wird aller Voraussicht nach super besucht sein, es gibt aber natürlich noch Karten. Übrigens: Das Wetter ist auch gut vorhergesagt.

Die Saison war für das Kleeblatt – dezent formuliert – eher durchwachsen. Es startete einigermaßen vielversprechend, gewann nie hoch, spielte mehrmals unentschieden. Kleeblattfans kamen erstmalig etwas ins Grübeln, als Mitte November… weiter lesen

Klassenerhalt endlich geschafft!

Die Mannschaft vor dem in grünen Rauch getauchten Kleeblatt-Fanblock (Foto: Sportfoto Zink)

Um es gleich vorwegzunehmen. Die Spielvereinigung hat heute den Klassenerhalt in der Zweiten Liga geschafft. Das 1:1-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue bescherte dem Kleeblatt 39 Punkte, da kann jetzt am letzten Spieltag zu Hause nichts mehr passieren.

Dass Grün die Farbe von Fürth und des Vereins ist, das demonstrierten die angereisten Fans eindrucksvoll vor dem Spiel. Und dann startete die Partie vielversprechend, ein Tor von Julian Green in der 16. Minute ließ die Herzen der Kleeblattanhänger höher schlagen. Aber der schnelle Ausgleich der Veilchen (20. Spielminute) holte alle auf den Boden der Tatsachen zurück. weiter lesen

Kölner Wiederaufstiegsparty im Ronhof

Es hätte so ein schönes Fußball-Fest werden können: Trotz des unwirtlichen Wetters herrschte gute Laune im Ronhof vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga, den 1. FC Köln. Was auch daran lag, dass die Gäste aus der Domstadt in Scharen angereist waren und schon vor der Partie Karnevalsstimmung verbreiteten. Für die meisten von ihnen stand von vornherein fest: Ihr „Effzeh“ würde am Ende des Abends als Wiederaufsteiger in Liga Nummer eins nach Hause fahren. Da dem Favoriten dafür aber auch ein Unentschieden gereicht hätte, konnte man sich als Kleeblattfan  zumindest Hoffnungen auf ein Remis machen, das der Spielvereinigung schließlich den Verbleib in der Zweiten Liga gesichert hätte. Und wer weiß – manchmal hat ja auch der Underdog Chancen auf einen Sieg, wenn es gut läuft.

Doch das tat es von der ersten Spielminute an nicht. Stefan Leitl konnte eigentlich nur eine zweite Garnitur gegen die Rheinländer aufbieten. Das Kleeblatt ohne Maxi Wittek, ohne die gesperrten Fabian Reese und Daniel Keita-Ruel – das verhieß nichts Gutes. Und so kam es, wie es kommen musste: Schon in der 8. Spielminute geriet Fürth durch einen Treffer von Jhon Cordoba (Foto: Sportfoto Zink) in Rückstand. Eine unglückliche Aktion von Daniel Steininger bescherte den Gästen das 2:0 (20.), und Cordoba gelang per Kopfball noch kurz vor dem Pausenpfiff das 3:0 (41.). Da war die Sache eigentlich schon gegessen.

Der Spielvereinigung gelang praktisch nichts an diesem Abend, die 12.500 Zuschauer – von denen ein Großteil aus Köln-Fans bestand – konnten von Beginn an verfolgen, wie eine Spitzenmannschaft der Zweiten Liga ein ersatzgeschwächtes Team nach allen Regeln der Kunst vorführt. Der Fürther Keeper Sascha Burchert verhinderte letztlich, dass es nach einem dritten Treffer von Cordoba (65.) beim 4:0 für Köln blieb und dessen Triumph nicht noch höher ausfiel.

Während von den Rängen Kölner Karnevalslieder zu hören waren und „Nie mehr Zweite Liga, nie mehr, nie mehr“ erklang, musste sich das Kleeblatt nach dem schwächsten Auftritt seit Wochen am Ende Pfiffe von den eigenen Fans gefallen lassen. Und: Es muss weiter zittern – das Gespenst eines drohenden Abstiegs geht noch immer um. Deshalb braucht es beim Auswärtsspiel am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr gegen Erzgebirge Aue unbedingt einen Sieg!

Gerechtigkeit mit Videobeweis?

Schiedsrichter Christian Dingert zeigt Julian Green die gelb-rote Karte

Jeder von uns kennt die Bilder aus dem Endspiel bei der Fußball-WM 1966 im Wembley-Stadion: War der Ball in der 101. Spielminute über der Linie des deutschen Tores von Keeper Hans Tilkowski gegangen? Oder doch nicht? Der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst entschied nach Rücksprache mit Linienrichter Tofiq Bəhramov auf Tor. So wurde England Weltmeister und den Deutschen der zweite Titel nach 1954 verwehrt. Das wäre vielleicht ganz anders gelaufen, hätte es da schon den Videoassistenten gegeben.

Der Videobeweis ist die Nutzung einer Videoaufnahme zur Tatsachenentscheidung eines Schiedsrichters. Zur Saison 2017/18 wurde er in der deutschen Bundesliga eingeführt, in Russland 2018 kam der Videobeweis bei einer Fußball-WM zum ersten Mal Einsatz. Ab der kommenden Spielzeit wird nun also auch die 2. Liga folgen. Strittige Szenen werden dann im „Kölner Keller“ (Video-Assist-Center, VAC) überprüft. Die Torlinien-Technik wird es in der zweiten Liga aber weiterhin nicht geben.

Auch beim Kleeblatt waren (falsche) Schiedsrichterentscheidungen in dieser Saison ein Aufreger. Ich erinnere an Gegentore aus dem Abseits beim 1. FC Köln und Union Berlin und den fragwürdigen Platzverweis für Julian Green im Spiel gegen den Hamburger SV (Foto: Sportfoto Zink).
Die Spielvereinigung muss für die Einführung des Videobeweises tief in die Vereinskasse greifen. Die Zweitligaklubs nehmen mindestens 180.000 Euro Mehrkosten pro Saison auf sich und müssen außerdem in Glasfaserkabel investieren. In den wenigsten Arenen der 2. Liga ist die Technik vorhanden, die für eine reibungslose Übertragung der Bilder nach Köln ohne zeitliche Verzögerung sorgen kann.

Von Fußballfunktionären und Fans wird der Videobeweis allerdings durchaus kritisch beurteilt. Es kam vor, dass er in das Geschehen eingriff, ohne dass eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters vorgelegen hatte. Auch die zum Teil lange Dauer, bis eine Spielsituation abschließend bewertet wurde, ist Gegenstand der Kritik. Wird man bei Toren in Zukunft erst dann enthusiastisch jubeln dürfen, wenn der Videobeweis für Anerkennung eines Treffers gesorgt hat? Und wird dann spontane Begeisterung bald nicht mehr in den Stadien zu beobachten sein?

Noch eine Rechnung offen

Pierre-Michel Lasogga und Sascha Burchert beim Smalltalk (Foto: Sportfoto Zink)

Der Hamburger SV ist seit dem ersten Abstieg in seiner Vereinsgeschichte natürlich vollkommen darauf fixiert, in der Spielzeit 2019/20 wieder erstklassig zu sein. Das ließ sich anfangs auch gut an. Zu behaupten, dass der Hamburger Traditionsclub aktuell sportlich ein wenig in der „Krise“ist, wäre Jammern auf hohem Niveau. Der Mitabsteiger – der 1. FC Köln – rangiert an der Tabellenspitze, mit nur einem Punkt Rückstand folgen Union Berlin und der HSV. Der Lokalrivale FC St. Pauli ist allen mit nur einem Punkt Abstand dicht auf den Fersen.

Das Kleeblatt geht heute Abend mit einer gewissen Anspannung auf das Spielfeld. Immerhin: Es ist seit dem Wechsel zu Trainer Stefan Leitl noch ungeschlagen (1 Sieg, 2 Unentschieden) und holte fünf von neun möglichen Punkten. Das erste Aufeinandertreffen der SpVgg mit dem HSV in der Zweiten Liga im September vergangenen Jahres endete unentschieden mit 0:0.

Unvergessen ist natürlich das mit 0:1 unglücklich verlorene Spiel im September 2013, als Hamburgs Stürmer Pierre-Michel Lasogga das Kleeblatt aus dem DFB-Pokal kickte. Ihm war auch das 1:1 im Mai 2014 zu „verdanken“, als die SpVgg die Relegation gegen den HSV nicht gewinnen konnte und damit den Wiederaufstieg in die Bundesliga verpasste.
Lasogga wird auch heute Abend auf dem Platz stehen. Vielleicht schafft es das Kleeblatt, sich endlich für vermasselte Chancen zu revanchieren? Es wird also spannend. Um 20.30 Uhr ist Anpfiff im Hamburger Volksparkstadion.