Reaching Africa

Nun habe ich ja schon einige Flugmeilen in meinem Leben abgeflogen, aber der Blick von oben auf die Welt da unten ist immer wieder beeindruckend. Südeuropa, Mittelmeer und dann der afrikanische Kontinent. Mit meiner Country/Folk Sendung im Ohr trafen wir das Festland, irgendwo im Grenzbereich Ägypten/Libyen. Dann über den Sudan weiter nach Addis Abeba. Bei der Landung liefen die Einstürzenden Neubauten mit “Die Wellen” von ihrem grandiosen Album “Alles wieder offen”. Ein perfektes Lied vor dem Schauspiel des glitzernden Lichtermeeres. Direkt davor Kraftwerk mit ihrer bahnbrechenden Platte “Mensch Maschine”. Beide Scheiben waren im Lufthansa Audio Angebot unter “Milestones” zu finden. Und dem kann ich nur applaudierend zustimmen. Diese beiden Platten sind Meilensteine der Musik, wie viele andere Alben dieser beiden Gruppen.

Es ist beeindruckend und auch komisch, Afrika zu erreichen. Denn da unten spielt sich so einiges ab. Man denkt an die Bilder aus den Nachrichtensendungen, an die Berichte über die Kampfhandlungen, die Aufstände, den Widerstand, die Gewalt, die Flucht und Vertreibungen, die Not, das Elend….aber auch die Hoffnung, an den Willen zu siegen, die brutalen Regime zu stürzen, an die lange Zeit vom Westen gestützten Diktatoren Mubarak und Gaddafi. An die Ohnmacht des Westens. Man fliegt drüber weg. Und man landet in der äthiopischen Hauptstadt. Ein Flughafen sowjetischer Bauart. Der hat so viel Charme wie die Plattenbauten auf der Karl-Marx-Allee in Berlin, quadratisch, praktisch, gut. Doch es geht weiter Richtung Süden, nach Ruanda. Ein Land im Herzen Afrikas, das auch im Jahr 17 nach dem Genozid noch immer versucht, einen Weg zu finden.

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