Republikaner tief gespalten

Wie schnell die Zeit vergeht. Vor einem Jahr erst wurde Präsident Barack Obama zum zweiten mal im Amt vereidigt. Doch das ist lange her, nunmehr blickt man nach vorne. Wer wird 2016 kandidieren, auf der demokratischen und auf der republikanischen Seite. Namen fliegen durch die Gegend, doch bislang hat noch keiner der möglichen Kandidaten reagiert und seine ernstzunehmende Absicht kund getan.

Einer dessen Namen ganz heiß gehandelt wird, ist Rand Paul. Sein Vater Ron Paul kandidierte regelmäßig, doch immer aussichtslos. Sein Sohn hingegen, ein junger, dynamischer, intelligenter und durchaus zielorientierter Politiker, hat das Zeug für mehr. Bis ins Weiße Haus wird es nicht reichen, dafür kritisiert Paul zu sehr die eigenen Reihen, gerade das Establishment der Republikaner. Rand Paul fordert eine grundlegende Reform innerhalb der Partei. Man müsse endlich davon weg kommen, nur über Steuern zu sprechen, fordert er. Vielmehr solle sich die republikanische Partei damit profilieren, dass sie für die Grund- und Zivilrechte eintritt. Rand Paul machte das, was er damit meint, in dieser Woche. Er verklagte Barack Obama wegen der NSA Affäre und der massiven Verletzung der Bürgerrechte.

Auch will der Senator aus Kentucky offener auf Afro-Amerikaner und  Hispanics zugehen und erklären, dass „Big Government“ immer zu Lasten der Minderheiten geht. Der „War on Drugs“, der Krieg gegen die Drogen haben vor allem diese beiden Bevöllkerungsgruppen kriminalisiert. Das sei unvereinbar mit der republikanischen Partei und deren Politik. Zumindest in den Augen von Rand Paul. Doch der Jungsenator ist ein Außenseiter in den eigenen Reihen. Seine Vorschläge gelten als zu radikal, zu kompromisslos. Und doch, Rand Paul zieht immer mehr junge Wähler an, die endlich eine andere Politik verlangen. „Ich glaube, Republikaner werden in meinem Leben keine Präsidentschaft mehr gewinnen, es sei denn, es wird eine neue GOP, eine neue Republikanische Partei geben“, meinte Paul kürzlich in einem Interview. „Und es muß eine Umwandlung sein, nicht nur ein bisschen Gezupfe an den Rändern“. Solche Aussagen kommen an. Man kann gespannt sein, wie er sich im Wahlkampf 2016 positionieren wird. Ernstzunehmen ist er, auch wenn er am Ende wohl keine Chance haben wird, auf die Zielgerade zum Weißen Haus einzuschlagen.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *