„Wag the dog“

Es gibt diesen Hollywood Spielfilm mit Dustin Hoffmann, Robert de Niro und Ann Heche „Wag the dog“. Darin ist der amerikanische Präsident in einen Sexskandal verwickelt und um die Medien abzulenken wird ein Krieg mit Albanien vom Zaun gebrochen. Das erinnert sehr an Bill Clinton, der auch auf dem Höhepunkt der Lewinsky „Blue Dress“-Affäre serbische Stellungen im Balkankrieg bombardieren ließ.

Nun haben wir 2020 und Donald Trump ließ mal kurzerhand ein paar gezielte Raketen auf ein iranisches „Target“ in Bagdad abfeuern, den „schlimmsten Terroristen“, wie er es umschreibt. Und das im Alleingang, ohne den Kongress zu informieren, zumindest nicht die Demokraten, die eigentlich in solch eine Entscheidung eingebunden werden sollten. Damit brachte er die Welt einen Krieg näher, entzündete eine weitere Lunte in der Region und erteilte dem Anliegen Frieden zu schaffen einen Bärendienst. Die Folgen sind noch nicht absehbar. Man kann nur rätseln und hoffen, dass es da in Teheran und in Washington noch ein paar kluge Köpfe gibt, die Hinterzimmerdiplomatie verstehen.

Interessant ist bei diesem gezielten US Anschlag, dass Donald Trump sich gerade in einem Impeachment Verfahren befindet, dazu kocht der Wahlkampf hoch und immer mehr Details über Trump und seine Geschäfte kommen ans Licht. Da erscheint es schon sehr seltsam, dass Trump selbst seinem Vorgänger Barack Obama 2011 und 2012 in mehreren Tweets vorwarf, einen Krieg mit dem Iran beginnen zu wollen, um seine Wiederwahl zu garantieren. Man kratzt sich in den USA nur noch am Kopf über das, was hier gerade passiert. Verstehen kann das niemand mehr.

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