OMG – OH MEIN GOTT!

Jeden Morgen frage ich mich, ob Donald Trump es mal wieder schafft, seine Äußerungen und Tweets vom Vortag noch zu toppen. Heute war es mal wieder so weit. Trump macht einen auf Kulturkrieger, wohlgemerkt, er verteidigt die Kultur eines weißen, rassistischen Amerikas, in dem die Ureinwohner problemlos „Redskins“, Rothäute genannt werden dürfen. So kann man den obigen Tweet lesen, denn der Präsident möchte ja, dass das Football Team in Washington seinen Namen beibehält.

Er übergeht da einfach den jahrelangen Protest der „Native Americans“, die immer wieder und immer wieder lautstark die Namensänderung von professionellen Sportsteams, genauso wie von High School und College Teams fordern. Trump scheint in seiner Blase in Washington DC nicht mitzubekommen, dass eine breite Diskussion auch darüber im ganzen Land vorangetrieben wird. Er denkt nur an seine kleine Wählerbasis, die mit der Umbenennung von Mannschaften, Kasernen und dem Abbruch von Statuen konförderierter Generäle größte Probleme hat. Trump meint, das sei eine Um- und Neuschreibung der amerikanischen Geschichte.

Doch damit hat das nichts zu tun. Niemand schreibt die Gechichte um, vielmehr geht es darum, wie man mit der Geschichte umgeht. Amerika war und ist ein von einer weißen Sichtweise bestimmtes Land. Weiße haben die Geschichte geschrieben, doch Amerika ist kein weißes Land (mehr). Das sollte nun auch endlich im Weißen Haus und in Washington ankommen. In manchen Bundesstaaten, wie Kalifornien und Texas, sind „Caucasians“ nicht mehr in der Mehrzahl. Doch wer kennt in diesem als „Melting Pot“ gefeierten Land die Geschichte und die Sichtweisen von afroamerikanischen Communities, von den Hispanics, den „Native Americans“, den Asian-Americans? #45 maßt sich in seiner selbstverliebten Arroganz an, genau zu wissen, was jemand mit einer anderen Hautfarbe fühlt und denkt. Trump vertritt ein von Weißen dominiertes, doch längst vergangenes Amerika, das nie fair, offen und gerecht war. Das Festhalten daran, eben auch durch solche unsäglichen, ja, rassistischen Tweets, darf nicht aus dem Weißen Haus kommen. Denn der Präsisdent der Vereinigten Staaten ist eben nicht nur der Präsident seiner Wähler, sondern aller Amerikaner. Auch wenn das in diesen Tagen nur sehr schwer vorstellbar ist.

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