Megalomaniac, Deutschland, Redukt….und dann noch Cheri Cheri Lady

2020 wird ein Konzertjahrt. Da freut man sich als langjähriger Moderator einer Radiosendung, in der nur Musik aus deutsch(sprachig)en Ländern gespielt wird. Die Schweiz kam ursprünglich wegen den Elektroklängen von Yello und Österreich wegen dem abstrusen Rocktheater von Drahdiwaberl mit dazu. In 24 Jahren konnte ich hier einige Bands aus meinen Playlisten live rleben.

Im Jahr 2020 geben sich gleich drei große Namen aus der deutschen Musikszene die sprichwörtliche Klinke in die Hand. Und das sind nicht irgendwelche Bands, das sind die Großen ihres Genres, die in den USA eine riesige Fangemeinschaft hinter sich haben. Im Juli werden KMFDM aufpielen, sie touren mit Ministry und Front Line Assembly einmal quer durchs Land. Wer die Band nicht kennt, hat etwas verpasst, denn KMFDM ballern seit 35 Jahren ihren ultimativen und kompromisslosen Beat unter die Fans. Live sind sie grandios. Sie gelten als Pioniere des harten Metal-Industrial Sounds. Ein absolutes Muss.

Kurz darauf dann sind Rammstein an der Reihe. Sie haben zum ersten Mal eine Stadiontour ausgerufen, die sie in acht US Städte, nach Montreal und Mexiko City bringen wird. Und zwischen den Terminen sind noch weitere offene Tage, die zu Folgekonzerten führen könnten. Der Hype online ist riesig für die „German Boygroup“, wie sie mir mal von einem weiblichen Fan beschrieben wurden. Und Rammstein live, ein wahres Freudenfest. Was sie auf ihrer Europatournee gezeigt haben, läßt Spannung auf dieser Seite des Atlantiks aufkommen.

Im Oktober dann treten die Einstürzenden Neubauten mit einer neuen Platte im Gepäck die Reise nach Übersee an. Sie haben „The Year Of The Cat“ ausgerufen und zehn Konzerte einmal quer durchs Land gebucht. Es beginnt in Los Angeles und endet in Philadelphia. Die Neubauten sind zweifellos eine der wichtigsten deutschen Bands, denn sie haben mit Klangexperimenten und Klangideen durchaus die Grenzen der Hörgewohnheiten verschoben.

Neben diesen drei kommen noch einige weitere deutsche Gruppen in die USA. Da ist vor allem die SXSW in Austin Texas, alljährlich fördert da die Initiative Musik Auftritte von deutschen Bands, Musikern und Musikerinnen. Das ganze ist als Einstieg in den US Markt gedacht. Etliche der Teilnehmer zieht es nach den Auftritten in Austin noch für weitere Konzerte in den Westen der USA.

Und dann gibt es da auch so seltsame Auftritte, die eigentlich kein Mensch braucht. Denke ich mir zumindest, aber ja, Geschmack ist immer so eine Sache. Ich glaube, wenn David Hasselhoff in Deutschland Erfolg haben kann, dann sollte das auch für Thomas Anders in den USA möglich sein. Zumindest kann ich von mir behaupten, dass in fast 24 Jahren mit Radio Goethe kein einziges Mal Modern Talking in meiner Sendung lief. Das ist doch schon mal was. Aber noch besser, ich bekam auch kein einziges Mal einen Hörerwunsch dahingehend. Da lobe ich mir meine Hörerinnen und Hörer. Na, Modern Talking kommen ja nicht ganz, nur Thomas Anders, der damals mit seiner riesigen Nora Kette um den Hals „Cheri Cheri Lady“ trällerte. Und als Unterstützung bringt er Sandra mit. Gleich sieben Konzerte sind geplant: San Jose, 2x Burbank, Chicago, Elizabeth, NJ, New York und Boston.

Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mal in einen Beitrag KMFDM, Rammstein, Einstürzende Neubauten, Modern Talking und Sandra unterbringen kann. Wahrlich verrückte Zeiten. Es steht einiges an Konzerten in diesem Jahr an. Das nächste kommt schon in dieser Woche für mich. Laurie Anderson spielt mit Mike Patton (Faith No More) im SF Jazz Center. Und dieses Zusammenspiel kann ich mir einfach nicht entgehen lassen.

“Don’t worry, be happy”

Das Ojai Valley.

Wenn man auf dem 101 von Los Angeles nach San Francisco fährt, kommt gleich hinter Ventura die Abfahrt nach Ojai. Unbedarfte Kalifornienreisende lassen meist das Hinweisschild rechts liegen. Doch den Abzweig sollte man durchaus einmal nehmen. Auf dem Highway 33 geht es an Casitas Springs vorbei, hier lebte einmal Johnny Cash und dann, nach weiteren 15 Meilen, ist man da. An einem Ort, der von vielen als spirituelles Zentrum mit einer besonderen Energie, einem Vortex, geschätzt wird. So ähnlich wird auch über Sedona in Arizona gesprochen.

Ojai kommt aus der Sprache der Chumash und bedeutet “Nest”. Die Kleinstadt liegt in einem Tal am Fuße des “Los Padres National Forest”, einem riesigen, fast 8000 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet, das von Ventura bis nach Monterey County reicht. Ojai ist so eine Stadt, die kaum einer kennt, doch wer schon mal dort war, der verliebt sich in diesen Ort. Hier leben Schauspieler und Filmschaffende, es ist ein Ort der von Citrusplantagen geprägt ist, doch vor allem ist Ojai ein besonderer, ja spiritueller Ort. Man muss nur durch den kleinen Ort fahren, so viele religiöse Gruppen und Organisationen, Kirchen verschiedenster Richtungen, eine Synagoge und Glaubensgemeinschaften aller Art findet man in dieser Dichte wohl selten. Und alle koexistieren mit- und nebeneinander.

Also, irgendwas muss wohl dran sein an dieser Geschichte vom besonderen Energiezentrum in diesem Ost-West Tal. “Ich weiss auch nicht genau, was es ist”, meint Johnny Johnston der Bürgermeister der Kleinstadt. “Ich sage den Leuten immer, wenn sie über Ojai reden, das wirkliche Ojai ist das, in das man sich beim ersten Mal verliebt hat. Und das ist nicht das Ojai, vom dem die sprechen, die seit 50 Jahren hier leben. Wir haben also alle ein unterschiedliche Version davon. Für alle Neuankömmlinge ist es toll, die, die schon länger hier sind sehen die Veränderungen. Und es verändert sich, wie überall auf der Welt.”

Und die Spiritualität ist keine neumodische Geschäftsmacherei, denn Ojai hat seit fast 100 Jahren religiöse Gruppen angezogen. Schon 1926 zog das theosophische Krotona Institut aus dem hektischen Hollywood nach Ojai, um hier Ruhe zu finden. Das Anwesen dieser theosophischen Gemeinde findet man kurz vor dem Ortseingang. Das Gelände wirkt wie ein Park, offen gehalten, Nachbarn gehen hier viel spazieren. Eine erfüllende Ruhe umgibt den Besucher. Maria Parison ist die Leiterin der Krotona Schule, einer Fortbildungseinrichtung für Erwachsene. Sie verweist auf Annie Besant, eine der Gründerinnen des Krotona Instituts. Hier in Ojai, so Parison, hätten sie und ihre Mistreiter vor fast 100 Jahren genau das gefunden, was ihre Gemeinde suchte: “Es hatte eine besondere Energie und sie fühlte, dass dieser Ort für die zukünftigen Generationen eine besondere Rolle spielen wird. Das, was hier passiert, würde zu mehr Menschlichkeit im ganzen führen. Zumindest würden wir hier unseren kleinen Teil dazu beisteuern.” Maria Parison ist eine ältere Dame, die vor 15 Jahren mit ihrem Mann, einem Manager in der Autoindustrie aus dem Mittleren Westen hierher zog. Ihr Mann verstarb vor drei Jahren, doch Maria blieb. Sie führt mich über das Gelände, durch einen theosophischen Park, in dem die Zeichen vieler Religionen zu finden sind und hier bildlich friedlich nebeneinander existieren.

Guru Prasad ist für die Anwohner zuständig, er lebt seit fünf Jahren in Ojai, kennt die Kleinstadt jedoch schon lange durch viele Besuche: “Wir glauben, dass wir nicht das absolute Recht auf die Wahrheit haben. Wahrheit ist etwas Individuelles und jede Person muss das für sich finden. Wenn wir das also glauben, dann müssen wir auch annehmen, dass andere Menschen andere Neigungen, Ideen, Philosophien haben. Denn ich habe nicht das Recht, dass das, was ich fühle der einzig wahre Weg in der Welt ist.”

Die Terrasse des Hauses von Krishnamurti.

Schon vier Jahre vor dem Krotona Institut siedelte sich der indische Philosoph und Theosoph Krishnamurti in Ojai an. Das Haus, in dem er lebte gehört heute der Krishnamurti Stiftung in Amerika. Es liegt am Fuße des Topa Topa Berges, am anderen Ende von Ojai. Dort treffe ich Michael Krohnen, einen Deutschen, der in den 70er Jahren den Ruf bekam, als Koch für den indischen Philosophen zu arbeiten, und das, obwohl er gar nicht kochen konnte. Seitdem lebt Krohnen in Ojai. Beim Gespräch sitzen wir auf der Terrasse des kleinen Hauses, in dem Krishnamurti wohnte, wenn er hier war. Michael Krohnen deutet auf einen Baum gleich neben dem einstigen Wohnhaus Krishnamurtis: “Dieser Pfefferbaum spielte eine gewisse Rolle im Leben Krishnamurtis. Eines Nachmittags sass er unter diesem Pfefferbaum und hatte ein sehr starkes Erlebnis….eine Erleuchtung, dass alles Leben eins ist. Ein paar Tage später schrieb er darüber, dass er eins mit der ganzen Welt war, mit dem Gras und der kleinen Ameise und auch dem Auto, das vorbeifuhr. Er war das alles, so empfand er das.”

Zurück in den Ort. In einer Seitenstrasse liegt das Haus von Kristan Altimus. Sie zog vor 18 Jahren hierher, für sie war Ojai schon von Kindheit an ein großes Lebensziel. Im Fernsehen liefen damals die Fernsehserien “Bionic Woman” und “Six Million Dollar man”, die beide in Ojai spielen. “Der Name Ojai (Nest) fühlte sich nach Zuhause an. Es ist nicht nur ein spiritueller Ort, es ist auch ein beseelter Ort. Deshalb liebe ich Ojai. Der Boden hier erdet mich. Ich glaube, wir alle fühlen Spiritualität als ein Weiterkommen. Ojai hilft mir dabei.”

Im Gongbad sich fallen lassen.

Kristan Altimus hat sich in ihrem Garten einen Traum erfüllt. Ein Gong-Studio, ein kleines Häuschen, in dem acht Gongs hängen, der größte mit gut einem Meter Durchmesser. Hier begongt sie andere, eine spirituelle Reinigung, ein Loslassen, eine gedankliche Leere schaffen. Man liegt auf einer dünne Matte auf dem Boden und läßt dieses Klangbad mit seinen Soundwellen über einen hinwegrollen. Für Altimus ist klar, Ojai ist ein Ort, an dem man eine besondere Energie spüren kann: “Vortexes entstehen durch diese Energie Linien um die Welt. Dieses Tal, das “Ojai Valley” ist etwas besonderes in der Welt, zehn Meilen lang und es geht von Ost nach West. Es gibt auch einen Vortex, der die Menschen ausspuckt. Ich meine damit, wenn du nach einem Ort suchst, an dem es Action gibt, an dem man gesehen wird, dann ist das hier nichts für dich. Hier ist es ein ruhiges Leben. Wer hierher kommt, der erfährt, wie entspannt er hier ist.”

Und da ist was dran. Selten kann ich zur Ruhe kommen, Langeweile kenne ich nicht, zu tun, zu sehen, zu lesen gibt es für mich als Journalisten immer etwas, Abschalten ist für mich schwer. Doch in Ojai ist das ganz anders. Ich kenne den Ort seit mehr als 25 Jahren, bin regelmässig dort. Und immer wieder merke ich, dass es für mich zu einem Platz geworden ist, an dem ich durchatme, innerlich zur Ruhe komme und ja, dieses sprichwörtliche Entschleunigen für mich schaffe, einfach ein paar Gänge zurückschalten kann.

Ganz bewusst wurde mir das hoch droben auf dem Berg, in Upper Ojai. Gleich neben dem früheren Haus von Schauspieler Larry Hagman, das nun der abgeschotteten Scientology Church und ihrem umstrittenen Drogenentzugsprogramm Narconon gehört, findet man “Meher Mount”. Es ist ruhig hier oben auf dem Berg, die Aussicht einfach spektakulär. Man sieht vor sich den Pazifik und die Channel Islands in rund 60 Kilometern Entfernung, hinter einem ragt der „Los Padres National Forest“ mit Topa Topa Mountain auf. Am späten Nachmittag kann man den “Pink Moment” erleben, wenn der Berg sich rosa färbt. Eine seltene Ruhe ist hier zu finden, kein Laubbläser, kein Autoverkehr. Nur Stille. Meher Baba sagte von sich, er sei der Avatar auf Erden, die Reinkarnation von Gott, wie vor ihm schon Zarathustra, Rama, Krishna, Buddha, Jesus, und Mohammed.

Die Weitsicht vom Meher Baba Mount.

Ginger Glasky und ihr Mann Buzz Glasky waren die “Caretaker”, die Verwalter und Betreuer dieses riesigen Grundstückes. Im Sommer beendeten die beiden Rentner nach fünf Jahren diese unbezahlte Aufgabe und zogen weiter nach Arizona. “Meher Baba hatte einst seinen Jüngern aufgetragen, einen Ort etwa eineinhalb Stunden außerhalb einer Großstadt zu finden, an dem er ausruhen könne, wenn er in den Westen der USA reise”, erzählt Ginger Glasky. Das sei 1946 gewesen. Zum ersten Mal sei er erst im Jahr 1956 hier gewesen. “Dieses Grundstück ist ihm gewidmet, denn er war hier, als spiritueller Führer und durch seinen Übersetzer erklärte er seinen Jüngern, Gott durch die Natur zu lieben. Und das machen wir.”

Buzz Glasky ergänzt mit einer tiefen, sonoren Stimme: “Als wir zum ersten Mal hier waren, spürten wir gleich diese besondere Schwingung, wenn man es so nennen will. Wenn man hier dann für fünf Jahre lebt, dann wird es normal. Wir spüren es, wenn wir mal runter ins Tal zum Einkaufen fahren. Manchmal haben wir vor, in fünf Läden zu gehen, doch schon nach dem zweiten sagen wir, lass uns wieder rauf auf den Berg fahren. Denn es fühlt sich einfach so gut an, hier zu sein. Und natürlich für uns als Jünger von Meher Baba, ist es wunderbar an einem Ort zu sein, den er besuchte und wo er umherschritt.”

Wir sitzen bei diesem Gespräch auf einer kleinen Bank. Hinter uns der “Baba Tree”, unter dem Meher Baba am 2. August 1956 sass. Nur damals und nur dieses eine Mal. Der Baum brannte beim großen “Thomas Fire” im Dezember 2017 fast vollständig ab und wird nun mit viel Aufwand und Liebe gepflegt. Vor uns ein Ausblick, der einzigartig ist und der allein schon einen lächeln lässt. Kein Wunder also bei dieser Weitsicht, dass der bekannte Spruch “Don’t worry, be happy” auf Meher Baba zurück geht. “Er kam nicht um zu lehren, sondern um zu erwecken”, erklärt Buzz Glasky. “Man kann es auf diesen einen Satz von ihm reduzieren: Liebe Gott. Es ist so einfach und doch auch so schwer. Und er sagte auch, mach dir keine Sorgen, sei zufrieden. Auch das klingt einfach, aber ist ebenfalls so schwer.”

Am Wochenende ist das Gelände für jedermann geöffnet, es kostet keinen Eintritt, es gibt keinen Buchladen, man wird auch nicht missioniert. Man soll einfach diesen einzigartigen, friedvollen Platz geniessen, der für viele selbst in Ojai unbekannt ist. Auch für mich war es das erste Mal in 25 Jahren, dass ich hier oben war. Aber sicherlich nicht das letzte Mal. Ojai liegt etwas ab von den bekannten kalifornischen Touristenzentren, doch der Weg dahin lohnt sich auf alle Fälle. Es ist für mich einer der besonderen Orte in Kalifornien, an dem man, wie auch immer man sich religiös orientiert, innere Einkehr finden kann. Und das ist etwas ganz besonderes in diesen hektischen, seltsamen Zeiten, in denen wir leben..

Und es passiert wieder

Eine weiterer Amoklauf in einer Schule. Diesmal in Santa Clarita in Südkalifornien. Die Nachrichtensender sind live dabei, haben ihre Reporter „on the ground“, ihre Hubschrauber in der Luft und die passenden Gesprächspartner live on air. Alle Register der Berichterstattung werden gezogen. Man hat ja Übung bei diesen Geschichten.

Und wieder eine Schiesserei an einer Schule. Diesmal im südkalifornischen Santa Clarita. Foto: AFP.

Und es ist nur eine weitere News Geschichte, die gerade etwas vom „Impeachment“ Verfahren gegen Donald Trump ablenkt. Mehr wird daraus nicht werden. Also, wer glaubt, Schüsse auf Jugendliche in einer Schule würden Folgen haben, der kann gerne daran glauben, doch das ist verschenkte Zeit. Amerika hat gelernt mit Massenschiessereien, mit diesem täglichen Terro und jährlich rund 70.000 Schusswaffenopfern zu leben.

Die Lage in Santa Clarita an der Saugus High School ist noch unübersichtlich. Klar ist zu diesem Zeitpunkt nur, dass ein Mensch verstorben ist, fünf weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Der 15jährige Schütze ist gefasst und im Krankenhaus. Das Motiv, der genaue Tathergang sind noch offen. Die Einsatzkräfte haben offensichtlich schnell reagieren können und somit Schlimmeres verhindert.

Vom Präsidenten der Vereinigten Staaten ist bislang dazu nichts zu hören. Er ist mehr damit beschäftigt Unwahrheiten via Twitter zu seinem Ukraine Anruf zu verbreiten. Sinn macht das alles schon lange nicht mehr. Denn eigentlich ist die exzessive Waffengewalt in den USA ein „public health“ Problem, eine nationale Krise sondergleichen, die angegangen werden müsste. Jetzt, sofort und umfassend. Doch es fehlt der politische Wille. Donald Trump macht damit Wahlkampf, dass er erklärt, die Demokraten wollten bei einem Wahlsieg alle Waffen einkassieren. Nur er stehe für das Grundrecht auf Waffenbesitz. Es hat sich nichts tödlichen Schüssen in einer Grundschule, in einer High School, in einer Kirche, in einer Synagoge, in einem Nachtclub, auf einem Country Musik Festival verändert. Von daher wird Santa Clarita nur eine Erwähnung in den Statistiken werden. Noch Fragen? Ich habe keine mehr, nur die, wann wird es wieder passieren?

330 Brände in 20 Stunden

Mit kontrollierten Feuerschneisen gegen den Flächenbrand. Foto: AFP.

Warum fällt mir gerade in so einer Situation diese olle Textzeile aus einem NDW-Klassiker ein „es brennt so gut, bald sieht man nur noch Glut…“. Kalifornien brennt, am Montagmorgen gab Gouverneur Gavin Newsom bekannt, dass innerhalb der letzten 20 Stunden 330 Brände bekämpft wurden. In der Nacht auf Montag nahm das Ausmaß des Kincade Fires in Sonoma County noch einmal zu. Die eineinhalbfache Fläche von Nürnberg ist nun betroffen, gerade mal 5 Prozent sind unter Kontrolle.

Und in Los Angeles, in der Nähe des Getty Centers, ist auch ein Großfeuer ausgebrochen. Im nahegelegenen Brentwood mussten u.a. Arnold Schwarzegger und LeBron James ihre Häuser verlassen. Die Flammen machen vor niemandem Halt. Unterdessen wächst der Ärger über den Stromversorger PG&E, der weder einen klaren Plan, noch glaubwürdige Informationen zu haben scheint, wann der Strom für Hundertausende Haushalte wieder angestellt wird. Dazu kommt, dass das mangelhafte Equipment des Unternehmes etliche der Feuer entfachte. Nach dieser Krise stehen viele offene Fragen im Raum.

Die Winde haben heute etwas nachgelassen, doch das heisst nicht, dass die Lichter wieder angehen. Morgen sollen, so die Meteorologen, erneut heftige Stürme auf uns zu kommen. Die Frage also ist, ob PG&E einfach den Schalter unten läßt, bis auch diese neuen Lüftchen vorbeigezogen sind, oder ob man zwischenzeitlich versucht einige der Haushalte wieder mit Strom zu versorgen. Außerdem muss, so das Unternehmen, jede Stromleitung noch vor dem Einschalten begutachtet werden. Noch Fragen?

Unterdessen kämpfen rund 4000 Feuerwehrleute in Sonoma gegen die Flammen, darunter auch etliche Trupps aus benachbarten Bundesstaaten. Die Krise ist hausgemacht, dass habe ich an dieser Stelle schon mehrmals geschrieben. Dazu kommt der Klimawandel, der in Kalifornien deutlich zu spüren ist, auch wenn an der anderen Küste im Weißen Haus ein Präsident sitzt, der den „Climate Change“ als „Hoax“, als Schwindel und als von Chinesen erfunden bezeichnet. Schwierige Zeiten hier in den USA und in Kalifornien, die Nachrichtenlage überschlägt sich tagtäglich. Man kann nur auf einen einigermaßen guten Ausgang hoffen.

Stan neben Ronnie neben Lemmy

Gestern hatte ich viel Zeit in Los Angeles. Ich glaube, das war das erste Mal überhaupt, dass ich in aller Ruhe in dieser Stadt Dinge für mich machte. Zuerst ging es zu Amoeba Records in Hollywood, ein riesiger Plattenladen, in dem man Stunden verbringen kann. Ich hatte ein „Gift certificate“, das eingelöst werden wollte. Gefunden habe ich so einiges zwischen experimenteller Musik, über deutsche Beat/Tanzmucke der 60er und 70er Jahre bis hin zu historischen Sounddokumenten aus dem Jahr 1959 und alten Aufnahmen aus dem Iran. Man kann also nicht sagen, dass ich einen eingeschränkten Musikgeschmack habe.

Von Amoeba ging es Richtung Burbank zu einem Buchladen, der einem Labyrinth glich, aber fündig wurde ich da nicht. Irgendwie hatten sie eine andere Zielgruppe. Und da ich noch ein paar Stunden zum „Totschlagen“ hatte, fuhr ich in Richtung Griffith Park und entdeckte durch Zufall den „Forest Lawn Memorial Park“ in den Hollywood Hills. Und dort ging ich auf Namenssuche, was nicht so leicht ist, denn so richtig organisiert ist man in diesem Schattenreich nicht. Aber ich fand durch Zufall das Grab von Stan Laurel, den Meister der Comedy, und dann nach langer Such noch die der Rock’n Roll Ikonen Ronnie James Dio und Lemmy. Dios Grab ist da schon etwas protziger, der „Man on the silver Mountain“. Viel Platz für den kleinen, gewaltigen Sänger, den ich einmal in San Francsico traf, als Doro Pesch im Vorprogramm von Dio spielte.

Viele kommen mit Campingstühlen auf den Friedhof, geniessen die Ruhe, den Ausblick, die besondere Atmosphäre. Rehe liegen im Schatten der Bäume und Sträucher, es wird auch vor „Mountain Lions“ gewarnt. Für jeden und jede, die Los Angeles besucht, würde ich einen Besuch auf diesem alten Friedhof voller Geschichte und Geschichten empfehlen. Einfach mal mit Zeit über die Rasenflächen spazieren, hier findet man ein etwas anderes Los Angeles, nicht weit vom hektische und lauten Hollywood Boulevard entfernt. Nur gewarnt sollte man sein, Blumen dürfen nicht geklaut werden, denn sonst wird man eingesperrt. Wo, das ist die große Frage auf diesem Friedhof?

 

 

Der offene Rassismus

Eigentlich will ich gar nicht mehr über Donald Trump schreiben. Sein ungehobeltes, fieses, beleidigendes Auftreten, seine Lügen, seine spaltende Politik und, ja, sein offener Rassismus, all das bestimmt tagtäglich die Nachrichten, die Schlagzeilen, die News-Portale, die ich lese.

Und jetzt wieder. Trump verlangt, dass all jene Immigranten, die illegal über die Grenze gekommen sind und kommen in die sogenannten „Sanctuary Cities“ transportiert werden. Denn diese Städte, darunter San Francisco, Oakland und Berkeley würden ja nichts gegen „Illegale“ unternehmen, sie nicht an die Immigrationspolizei ICE ausliefern, von daher, so Trump, sollten sie alleine mit dieser „Invasion“ zurecht kommen.

Was Donald Trump nicht offen sagt, aber was er mit dieser Forderung erneut meint, ist, dass all jene Männer, Frauen und Kinder, die über die Grenze kommen Kriminelle sind, eine Gefahr, Terroristen, Vergewaltiger, Mörder sind. Das ist das Bild, was er auf seinen Massenveranstaltungen zeichnet. Und das ist daher auch seine Hoffnung, dass die Menschen in San Francisco, Oakland, Berkeley und anderen „Sanctuary Cities“ von einer Gewalt- und Kriminalitätswelle überschwemmt werden und sich gegen die lokalen Politiker wenden. Denn dann, so Trumps Hoffnung, würden alle für sein unnützes Mauerprojekt sein.

Immigranten sind für Trump also gefährliche Kriminelle, egal ob es sich um Familien oder Kinder handelt. Wer über die südliche Grenze kommt, zumeist Menschen aus Mexiko, Guatemala, Honduras und El Salvador wird von ihm mit Drogendealern, Gang Mitgliedern, Mördern und Vergewaltiger gleichgesetzt. Eine dunkle Haut, ein anderes Aussehen macht einen Menschen verdächtig. Der amerikanische Präsident ist damit offen rassistisch. Nicht nur das, seine Basis, darunter auch die Christliche Rechte, bejubelt ihn dafür. Der Präsident selbst macht es vor, er gibt den Ton an und viele seiner Anhänger machen es ihm gleich. Auf Twitter verbreitet Trump dann selbst begeistert Videos, Bilder, Aussagen seiner „Fans“, die einen rassistischen Unterton haben. Amerika hat sich unter Donald Trump massiv verändert. Heute wird offen ausgesprochen, was lange Zeit undenkbar war. Trump zündelt gefährlich am inneren Frieden der USA.

We love our Oakland teachers

In Oakland streiken die Lehrer. Davon betroffen sind 36.000 Schüler. Es geht um mehr als nur um mehr Bezahlung, auch wenn die im gesamten Bezirk von Alameda am niedrigsten ist. Lehrer im Oakland Schuldistrikt verdienen zwischen 46.000 und 85.000 Dollar, viel zu wenig, um in der Stadt oder der Bay Area leben zu können. Die Gewerkschaft fordert 12 Prozent mehr Lohn, die Schulverwaltung bietet sieben Prozent mehr.

Auch die Montera Middle School in meiner Nachbarschaft wird bestreikt.

Die lokale „Union“ erklärte, dass 85 Prozent ihrer Mitglieder dem Streikaufruf folgen und die Eingänge zu den Schulen blockieren. Streikbrecher würden nicht behindert werden, aber sie gibt es kaum. Die Stadt und der Schulbezirk haben Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche eingerichtet, damit diese nicht auf der Straße sitzen.

Auch in Chicago, Denver, Los Angeles und in anderen US Städten wird gestreikt. Es geht um das öffentliche Schulwesen, das immer mehr unterminiert, dem Geld entzogen wird für eine vermeintliche freie Schulwahl der Eltern. Gerade die Trump-Administration fährt einen Frontalkurs gegen die „public schools“ in den USA, die sie als linksliberalen Hort abtun. Auf lokaler Ebene kommen da noch die schwierigen finanziellen Situationen der Kommunen hinzu. Viel Spielraum gibt es nicht für die öffentlichen Schulen, wenn dann auch noch „Charter“ und Privatschulen Schüler abziehen, fehlt an allen Ecken und Enden das Geld. Schulsozialarbeiter und Schulkrankenschwestern werden genauso gestrichen, wie Kunst- und Musikunterricht, Sportangebote und schulische Veranstaltungen. Die „public schools“ in den USA werden ausgeblutet.

Die Streiks, wie hier in Oakland, gehen also um mehr als nur um eine Gehaltserhöhung. Auch wenn die dringend notwendig ist, denn bei Mietpreisen von 3500 Dollar für eine Einzimmerwohnung kann man als Lehrer keine großen Sprünge mehr machen. Die Gewerkschaft unterlegt dies mit der Zahl, dass allein im vergangenen Jahr rund 600 Lehrer in Oakland gekündigt haben. Neubesetzungen der offenen Stellen sind kaum möglich, da die Gehälter hinten und vorne nicht reichten, um Berufsanfänger nach Oakland zu bringen.

Der Streik stößt auf breite Unterstützung in der Bevölkerung. An bestreikten Schulen wird hupend vorbeigefahren, um Solidarität mit den davor stehenden Lehrerinnen und Lehrern zu demonstrieren. Überall in Oakland sieht man die Schilder „We support our Oakland teachers“, Cafes und Restaurants bieten kostenlose Getränke und Speisen für die Streikenden an. Wie lange der „Strike“ andauern wird ist fraglich, man verhandele weiter, heißt es von beiden Seiten.

Ja, ja so blau, blau, blau ist Cali-for-nia

Kalifornien hat 53 Kongressabgeordnete. Es gab schon immer eine demokratische Mehrheit, vor der Wahl hatten die Republikaner 14 dieser Sitze. Ab Januar sind es nur noch acht. Kalifornien hat am Wahltag einen blauen Tsunami erlebt, so beschreiben es politische Beobachter, denn sogar ganz Orange County, eigentlich ein konservatives Bollwerk an der „left coast“, fiel an die Demokraten.

Kamala Harris, kalifornische Sentatorin, gilt als Hoffnungsträgerin ihrer Partei. Foto: Reuters.

Das Wahlergebnis zeigt, dass Kalifornien anders tickt, als der Rest des Landes. Die Stimmen einer Abspaltung werden wieder lauter, die fordern, der „Golden State“ sollte seine eigenen Wege gehen. Politisch, Wirtschaftlich und auch kulturell. Theoretisch möglich wäre es, dass Kalifornien alleine bestehen könnte, aber realistisch ist diese Forderung nicht. Die USA werden ihren Motor nicht so einfach in die Unabhängigkeit entlassen, auch wenn es immer wieder Mißtöne und Unstimmigkeiten zwischen Kalifornien und dem Rest der Union gibt.

Es wird spannend, wie sich die erstarkte Gruppe von kalifornischen Demokraten in Washington positionieren, wie sich das Verhältnis von Gouverneur Gavin Newsom, einem erklärten Trump-Gegner, mit dem Präsidenten entwickeln, wie sich die mögliche Präsidentschaftskandidatin, die kalifornische Sentatorin Kamala Harris, präsentieren wird. Zumindest steht fest, an Kalifornien kommt man in den USA erst einmal nicht vorbei.

Da kann Donald Trump noch so viel auf Gavin Newsom, Dianne Feinstein, Kamala Harris, Nancy Pelosi, Adam Schiff, Maxine Waters und all die anderen schimpfen, da können die Konservativen im Kongress und in den Talk-Shows noch so viel die „San Francisco Values“ runtermachen, „California“ meldet sich nach dieser Wahl fast geeint und damit gestärkt zurück. Hier ist eine klare Front gegen Donald Trump, seine Politik und seine Art des Regierens aufgebaut worden. Es wurde dafür auch höchste Zeit.

Dicke Luft in Kalifornien

Kein klarer Blick am Golden Gate.

Seit Tagen schon bin ich tagsüber nahezu alleine mit meinem Hund auf den Waldwegen unterwegs. Und wenn ich jemanden sehe, tragen sie Atemmasken, um sich vor dem Rauch zu schützen, der vom „Camp Fire“, mehr als 200 Kilometer entfernt, in die Bay Area weht. Der „Smoke“ ist giftig, es sind nicht nur Wälder abgebrannt, die ganze Kommune Paradise ist durch die Flammen dem Boden gleichgemacht worden. Man kann sich vorstellen, was dort alles verbrannt ist. Vom Auto bis zum Kühlschrank, von Farben bis zu Elektroartikeln. Und man will gar nicht daran denken, dass in dem gewaltigen Feuer Menschen und Tiere gestorben und verendet sind.

Kalifornien brennt erneut und schon wieder. Früher gab es hier eine Feuersaison zwischen September und Dezember. Die ist nun alljährlich und überall. Jeder, der hier mit Bäumen um sich herum lebt, etwas am Stadtrand oder in der Natur, kann davon betroffen sein. Die Anzahl der Feuer nimmt zu, die Intensität auch.

Eigentlich jeder ernstzunehmende Wissenschaftler erklärt, dass all das mit dem Klimawandel zusammenhängt. Es wird heißer, der Regen bleibt aus, das Unterholz trocknet mehr aus, die Winde nehmen an Stärke zu. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen raus aus den Städten ziehen, die viel zu teuer geworden sind und gleichzeitig die Feuerwehren die präventive und dann feuerbekämpfende Arbeit gar nicht mehr leisten können. Einen Masterplan, wie man all dem begegnen soll existiert nicht. Weder in Sacramento noch in Washington.

Kalifornien kommt in diesen Tagen an seine Grenzen. Allein im vergangenen Jahr gab es sechs massive Brände, die in der Häufigkeit und der Stärke zuvor nie beobachtet wurden. Jedesmal war es das größte Feuer,  um kurz danach schon übertroffen zu werden. Ich selbst lebe seit 20 Jahren in einer Feuerzone, daher weiß ich, dass die „Red Flag Alerts“, die höchste Warnstufe mehr und mehr ausgerufen wird. Was das bedeutet ist klar, man hat für sich die Frage geklärt, was im Falle eines Feuers schnell eingepackt werden muss und welche Fluchtwege es aus dem Canyon raus gibt. Und, der Hund muss mit! Klar, ist man an das Leben mit der Katastrophengefahr in Kalifornien gewöhnt, immerhin lebe ich nur einen guten Kilometer Luftlinie von der sehr aktiven Hayward Spalte entfernt. Jedesmal auf dem Weg zum Einkaufen fahre ich direkt auf der Spalte entlang.

Kalifornien brennt und Trump poltert

Waldbrände in Kalifornien     

Kalifornien brennt erneut. Foto: Reuters.

Es brennt erneut in Kalifornien. Im Norden das Camp Feuer, rund 175 Kilometer von San Francisco entfernt, im Süden das “Woolsey Fire” in den Hügeln um Malibu und dazu noch das Hill Fire in Zentralkalifornien. Nach den verheerenden Bränden vor einem Jahr um Santa Barbara, im Weinanbaugebiet von Sonoma und im Sommer dieses Jahres in Nordkalifornien breiten sich erneut mehrere gewaltige Feuer aus.

Tausende von Häusern wurden bereits zerstört, 30 Menschen starben in den Flammen, die Kleinstadt Paradise in Nordkalifornien wurde total zerstört. Und die Winde fachen die Feuer weiter an. Über weiten Teilen des Bundesstaates hängt eine dicke Rauchglocke, die das Atmen schwer macht. Und diesmal mischt sich Präsident Donald Trump ein und tweetete: „Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forstmanagement”. Damit griff er in einer Katastrophe die Menschen, Feuerwehren und Brandexperten in Kalifornien an, noch bevor er überhaupt ein Wort des Mitgefühls äußerte.

Und Trump, so Waldexperten in Kalifornien, habe keine Ahnung von dem, was er sagt. LeRoy Westerling, ein Klima- und Brandexperte an der Universität in Merced erklärte, dass Trump mit seinen uninformierten Worten eine Krise politisiert. Denn zum einen sind mehr als 50 Prozent der Wälder in Kalifornien im Bundesbesitz, also unter der direkten Kontrolle der Trump-Administration. Zum anderen brennt bei diesen Feuern nach Jahren der Dürre vor allem ausgetrocknetes Unterholz und keine ganzen Wälder. Hinzu kommt, dass Trump auf diesem Weg scheinbar versucht, die ihn unterstützende Holzindustrie in Position zu bringen. Große Waldflächen, das hat der Präsident schon mehrmals gefordert, sollten für die Abholzung freigegeben werden.

Feuer gab es in Kalifornien schon immer, hier redete man von einer “Feuer Saison” im Herbst, nach einem heissen Sommer. Doch davon ist nichts mehr zu spüren. Nun besteht eine Gefahr das ganze Jahr über. Für Klimaexperten sind die gewaltigen Waldbrände in Kalifornien auch ein deutliches Zeichen für den Klimawandel.
Kalifornien muss sich darauf mit neuen Bau- und Sicherheitsvorschriften im gesamten Bundesstaat einstellen. Riesige Brände sind hier im Golden State zur Normalität geworden.