Es tut sich was in Amerika

In Oakland wird weiter protestiert. Foto: Reuters.

Tausende marschieren in den USA. Tag für Tag. Die Gewerkschaft der „International Longshore and Warehouse“ Arbeiter machte alle Häfen an der Westküste dicht. Unternehmen solidarisieren sich, überdenken ihre eigene Firmengeschichte, ändern Namen von Produkten. Denkmäler von Generälen der Südstaaten, von ehemaligen Sklavenhaltern, von Christoph Columbus und anderen werden gestürzt. An Brücken, Straßenecken, auf vorbeifahrenden Autos, in Küchenfenstern, überall kann man „Black Lives Matter“ lesen. Amerika erlebt eine breite Front, die ein Umdenken und eine tiefe Reform des gesellschaftlichen Lebens fordert.

Während Donald Trump nach Tulsa, Oklahoma, reist, um dort erneut eine Massenveranstaltung abzuhalten, sichtlich sein Bad in der ihm mehr als wohlwollenden Menge genießen wird, sind die USA im Umbruch. Egal wen man in diesen Tagen spricht, keiner hat bislang solch eine breite Koalition gegen den tief verwurzelten Rassismus in den USA gesehen und erlebt.

Als ich vor ein paar Jahren an einem Feature über das „Redlining“ in den USA arbeitete, wußte kaum jemand, mit dem ich sprach, damit etwas anzufangen. „Redlining“, was ist das? Doch dieses „Redlining“ hat Amerika im 20. Jahrhundert geprägt, die weißen Vorstädte, wie die innerstädtischen afro-amerikanischen Problem- und Elendsviertel. „Redlining“ war eine imaginäre Stacheldraht­ziehung in den amerikanischen Städten und Gemeinden. Die Regierung in Washington hatte 1934 durch den sogenannten National Housing Act Nachbarschaften in vier Klassen unterteilt: A, B, C und D. Die höchste davon, A, wurde auf Karten grün eingefärbt und bezeichnete die „besten“ Gebiete: rein weisse Nachbarschaften, erstrebens­wert für die Mittel­klasse. Schon eine einzige nicht weisse Familie in der Gegend drückte den Grad auf B, die Farbe wechselte auf blau und die Bezeichnung auf „immer noch begehrens­wert“. C-Nachbarschaften, in gelber Farbe, wurden als „eindeutig im Niedergang“ bezeichnet. D, in Rot, als „gefährlich“.
Praktisch jede amerikanische Stadt hatte solche eine Klassifizierung. Ganz offiziell festgehalten wurde sie auf Karten, die von der Home Owners’ Loan Corporation erstellt wurden, einer im New Deal geschaffenen staatlichen Agentur zur finanziellen Unterstützung von Hauseigentümern.

Die Zoneneinteilung hatte drastische Folgen, die bis heute nachhallen. Nicht nur, dass eine A-Strasse „weiss“ sein sollte, also ausschliesslich von Weissen bewohnt – die Stadt­teile unterhalb von A wurden auch gezielt benachteiligt. Afro­amerikaner erhielten für den Häuser­kauf in A- oder B-Gegenden keine staatlich geförderten Hypotheken und konnten für Häuser keine Versicherungen abschliessen. Sie wurden somit in C- oder D-Stadt­teile gedrängt: Gebiete, mit gelber oder roter Linie umrahmt, in denen weniger städtebauliche Investitionen getätigt wurden und wo sich kaum Geschäfte ansiedelten.

Bis in die 1970er-Jahre blieb diese Form der geografischen Diskriminierung gängige Praxis. „Redlining“ beförderte über Jahr­zehnte die Ghettoisierung in den amerikanischen Gross­städten und traf vor allem die Afro­amerikanerinnen. Viele Weisse zogen nach dem Zweiten Weltkrieg und mithilfe der GI Bill, einer Förder­massnahme für rück­kehrende Soldaten, weg von den Zentren in die Vorstädte. Kein Wunder, dass die GI Bill auch nur für weisse Armeeangehörige galt. Damit wurde die Rassen­trennung noch einmal zementiert.

„Redlining“ ist heute kein Begriff mehr, mit dem kaum jemand was anfangen kann. Ganz offen wird deshalb auch in den afro-amerikanischen Communities im ganzen Land ein «New Black Deal» eingefordert. Auch eine Wahrheits- und Versöhnungskommission, wie sie 1994 am Ende des Apartheid-Regimes in Süd Afrika eingerichtet wurde, wird verlangt, um die tiefen Spuren, Narben und Wunden in der amerikanischen Gesellschaft aufzuarbeiten. Nach dem Erkennen des strukturellen Rassismus müssen dann tiefe Veränderungen kommen. Und das alles kommt in einem Wahljahr, in dem der Präsident noch immer davon redet „Make America Great Again“. Auf Amerika warten noch schwierige und schmerzvolle Wochen.

Corona bremst den Kulturaustausch

Die San Francisco Bay Area ist so eine Region, in der man, wenn man denn sucht, viele deutsche Spuren finden kann. San Francisco und auch Oakland wurden von deutschen Einwanderern mitaufgebaut. In der Geschichte am Golden Gate hinterließen die „Germans“ einen tiefen Eindruck.

Ich erinnere mich noch gut an die Schilderungen eines alten Freundes, der bereits 1942 nach San Francisco kam. Er hatte eine aufregende Flucht hinter sich, war vom FBI nach dem japanischen Angriff auf die Militärbasis Pearl Harbor in Costa Rica aufgegriffen und wie viele Tausend weitere Deutsche und Japaner aus Mittel- und Südamerika in die USA gebracht worden. Hier sollte er in ein Internierungslager kommen, konnte aber nachweisen, dass er aus Nazi-Deutschland schon 1938 geflohen war…das ist eine Geschichte für sich, die hier in Oakland beginnt.

Doch zurück zu diesem alten Freund, mit dem ich oft durch San Francisco fuhr. Er deutete immer wieder auf Häuser und Straßenecken, da sei ein deutscher Metzger gewesen, dort ein Tischler, da ein Bäcker, dort ein Automechaniker. Mit Hans die Straßen von San Francisco zu befahren, war eine historische Rundfahrt der besonderen Art. Er erzählte von den vielen Festen, die gefeiert wurden, von den Empfängen in der „California Hall“ auf Polk Street.

Davon ist nicht viel übrig geblieben, das alte „deutsche“ San Francisco ist längst verblasst. Dennoch waren die Deutschen nie weg, neue Immigranten kamen und bauten hier das auf, was sie machen wollten, lebten ihren „American Dream“. Etliche deutsche Restaurants kann man finden, noch. Denn die „Suppenküche“ in Hayes Valley ist in Schwierigkeiten, deutsche Gemütlichkeit, Bierhallenatmosphäre und das lange Sitzen an Tischen ist in Corona-Zeiten nicht möglich. Das „Walzwerk“, ein ostdeutsches Themenrestaurant, macht zum Ende der Woche ganz dicht. Schon zuvor fiel ihr „Schmidt’s“ den hohen Mietpreisen in der „City by the Bay“ zum Opfer.

Das „Walzwerk“ hat es schon auf seiner Webseite stehen: „We are closed“

Auch Feste der noch verbliebenen Kulturvereine werden derzeit ersatzlos gestrichen. Wie soll man auch ein Maifest im Herbst feiern. Und die Aussichten sind nicht gut, denn oftmals waren diese Feste auch „Fundraiser“ für die Clubs. Das Goethe-Institut, die offizielle deutsche Kulturaußenstelle in der Region, ist seit Monaten geschlossen. Die Ausfälle an Gebühren und Eintrittsgeldern werden deutlich bei allen zukünftigen Planungen zu spüren sein.

Den Deutschen geht es sicherlich nicht anders als anderen ethnischen Gruppen in San Francisco oder in den USA. Doch an diesen mehr als wichtigen Part in der amerikanischen Gesellschaft wird kaum gedacht. Das Land der Immigranten vergisst gerade in diesen harten Zeiten die oftmals gefeierte und geschätzte Vielseitigkeit des amerikanischen Lebens. Was nach dieser Pandemie von all dem Kulturleben der „Minderheiten“ noch übrig bleiben wird, ist nicht absehbar. Man kann nur hoffen, dass es nicht einen totalen Kahlschlag geben wird.

Ein Flächenbrand in den USA

Amerika ist im Auf- und vielleicht auch im Umbruch. Überall in den Vereinigten Staaten gehen die Menschen auf die Straße. Und diesmal nicht nur in Washington, New York, Chicago und San Francisco. Auch in Kleinstädten und Gemeinden kann man in diesen Tagen sehr laut den Ruf „Black Lives Matter“ hören.

Auf den Protesten wird auch an Oscar Grant erinnert. Dieses Wandbild findet man an der BART Station Fruitvale in Oakland, hier starb Grant durch den Schuss eines Polizeibeamten.

Ich habe in meinen 25 Jahren in den USA viele Proteste nach Polizeigewalt und getöteten, unbewaffneten Afro-Amerikanern durch Beamte erlebt. Auf den Straßen von Oakland kam es immer wieder zu brutalen und teils gefährlichen Straßenschlachten. Hier starb auch Oscar Grant durch einen tödlichen Schuss, der aus der Pistole eine BART-Polizisten kam, der Polizei des regionalen U-Bahn Betriebes. Grant lag schon auf dem Boden, als der Schuss fiel. Danach brannte die Stadt.

Auch nach dem Tod von George Floyd in Minneapolis gab es in den ersten Nächten gewaltsame Ausschreitungen in meiner Stadt. Die ebbten mittlerweile ab, die Proteste blieben allerdings. Erst gestern kam es wieder zu einem riesigen Marsch durch Downtown. Was diesmal aber anders ist, es gibt überall in der Stadt noch kleinere Demonstrationen. Gestern fuhr ich an drei hupend vorbei. Vor der Presbyterian Church in Oakland-Montclair standen Kirchenmitglieder auf beiden Seiten der Straße, trugen Nasen- und Mundschutz, hielten Schilder hoch, einige reckten die symbolische „Black Lives Matter“ Faust in die Höhe.

Etwa einen Kilometer weiter standen rund 30 Männer, Frauen, Kinder, dazu noch ein paar Hunde an einer wichtigen Kreuzung in meinem Stadtteil. Auch sie trugen Masken, hielten bemalte und beschriftete Schilder vor sich. Auch hier wurde gehupt, gewunken, Fäuste geballt. Und dann auf der Autobahn 580, eine Brücke, darauf ein gutes Dutzend Protestierende, die den Autofahren zuwinkten, ein paar Banner mit „Black Lives Matter“, „Say their names“, „Dump Trump“ waren am Gitter befestigt.

Und solche kleinen Spontandemos sieht man derzeit überall im Land. Viele Kirchen machen mobil, das liegt auch daran, dass der Präsident selbst mit seiner Foto Aktion in Washington DC heftige Kritik auslöste. Nun sei es an der Zeit, dass Christen sich positionieren, hieß es von verschiedenen Seiten. Und vor allem, sie wollen den konservativen Evangelikalen, die 2016 zu 86 Prozent für Donald Trump stimmten, nicht einfach so das Feld überlassen. Katholiken, Presbyterians, Quaker und viele mehr reihen sich ein in die breite Protestbewegung, die die USA derzeit überrollt. Und das sind durchaus positive Signale in einem Land, das derzeit im Krisenmodus feststeckt.

Missing in Action, Mister President

Donald Trump hatte sich das Wochenende sicher anders vorgestellt. Mit Vize-Präsident Mike Pence flog er nach Cape Canaveral, Florida, um dort direkt den Start der NASA/SpaceX Weltraummission zu beobachten. Ein historischer Tag für Amerika sollte es werden, schöne Bilder mit Trump und der Rakete und dann wurde daraus so gut wie gar nichts. Denn die 24/7 Nachrichtenkanäle berichteten nur darüber, dass Amerika brennt. Im Lauftext am unteren Ende des Bildschirms wurde auf den geglückten Start verwiesen.

Und diesmal war es nicht nur in den Metropolen New York City, Los Angeles, Seattle und San Francisco, diesmal brannte es und brennt noch immer im ganzen Land. Nach dem Tod von George Floyd in Polizeigewahrsam in Minneapolis eskalierte überall die Lage. Und der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist „Missing in Action“. Ein paar Tweets, ein paar Worte, aber damit gießt er nur noch mehr Öl auf den Flächenbrand.

Vier Tweets am Sonntag innerhalb einer Stunde machen das ganz deutlich. Trump hat keine Ahnung, keinen Plan, versteht nicht, was in den USA passiert. Er gratuliert der Nationalgarde für ihr hartes Durchgreifen in Minneapolis, er beschuldigt Demokraten die Lage eskalieren zu lassen, die Medien der falschen Berichterstattung und will fortan die Antifa als terroristische Organisation brandmarken. Damit zeigt er, dass er das grundlegende Problem in den USA nicht nachvollziehen kann.

Was derzeit in Amerika passiert, ist schon lange am Köcheln. George Floyd ist der nicht der erste Schwarze, der unbewaffnet und ohne eine Gefahr darzustellen durch Polizeigewalt stirbt. Die Liste der Namen ist lang. Statistisch betrachtet sterben in den USA zweimal mehr Afro-Amerikaner durch Polizeigewalt als Weiße. Das alleine zeigt schon das Problem auf. Donald Trump spricht von den „Bad Apples“, den Einzelfällen in den Polizeireihen, doch da ist mehr, was getan, verändert, verbessert werden müsste. Die Polizeigewalt gegen Schwarze dürfte eigentlich nur der Anfang für eine grundlegende Aufarbeitung des tief verwurzelten Rassismus in den USA sein.

Doch dazu braucht es Leute, die ihre Hand zum Dialog ausstrecken, die Führungsstärke beweisen, die einfach verstehen was in Amerika passiert. Ein gutes Beispiel ist der Polizeichef im kalifornischen Santa Cruz. Auch dort wurde protestiert, auch dort war die Polizei vor Ort, beobachtete, begleitete. Und dann kam diese Aktion, die der Footballspieler Colin Kaepernick ins Leben rief – „take a knee“, niederknien und an die Polizeigewalt im Land zu erinnern. Mit den Protestierenden kniete auch der Polizeichef nieder, er trug eine Maske in Zeiten der Pandemie, auch das ein Zeichen von Führungsstärke. Mit diesem Kniefall zeigte er, dass er das, was George Floyd in Minneapolis angetan wurde, aufs Schärfste verurteilt. Mit solchen symbolischen Gesten ist ein erster Schritt getan.

Einfach mal wieder eine Platte kaufen

Musiker weltweit trifft die Corona Krise besonders hart. Denn seit Jahren sinken die Verkäufe von Tonträgern, über Streaming-Dienste verdienen sie nicht einmal das Salz in der Suppe. Ich rede nicht von den Superstars im Geschäft, sondern von all jenen, die ihren Lebensunterhalt mit Live-Konzerten verdienen.

Viele von ihnen nutzen bereits Bandcamp, eine Online Plattform, über die sich zu fairen Regeln und Gebühren Musik noch verkaufen läßt. Bandcamp hat nun erneut in dieser Covid-19 Krise angekündigt, am Freitag den 1. Mai auf ihren Anteil an jedem Verkauf von Downloads, Vinyl, CDs und Merchandise zu verzichten, um so Bands, Musikerinnen und Musiker zu unterstützen.

Von daher kann man an diesem 1. Mai ganz gezielt, direkt und unmittelbar all jenen helfen, die einen mit ihrer Musik teilweise schon seit vielen Jahren begleiten und einem nahe stehen. Also, mal ein ganz anderer Tanz in den Mai. Auf Bandcamp finde ich immer was, auch wenn es manch andere als unhörbar abtun. Aber genau solche Sachen spiele ich dann in meiner neuen Live Sendung auf KKUP Cupertino, einem Community Sender, der von Monterey bis South San Francisco die Menschen beschallt. Nachts von 00:00 bis 3:00 Uhr am ersten Freitag im Monat (also heute Nacht), 9:00 bis 12 Uhr am Freitagmorgen deutscher Zeit, bin ich dran. Einfach reinhören, vielleicht ist ja doch das eine oder andere dabei, was man anschließend dann direkt erwerben und so in der Krise ein klein bißchen Solidarität zeigen kann.

A star is born

Seit dem Beginn der täglichen Pressekonferenzen versucht Donald Trump die Schuld an der Corona Krise im Land auf andere abzuschieben. Auf China, die WHO, die Demokraten, die Medien, die Europäer, Ausländer allgemein. Die Liste ist lang und wird fast täglich länger. Nun verbreitet er neben seinen medizinischen Quacksalbereien auch noch parteipolitischen Unsinn. Warum, so fragt Trump, sollte jenen Staaten und Städten finanziell geholfen werden, die ihren Haushalt nicht unter Kontrolle haben. Ganz nebenbei unterstellt er, dass das vor allem von Demokraten regierte Bundesstaaten und Kommunen seien.

Präsidial hat sich Trump in dieser Krise noch zu keinem Zeitpunkt gezeigt. Am Sonntag, der 50. Geburtstag seiner Frau Melania, holte er mal wieder kräftig aus und verbreitete einen Tweet-Storm sondergleichen. Reporter sollten ihre „Noble Prices“ zurückgeben, die sie für ihre Geschichten über die Trump-Russland Verbindungen erhalten hätten. Er könne dem „Noble Committee“ danach gerne eine Liste von Journalistennamen geben, die eine Auszeichnung verdient hätten. Das klingt so, als ob King-Donald gerne Hofberichterstattung belohnen möchte. Trump verwechselte ganz offensichtlich auch noch die Pulitzer Preise mit den Nobel Auszeichnungen, denn Nobel Awards für Journalisten gibt es nicht und auch tippte er mehrmals Nobel falsch in sein Handy ein. Einen Tag später versuchte er sich mit einer geistigen Verbalverrenkung zu retten und löschte die besagten Tweets auch, doch Trump war die Lachnummer des Tages. Nicht gerade präsidial.

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom als Krisenmanager. Foto: AFP.

Ganz anders macht das der kalifornische Gouverneur, Gavin Newsom. Auch er hält jeden Tag seine Pressekonferenzen, berichtet über aktuelle Infektions- und Todeszahlen, beschreibt die Situation im Bundesstaat und erklärt die Pläne der Regierung in Zusammenarbeit mit den Kommunen. Und Newsom zeigt Größe, in dem er sich für das entschuldigt, was nicht richtig läuft oder erst mit Anfangsschwierigkeiten zum Laufen kam. So meinte er am Montag, man sei überrascht gewesen über das große Interesse an der Corona-Hotline. Er entschuldige sich dafür, dass viele Anrufer nicht durchkamen. Nun habe man das Angebot ausgeweitet, sieben Tage die Woche, jeweils 12 Stunden lang seien die Telefonzentralen erreichbar.

Gavin Newsom wächst in der Krise, findet den richtigen Ton. Und das nicht zum ersten Mal, schon als Bürgermeister von San Francisco und später dann auch als Gouverneur fand er in Notsituationen die passenden Worte, erklärte komplizierte Sachverhalte, vor allem auch, was ihn antrieb. Das war auch so, als er sich 2004 gegen die eigene Partei stellte und in San Francisco „Gay Marriages“ erlaubte. Lange Zeit wurde ihm vorgehalten damit die Wiederwahl von George W. Bush ermöglicht zu haben, denn die Republikaner zogen gegen die „San Francisco Values“ erfolgreich in den Wahlkampf. Doch Newsom sah dies als einen neuen Kampf um die „Civil Rights“, die Bürgerrechte in den USA. Er stand zu seiner Überzeugung und er sollte Recht behalten.

Gavin Newsom ist sicherlich jemand, den man auch auf nationaler Ebene beobachten sollte. Falls Donald Trump im November doch wiedergewählt wird, dann müsste man mit Newsom 2024 auf alle Fälle im demokratischen Lager rechnen. Auch die Bürgermeisterinnen von San Francisco und Oakland, London Breed und Libby Schaaf, zeigen in dieser Krise ihre Führungsqualitäten. Ruhig, bedacht, sich austauschend und engagiert gehen sie gemeinsam vor, informieren die Bevölkerung, haben eigene Ideen und setzen diese im Einklang mit den kalifornischen Vorgaben um, so z.B. gesperrte Straßen in Oakland, die für die Bürger zum Sport und zur Bewegung mit ausreichend „social distancing“ genutzt werden können. In dieser Covid-19 Krise kann man durchaus einiges erkennen – politische Totalausfälle und Hoffnungsträger für dieses Land. Oakland und Kalifornien machen es vor, wie man auf diese riesige Herausforderung reagieren sollte und auch muss. Als Oakländer und Kalifornier fühle ich mich am richtigen Ort.

Nichts geht mehr

Vor einigen Wochen schrieb ich noch begeistert über das aktuellen Konzertjahr, produzierte eine vielgehörte Radio Goethe Sendung mit all den Bands, die in diesem Jahr durch die USA touren wollten. Mitte April hat sich das nun alles erledigt. Erst kam die Absage von Das Ich, nun ist klar, kein Kraftwerk, kein KMFDM, kein Rammstein, keine Einstürzenden Neubauten, kein hackedepiciotto.

Hinhören, kaufen, unterstützen. Die neue Fiddler’s Green Live CD ist mitreißend und bringt die Live-Atmosphäre in die eigenen vier Wände.

Was für jemanden wie mich, der seit 1996 in den USA und Kanada die musikalischen Klänge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch den Äther rauschen lässt, wie ein vielversprechendes Jahr 2020 aussah, hat sich nun Nebelloch von San Francisco verloren. Alle Konzerte abgesagt, verschoben, doch auf wann? Bis in den Herbst hinein wurden die Auftritte gecancelt, das liegt nicht unbedingt daran, dass schon jetzt klar ist, dass bis dahin alle Clubs und Konzerthallen dicht sind. Vielmehr sind die Vorlagen, die deutsche Bands für Touren in den USA leisten müssen, zu hoch und damit zu riskant. Künstlervisa kosten viel Geld, das im Falle einer Tourabsage nicht zurückerstattet wird.

In Los Angeles hat Bürgermeister Eric Garcetti erklärt, dass er für dieses Jahr keine Großveranstaltungen mehr in der „City of the Angels“ erwarte. Das trifft Rammstein, die dort am 19. September vor bereits ausverkauftem Haus im Los Angeles Memorial Coliseum spielen sollten. Daraus wird nichts, wie es heißt, denken Band und Management bereits an eine Gesamtverschiebung der Europa- und Amerika Stadientour auf 2021.

Hinter Rammstein steht Universal Records, das größte Plattenlabel der Welt. Eine Tourabsage ist ärgerlich, teuer, doch kein Ruin für die Band, Rammstein verkaufen noch immer viele Tonträger und erhalten ihre Schecks von der GEMA. Anders sieht das schon bei Musikerinnen und Musikern aus, die vom Touren leben. Sei es das Duo hackedepicciotto oder Bands wie Fiddler’s Green, die wohl eine der besten Live-Bands der Republik sind. Danielle de Picciotto und Alexander Hacke (hackedepicciotto) mußten nun neben ihren vielen anderen Projekten, darunter Einstürzende Neubauten und auch Soloauftritte, ihre geplante gemeinsame Konzerttour durch die USA für den Herbst absagen.

Viele der Musikerinnen und Musiker, Bands und Projekte stehen vor einer ungewissen Zukunft. Unterstützung ist dennoch möglich. Nein, nicht noch mehr „Streaming“ bei Spotify, Pandora oder anderen Diensten, sondern der direkte Kauf von Vinyl, CDs, Downloads, Merchandise auf den Webseiten der Künstler oder über Plattformen wie bandcamp, die, so viel ich gehört habe, fair bezahlen. Hinhören ist angesagt und damit helfen.

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Wie sieht die Situation bei Dir aus?

Von einer ehemaligen Kollegin, die für einen fränkischen Privatsender arbeitet, wurde ich gebeten ein paar Fragen zur aktuellen Lage in den USA zu beantworten. Es war für mich mal wieder was anderes, mich kurz und knapp zu halten.

Wie ist die aktuelle Situation bei Dir vor Ort?
Hier in Oakland und der gesamten San Francisco Bay Area wurden die Ausgangsbestimmungen bis zum 3. Mai verlängert und auch verschärft. Das öffentliche Leben soll weitgehend herunter gefahren werden. Ein Mundschutz soll ab morgen getragen werden, aber eben keiner, der von Pflegekräften benötigt wird. Da kann man also Kreativität zeigen. Die Supermärkte kontrollieren, wie viele Leute in den Laden dürfen, in den noch offenen Geschäften ist ganz klar der Abstand zum Vordermann vorgeschrieben. Dazu wurden nun noch mehr Parks geschlossen. Die Leute werden wirklich dazu angehalten daheim zu bleiben. Ein allgemeines Ausgangsverbot gibt es aber noch nicht.

Wie sieht es in den Krankenhäusern aus?
Da sieht es nicht viel anders als in Deutschland aus, wobei hier eine einheitliche Linie fehlt und wohl auch die Schutzmassnahmen, wie Masken und Schutzkleidung langsam aber sicher ausgehen. Das hört man aus den verschiedenen Regionen und Einrichtungen. Dazu kommt, dass die Beatmungsgeräte Mangelware sind. Da kann der Präsident noch so viel beschönigen, wie er will, Tatsache ist, es gibt massive Versorgungsprobleme. Die Bundesstaaten werden hier von der Bundesregierung quasi allein gelassen, sie sollen sich selbst welche besorgen. Das ist natürlich keine Lösung und führt auch nicht gerade zu einer Einheit in dieser Krise im ganzen Land.

Was ist mit den Obdachlosen?
Na, die Hotels sind derzeit leer, da hat nun der Staat eine Möglichkeit gefunden, Obdachlose unterzubringen und sie und auch die Allgemeinheit zu schützen. Die Frage ist, wie dieses gewaltige Problem der Obdachlosigkeit in Kalifornien nach der Krise gelöst werden soll. Aber derzeit versucht man alles, um die Leute von der Straße zu bekommen.

Weißt Du, wie es neben New York und New Orleans in den anderen Bundesstaaten aussieht?
Du hast schon New Orleans erwähnt, Louisiana entwickelt sich zu einem Problemstaat. Und das hat Auswirkungen auch auf die umliegenden Bundesstaaten, die alle eine ziemlich schlechte Gesundheitsversorgung und Infrastruktur in diesem Bereich haben, also ich rede von Mississippi, Tennessee, Alabama. Das wird Probleme geben, denn klar ist, nach den Städten und Ballungsräumen in den USA werden auch die ländlichen Gegenden im Mittleren Westen und den Südstaaten davon betroffen sein. Große Probleme gibt es nach wie vor in Washinton State, aber auch Illinois…und auch Florida mit seinen vielen Rentnern, die dort leben, entwickelt sich zu einem deutlichen Krisengebiet.

Wie reagieren die Einheimischen?
Das ist vergleichbar mit der Situation bei Euch. Die einen reagieren, wie sie reagieren sollten. Ziehen sich zurück, befolgen die Anweisungen. Andere wieder machen genau das Gegenteil, meinen sie sind davon nicht betroffen…also da unterscheiden sich die Deutschen kaum von den Amerikanern. Aber ja, der Großteil hält sich schon daran….sagen wir es so, normalerweise bräuchte ich im Berufsverkehr von meinem Haus bis nach San Francisco etwa eineinhalb Stunden…derzeit kann ich zur gleichen Zeit die Strecke in 20 Minuten schaffen. Das zeigt schon, dass hier das öffentliche Leben deutlich und erfolgreich runtergefahren wurde.

Welche Prognosen haben die Fachleute bisher veröffentlicht und inwieweit deckt sich das mit den Prognosen des Weißen Hauses?
Na ja, es wird von Tag zu Tag schlimmer. Anfangs meinte ja Präsident Trump, das sei alles kein Ding, 15 Tote und dann sei die Sache vorbei….Nur wenige Tage später sind wir soweit, dass hier von vielleicht 200.000 Toten in den USA gesprochen wird….Die Prognosen sind derzeit alles andere als gut….für die Amerikaner genauso wie für die amerikanische Wirtschaft.

Was schätzt Du, wie es in den nächsten Wochen weiter gehen wird und wie die Aussichten sind?
Wenn ich das wüßte?….man muss nur zwei, drei, vier Wochen zurückblicken, dann weiss man, wie falsch alle mit ihren Prognosen gelegen haben, vor allem an ganz obiger Stelle…man kann nur hoffen, dass sich die Menschen an diese Ausgangsbeschränkungen halten und dann sehen, ob es hilft….was ich sehe ist auch, dass derzeit in den USA eine einheitliche Linie fehlt, weil Donald Trump das alles als Wahlkampfspektakel nutzt, man muß nur seine täglichen sogenannten „Pressekonferenzen“ ansehen, die zu einer Trump-Show verkommen sind. Das macht es nicht leicht, wenn man den Verdacht hat, dass er den Staaten mehr hilft, die für ihn bei der Wahl im November mehr Bedeutung haben.

Krautrock neu erzählt

Als ich 1996 mit meiner Sendung Radio Goethe auf KUSF anfing, hatte ich nur ein paar CDs aus Deutschland mit nach San Francisco gebracht. Also fing ich an im umfangreichen CD und Vinyl Archiv des Senders zu suchen und fand so einige deutsche Bands, die mir vom Namen her bekannt waren, aber die ich in daheim in Nürnberg kaum oder gar nicht gehört hatte. Es waren vor allem experimentelle Bands, wie die Einstürzenden Neubauten oder Gruppen aus dem sogenannten „Krautrock“ Bereich.

Aus einer Not wurde eine große Liebe für diese Bands und diese Epoche. Faust und Amon Düül II, Can und Kraftwerk und viele andere, die ich da in den Plattenregalen von KUSF finden konnte. Und ich war begeistert, diese Gruppen öffneten mir einen ganz neuen Klangraum. Krautrock wurde immer interessanter für mich, schließlich produzierte ich sogar ein zwei Stunden langes „Spotlight“, eine wöchentliche Spezialsendung am Sonntagnachmittag auf KUSF, in der man ein Thema vertiefen konnte. Und als ich diese Sendung ankündigte, bekam ich viele Tipps, Hinweise und Wünsche von anderen KUSF DJs, sie alle kannten die Krautrock Bands, die da gespielt werden sollten. Überhaupt ist Krautrock Kult auf den amerikanischen College- und Communitysendern.

Durch meine Arbeit mit Radio Goethe lernte ich auch Hans Joachim Irmler, Gründungsmitglied von Faust kennen, über die ich sogar irgendwann auf Bayern 2 ein Stundenfeature produzieren durfte. Damals fuhr ich zu Jochen in die schwäbische Provinz, hörte mit ihm so einige alte Aufnahmen und wir führten lange Gespräche, bis wir schließlich nachts um zwei Uhr nach ein paar Flaschen Wein das Aufnahmegerät anstellten. Faust wurden 1972 in Hamburg gegründet und waren für mich die wohl interessanteste Krautrock Band, denn sie verbanden die vielen musikalischen Einflüsse und experimentierten mit Sounds, Klangideen und ihren eigenen technischen Möglichkeiten. Jochen erzählte Geschichten von damals und ich hörte staunend und interessiert zu, manchmal mußte ich mich wegdrehen, weil ich nur so mein Lachen zurückhalten konnte. Es war nicht nur ein Interview, Hans Joachim Irmler hat mir auch eine ganz neue Klangwelt näher gebracht und sie vor allem für mich verständlich gemacht. Ich hörte zwar schon viel Krautrock, aber hatte nie die Bedeutung erkannt. Das änderte sich komplett.

Und nun sitze ich hier in meinem „home office“, wie man in diesen Coronazeiten den heimischen Schreibtisch nennt, und höre Teil 1 der neuen Bear Family Records Reihe „Kraut!“. Insgesamt werden vier Teile veröffentlicht, aufgeteilt nach Nord-, West-, Süddeutschland und Berlin. Musik aus deutschen Landen zwischen 1968 – 1979. Es sind jeweils zwei CDs, die ein lange Zeit übersehenes, doch mehr als bedeutendes Kapitel in der deutschen Musikgeschichte zum Tönen bringen. Nach dem Durchhören habe ich mir gleich Alben von zwei der Bands bestellt, die ich bislang so noch nicht kannte.

Begleitet wird diese umfassende Serie von einem ausführlichen Booklet, mit vielen Informationen, Geschichten, Anekdoten, zusammengetragen von Burghard Rausch, der auch schon die hervorragende NDW-Reihe für Bear Family zusammengestellt hat. Ein wahrer Kenner der Szene. Zu hören sind unter anderem auch die früheren Bands von Kralle Krawinkel und Peter Behrens, die sich beide später bei Trio wiederfanden. Was diese Klangserie zeigt ist, dass Deutschland in den späten 60ern und in den 70er Jahren alles andere als ein Entwicklungsland in Sachen Musik war. Die Bands nahmen das auf, was sie aus England und den USA vorgelegt bekamen, oftmals über die Soldatensender BFBS oder AFN, und nutzten diese Einflüsse um etwas eigenes entstehen zu lassen.

Und das fiel durchaus auch in England und den USA auf, wo viele der Krautrock Bands tourten und Musiker wie David Bowie oder Brian Eno auf einmal aufhorchten, was da in „Krautland“ passierte. Lange Jahre wurde diese wichtige Zeit im deutschen Musikzirkus abgetan oder übersehen. Gerade deshalb ist so eine Serie, wie diese hier von Bear Family Records, mehr als notwendig, denn sie zeigt wie spannend, originell, mitreißend und tief diese Soundvisionen von damals durchaus waren. Diese Gruppen brauchten sich nicht hinter denen aus Großbritannien oder den Vereinigten Staaten zu verstecken. Es geht nicht darum, Geschichte neu zu schreiben, vielmehr darum, das richtig zu bewerten, was diese Bands in dieser Zeit geleistet haben. Krautrock anfangs als minderwertig abgetan ist zu einem anspruchsvollen Gütesiegel geworden. Einziger Wermutstropfen für mich, Faust hat es nicht auf den ersten „Kraut!“ Teil über den Norden der Republik geschafft. Das lag aber weder an Bear Family noch Burghard Rausch, sondern vielmehr an ihrem alten Plattenlabel Warner. Die haben anscheinend noch immer den Hals voll von Faust….doch das ist eine andere, lange Geschichte.

Der Weltuntergang ist nah

Heute früh bin ich mit dem Hund um den Block gegangen. So ruhig war es hier noch nie. Keine Menschenseele auf der Straße, niemand war auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule. Kein Auto fuhr, alles war ruhig, seltsam ruhig. So still ist es noch nicht einmal an Thanksgiving oder Weihnachten. Denn auch aus der Ferne war kein Straßenlärm zu hören.

Seit Mitternacht sind in den Bezirken rund um San Francisco, von Santa Cruz im Süden bis Hopland im Norden Ausgangssperren verhängt worden. „Häusliche Isolation“ nennt sich das, betroffen davon sind rund sechseinhalb Millionen Menschen. Nur wenige Geschäfte dürfen noch auf haben, alles andere ist geschlossen. Das öffentliche Leben kommt in der Bay Area zum Stillstand.

Zumindest eine hat Spaß in diesen Tagen.

Unterdessen steigen im ganzen Land die Waffenverkäufe. Vor Gun Stores in Idaho, Montana, Kentucky, Arkansas und anderen Bundesstaaten haben sich lange Schlange gebildet. Gekauft wird alles was Wumm machen kann, dazu Unmengen an Munition. Das schwerbewaffnete Amerika bereitet sich auf den Endzeitkrieg vor. In einem Wahljahr steigen grundsätzlch die Waffenverkäufe, denn immer ist das vermeintliche Grundrecht auf Waffenbesitz auch ein Wahlkampfthema. Republikaner, allen voran Donald Trump, mobilisieren ihre Basis damit, dass sie erklären, die Demokraten wollten das „2nd Amendment“ abschaffen und alle Knarren konfiszieren lassen. Das ist natürlich Blödsinn, aber es führt dennoch zu einem „Run“ auf die „Guns“.

Doch dieses Wahljahr trifft auch noch auf eine globale Krise. Im Januar wurden deshalb rund 350.000 Waffen mehr verkauft als im Wahljahr 2016. Unzählige Amerikaner sind auf den „drohenden“ Bürgerkrieg und die Aussetzung aller Grundrechte vorbereitet, nach dem Motto, wer an mein Klopapier oder meine Nudeln will, „only over my dead body“. Die Knarren sind geladen.

Die Verschwörungstheorien blühen derzeit auf. Die einen sehen hinter dem Corona Virus den Versuch der „geheimen Weltregierung“ die Bevölkerungen unter ihre Kontrolle zu bringen. Die anderen machen einen Geheimplan von Donald Trump aus, der nun „Martial Law“, also das Kriegsrecht ausrufen wird, um so seine Abwahl zu verhindern und auf einen Kurs mit seinen diktatorischen Kumpels in aller Welt einschwenken will. Bei all dem bin ich nur noch sprachlos. Ich sitze hier in meinem alltäglichen „Home Office“, schreibe und produziere und genieße auch weiterhin die Waldspaziergänge mit meiner Käthe. Da sehe ich keinen, da treffe ich keinen, da treibt sich kein Virus herum.