du-du, du-Du, Du-Du…

Great White beim Wellenreiten…so ging doch in etwa die bekannte Melodie aus dem „Weissen Hai“. Es ist mal wieder so weit, die weissen Haie sind auf Partnersuche und treiben sich vor der Küste Kaliforniens rum. Der „National Park Service“ hat erneut die jährliche Warnung rausgegeben.  Das Rumgebalze im Salzwasser macht hungrig und die Jagd auf Seelöwen hat damit auch begonnen. Nur zu dumm, dass Haie immer mal wieder Surfbretter für leckerschmecker Seehunde halten.

Jedes Jahr werden Surfer und auch Schwimmer an bestimmten Stränden angegriffen. Gerade die Santa Barbara/Ventura  und die Point Reyes/Stinson Beach Gegenden sind beliebte Jagdreviere für die weissen Haie. Jeden Sommer kommt es in den Gegenden zur Schliessung ganzer Strände, wenn mal wieder ein Hai jemanden angegriffen oder angeknabbert hat. Das liegt an den vorliegenden Inselgruppen. Im Süden die Channel Islands, im Norden die Farallon Islands. Dort tummeln sich die „Great Whites“ vor allem rum. Und manchmal zieht es sie eben auch für einen Imbiss in die seichteren Gewässer Richtung Strand.

Gay Pride in San Francisco

rainbowflagSan Francisco gilt als die Hauptstadt der Schwulen- und Lesbenbewegung. Doch die Stadt am Golden Gate ist schon seit Goldgräberzeiten für ihre Liberalität bekannt, wenn es um Sexualität und Lebenseinstellungen geht.

Der Juni ist der „Gay Pride“ Monat. Überall in der Stadt hängen die Regenbogenfahnen, viele Veranstaltungen, allen voran das größte Gay Filmfestival der Welt, Frameline, zeugen von einer selbstbewußten Haltung. Am morgigen Sonntag findet in San Francisco auf der Market Street die riesige Parade statt.

Hier ein Audiobeitrag über „Gay San Francisco“:

Gay Capital San Francisco     

Politik auf kalifornisch

Diese Woche gab es mal wieder Vorwahlen in den USA. Und Kalifornien hat dabei erneut Maßstäbe gesetzt. Die frühere ebay Chefin, Meg Whitman, will kalifornische Gouverneurin werden und walzt alles aus dem Weg, was da aus den politischen Löchern guckt.

Meg WhitmanRund 81 Millionen Dollar hat Whitman im Vorwahlkampf verprasst, um sich die Kandidatur ihrer Partei, der Republikaner, zu sichern. Einundachtzigmillionen Dollar! Das ist ein gehöriger Batzen Geld. Interessanter ist noch die Tatsache, dass die 53jährige knapp 71 Millionen Dollar aus ihrem eigenen Vermögen beigesteuert hat. Ja, Meg Whitman wurde durch den Erfolg von ebay zur Milliardärin und kauft sich jetzt quasi das Büro des Gouverneurs.

Nun hat sie die Kandidatur in der Tasche und startet bereits den nächsten Nahkampf. Der Demokrat Jerry Brown ist jetzt an der Reihe. Brown ist ein Politprofi. Er war bereits von 1975 – 1983 Gouverneur von Kalifornien, versuchte mehrmals Präsidentschaftskandidat seiner Partei zu werden, war Bürgermeister von Oakland (meiner Meinung nach, hat er dabei einen sehr lausigen Job gemacht) und zuletzt Generalstaatsanwalt des Bundesstaates. Jerry Brown gilt als Intellektueller und wird Meg Whitman frontal und ohne mit der Wimpfer zu zucken angehen. Und die wird mir ihren Dollarmillionen reagieren und versuchen das Wahlvolk mit einer Schmierenkampagne zu bombardieren und zu überzeugen, dass sie die bessere Person auf dem Gouverneursstuhl wäre, um Kalifornien aus dem Finanzdebakel zu führen. Also Fenster auf, Dollarsäcke rausgeschmissen und dabei lauthals schreiend: „Ich kann viel besser mit ihren Steuergeldern umgehen als der olle Jerry, liebe Bürgerinnen und Bürger.“

Die Kalifornienwahl ist auf alle Fälle ein Wahlkampf, den man genauer beobachten sollte, denn hier wird gerade ein Schlachtfeld zurecht gerückt, dass blutiger und schmutziger nicht sein könnte.

San Francisco Underground – Audio Report

Vor ein paar Tagen habe ich bereits über die San Francisco Kassetten Szene berichtet, hier nun ein Audio Bericht dazu, um einen kleinen Höreindruck zu liefern…und nicht vergessen, Kunst und Musik kennen keine Grenzen:

Tape Labels     

Napa, Accept und „some horns“

Ich komme gerade aus dem Napa Valley zurück, dem Weinanbaugebiet nördlich von San Francisco. Wolf Hoffmann hatte dort einen Phototermin auf einem Weingut. Er ist ein begehrter Photograph, aber wohl bekannter als Accept Gitarrist. Und Accept melden sich zurück. Sie haben gerade eine neue Platte fertig aufgenommen, die im September auf Nuclear Blast weltweit escheinen wird. Im Mai stehen die ersten Konzerte an, bevor es dann im Herbst auf eine große Welttournee gehen soll. Und auch ohne ihren alten Sänger Udo Dirkschneider wissen Accept wie man richtig gut rockt. Wolf HoffmannWas ich vom neuen Album gehört, dazu noch das gerade abgedrehte Video gesehen habe kann ich nur sagen, die alten Jungs können ihr Handwerk noch richtig gut. Keine Anzeichen von Altersschwäche oder Verweichlichung.

Und zum Photo beim Interview meinte Wolf „let’s do the devil horns“…man sieht, er ist in seinem Element, ich dagegen schaue etwas verloren in die Kamera. Tja, aus mir wäre nie ein guter Rocker geworden.

Angela Merkel in Stanford

merkelBundeskanzlerin Angela Merkel kam nach ihrem Washington DC Trip nach Kalifornien. Neben einer Stippvisite in Hollywood stand auch die San Francisco Bay Area auf dem Programm. Überschattet wurde der letzte Tag ihrer USA Reise von der Nachricht der getöteten deutschen Soldaten in Afghanistan.

Am Donnerstagmorgen besuchte Merkel das Lawrence Berkeley National Lab und wurde dort von 130 deutschen Wissenschaftlern empfangen. Danach ging es ins Silicon Valley. Dort besuchte die Kanzlerin einige Unternehmen. Zum Abschluss stand noch ein Vortrag auf dem Campus der Stanford University an. Hier die gesamte Veranstaltung im O-Ton:

Angela Merkel in Stanford     

Von SF nach Ostafrika

SWP RecordsIch sitze mal wieder im Studio von KUSF San Francisco. Diesmal für eine Sendung über Rootsmusik aus Zentral- und Ostafrika. Etwas ungewöhnlich für jemanden, der sich eigentlich auf deutsche Musik spezialisiert hat. Aber das ganze kam so zustande: Als ich in Ruanda war, besuchte ich einen Buchladen und dort stand eine CD „At the Court of the Mwami Rwanda 1952“. Da ich solche alten Aufnahmen und „Field Recordings“ sammele griff ich zu. Später stellte sich dann heraus, dass diese CD nur eine in einer ganzen Serie war. Die Aufnahmen stammten von Hugh Tracey, ein Brite, der vor allem in den 50er Jahren durch Zentral- und Ostafrika reiste, um dort die Musik der Einheimischen aufzunehmen. Herausgekommen sind einmalige Aufnahmen, die in hervorragender Qualität vorliegen.

Michael Baird, in Sambia geboren, lebt heute in Holland. Er gründete SWP Records, ein kleines Label für seine Musik und die Musik aus der Region aus der er kommt. Nun stiess er durch Zufall auf die Aufnahmen von Hugh Tracey, die in einem Archiv in Südafrika vor sich hin rotteten. Baird hatte die Idee diesen Schatz zu heben und zu veröffentlichen.

Und darüber geht die heutige Sendung auf KUSF, das sogenannte „Spotlight“. Hier kann man die beiden Teile der Zweistundensendung hören.

SWP-Records 1     
SWP-Records 2     

„Ich schmeiss alle raus“

San FranciscoDie „City by the Bay“ hat Riesenprobleme. Schlappe 522 Millionen Dollar ist das Haushaltsloch gross. Da hilft eigentlich so gut wie gar nichts. Man kann zwar Gebühren für allerlei Bürgerserviceleistungen und Preise für Fahrscheine des öffentlichen Nahverkehrs anheben, man kann auch mal Angebote reduzieren oder Öffnungszeiten für Museen verkürzen, aber irgendwie kommt man da am Ende auch nicht auf diese magische Zahl 522 Millionen Dollar. Das ist doch alles nur ein Geschiebe von Pennies.

Nun greift Bürgermeister Gavin Newsom zu radikalen Hilfsmassnahmen. Er hat 15.000 seiner 26.000 städtischen Angestellten gekündigt. Ratzfatz haben diese 15.000 am Freitag ein Entlassungsschreiben bekommen.  Und das ging quer durch die Bank. Vom Müllmann bis zum Lehrer, vom Sachbearbeiter bis zum Ingenieur. Das Geheule war gross, auch wenn Newsom erklärte, er werde die meisten wieder einstellen, denn die Idee hinter dieser Kündigungswelle ist, dass er die städtisch Bediensteten zu anderen Konditionen wieder an ihren Job holt. Newsom hatte im Vorfeld versucht einen breiten Einschnitt bei den Gehältern durchzusetzen. Doch das ist ihm nicht gelungen. Die Gewerkschaften zogen nicht mit. Also schmeisst er nun fast alle raus, die 40 Stunden in ihrem Vertrag haben, stellt sie dann wieder mit Verträgen für 37,5 Stundenwochen ein, zahlt ihnen 6,25 Prozent weniger Gehalt und spart damit einen riesigen Batzen Geld.

Das ist doch auch mal ein Weg, um das Haushaltsloch zu flicken. Allerdings wäre es ja zu leicht, wenn das alles ohne Probleme über die Bühne gehen würde. Schon jetzt haben etliche Arbeitnehmerorganisationen heftigen Widerstand gegen diese Vorgehensweise angekündigt. Gavin Newsom kann sich also auf was gefasst machen. Doch ihm kann es egal sein, denn er steht nicht mehr zur Wiederwahl an. Als er vor drei Jahren noch im Wahlkampf war, „erkaufte“ er sich die Stimmen der mächtigen Polizei- und Feuerwehrgewerkschaften mit einem Gehaltszuschlag von 23 Prozent über vier Jahre. Politik ist schon ein seltsames Geschäft.

Hunderettung in Los Angeles

In Los Angeles wurde am Freitag ein Hund aus einem Hochwasserkanal gerettet. Der Vierbeiner war zuvor an einer Einstiegstelle ins Wasser geraten, abgetrieben worden und fand nicht mehr zurück. An den hohen Kanalwänden konnte er nicht hochklettern. Die verständigte Feuerwehr rief einen Hubschrauber zur Hilfe. Ein Feuerwehrmann wurde heruntergelassen, um dem Hund zu helfen. Das Tier war allerdings völlig in Panik geraten und biss erstmal zu. Doch der Feuerwehrmann gab nicht auf und schaffte es schliesslich den Vierbeiner unter Kontrolle zu bringen und festzuhalten. Ein dramatisches Video zeigt die Hilfsaktion.

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Schlechte Zeiten für Freier

Dirty HarryMinneapolis und viele andere Städte machen es schon, nun denkt man auch in San Francisco darüber nach. Prostitution ist in den USA illegal, doch nach wie vor wackeln Damen und damenhafte Männer des horizontalen Gewerbes durch die Innenstädte, denn Freier gibt es überall. Für ein paar „Bucks“ ist alles käuflich. Verhaftungen hin oder her, es scheint, die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Minneapolis hat nun eine Webseite mit dem treffenden Namen „JohnsPics“ ins Internet gestellt. Als „John“ werden Freier bezeichnet. Auf der Seite kann man jene Kunden sehen, die von der Polizei dabei erwischt wurden, wie sie Prostituierte in ihr Auto einsteigen liessen oder sogar direkt beim eigentlichen Akt verhaftet wurden. Immer mehr Gemeinden und Gerichte setzen auf die öffentliche Demütigung um abzuschrecken.

Nun also San Francisco. Im Bereich der unteren Polk Street, nur wenige Blocks vom Rathaus entfernt, ist die „Liebe“ in allen Variationen käuflich. Eine vor kurzem durchgeführte Verhaftungswelle ergab jedoch, dass von 15 Kunden, 14 von ausserhalb San Franciscos waren. Von den 36 abgeführten Prostituierten, männlichen und weiblichen Geschlechts, wohnten nur zwei in San Francisco. Der Grund dafür, San Francisco hat den Ruf weg, so gut wie gar nichts gegen Strassenprostitution zu unternehmen. Die Polizei schaut einfach weg, winkt mal nett aus dem Streifenwagen und sucht den nächsten Donut Laden für ein verdientes Päuschen. Nun aber ist ein neuer Polizeichef ins Amt gekommen und der hat die Faxen dicke. George Gascón will nun hart durchgreifen und macht sich damit alles andere als beliebt. Mal sehen, wie weit er kommt oder wann er frustriert das Handtuch schmeisst. San Francisco bräuchte zwar mal einen wirklichen „Dirty Harry“, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dieser sich in der „City by the Bay“ durchsetzen könnte, sind gleich Null.