Wenn die Erde bebt

Am dritten Jahrestag des Erdbebens von Japan wachsen in Kalifornien die Sorgenfalten. Sonntagabend war es mal wieder soweit. Um 22:18 bebte die Erde. Gemessen wurde ein Beben mit der Stärke 6,8. Ein guter Rüttler, doch das Epizentrum lag zum Glück rund 80 Kilometer vor der Küste von Eureka und etwa 16 Kilometer unter dem Meeresboden. Ein Ruck und danach eine etwa 30 Sekunden anhaltende Welle, das war es. Keine Schäden wurden vermeldet, lediglich ein paar Bücher und Krimskrams flog in Humboldt County hier und da von den Regalen. Danach kamen noch 20 kleinere Nachbeben in der Stärke von 3,5 und geringer.

Wer in Kalifornien lebt, lebt mit Erdbeben. Man spürt sie immer mal wieder und das zu den unpassendsten Zeiten. Man sitzt, man steht, man liegt, spürt den Rucker, spürt die Welle kommen und wartet…und wartet….kommt noch was. Nein, das wars, also ganz normal weiter.

Das Beben am Sonntag war kein außergewöhnliches. Seit 1980 wurden in der Gegend vor Eureka 10 „Earthquakes“in der 6er Stärke gemessen. In Gesamtkalifornien gab es im gleichen Zeitraum sieben Beben mit der Stärke 6,9. Wissenschaftler der USGS erklärten nun, dass die Wahrscheinlichkeit eines größeren Erdbebens in der Folgewoche um 5-10 Prozent gestiegen ist. Man sammelt Daten und Informationen, rechnet und kummelt da rum, aber genaueres weiß man bis heute nicht. Die Erde bebt in Kalifornien, wann sie will. Sie hält sich nicht an Kalendertage, Tageszeiten, Wetterbedingungen oder wie der Mond steht. Es ist passiert einfach. Das ist Normalität in Kalifornien.