Wim Wenders mag Musik

Wim Wenders     

Sein Geld verdient er mit Filmen. Mit richtig guten Filmen, muß man schon sagen. Vor ein paar Jahren traf ich Wim Wenders für ein Interview in San Francisco. Natürlich ging es dabei um das Thema Film. Nach dem sehr interessanten und netten Gespräch gab ich ihm eine Platte einer meiner Lieblingsbands und bat ihn da mal reinzuhören. Denn irgendwie, so meinte ich, könnte das was für einen seiner nächsten Filme sein.

Keine Ahnung, ob er dachte, was soll denn das nun, auf jeden Fall schleppte er die Platte mit sich rum, bis er wieder in Berlin war. Dort hörte er rein und es gefiel ihm. Nicht für einen neuen Film, aber gut genug, die Band anzuschreiben und alles von ihnen gegen Vorkasse zu besellen. Nach langer Zeit ist nun endlich die neue Infamis Platte veröffentlicht worden. „Im Westen der Himmel“ heißt sie, erschienen auf „Wenders Music“. So klein kann die Welt sein.

Dazu das obige Audiointerview mit Wim Wenders, den ich bei Dreharbeiten in Montreal erreichte.

 

D + CH + A in SF

Der deutschsprachige Film ist gefragt in den USA. Klar, „Metropolis“, „Das Boot“…auch noch „Lola rennt“ und „Der Untergang“, aber auch die neueren Streifen kommen an, was die Erfolge von Fatih Akin oder Florian Henckel von Donnersmarck belegen. Derzeit läuft wieder das Filmfestival „Berlin & Beyond“ in San Francisco, das größte seiner Art weltweit…zumindest außerhalb der deutschsprachigen Länder. Und die Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ziehen ihre Fans an. Es wird gelacht, geweint, heftigst diskutiert und gefeiert, alles im Zeichen des Films „made in Germany, Austria and Switzerland“. Eine tolle Sache.

Zur 16. Ausgabe des Festivals ein aktueller Hörbeitrag:

Berlin & Beyond 2012     

Hitliste der Schwachsinnsfilme

Jeder sass wohl schon mal vor dem Fernseher oder im Kino und dachte sich, „was für ein Scheissfilm ist das denn?“. So ging es auch den Machern von RottenTomatoes.com, die sich kürzlich die Filmkritiken der letzten zehn Jahre vorgenommen und ausgewertet haben. Herausgekommen ist eine Liste von 100 der dusseligsten Kinostreifen, die wirklich weh tun, wenn man sie ansieht. Darunter solche bekloppten Sachen wie „Gigli“ mit Ben Affleck/Jennifer Lopez oder das Schwachsinns Sci-Fi Fiasko vom Scientologen John Travolta, der einen Roman von Sektengründer Ron Hubbard verfilmte. Aber auch die in Franken geliebte Sandra Bullock hat sich mit „All about Steve“ einen Platz auf der Dödelliste erkämpft.

Selbst Madonna, die für ihren Ex Guy Ritchie in „Swept away“ vor die Kamera trat, hat sich blaue Flecken eingefangen. Gerade mal 600.000 Dollar hat dieser Schusselfilm in den USA eingespielt. Grosse Namen sind also nicht vor dem totalen Flop gefeit, denn auf der 100er Liste kommen sogar Oscar Preisträger wie Robert de Niro („Godsend“), Al Pacino („88 Minutes“), Diane Keaton („Because I Said So“) und Ben Kingsley („A Sound of Thunder“) vor.

Der absolute Top-Granatenblödsinnsfilm ist „Ballistic“, in den Hauptrollen Antonio Banderas und Lucy Liu. Ein Kritiker schrieb dazu: „Ich kenne selbst ein gutes Dutzend 10jähriger, die eine bessere Geschichte als diese geschrieben hätten“. AUTSCH!!!

Hier die absoluten Top-Ten-Flops…stellt sich die Frage, welcher Film tat Ihnen denn am meisten weh?

10. Witless Protection (2008)
09. Redline (2007)
08. 3 Strikes (2000)
07. Strange Wilderness (2008)
06. Superbabies: Baby Geniuses 2 (2004)
05. National Lampoon’s Gold Diggers (2004)
04. King’s Ransom (2005)
03. Pinocchio (2002)
02. One Missed Call (2008)
01. Ballistic: Ecks Vs. Sever (2002)

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