Das laute Schweigen von Donald Trump

Der Westen brennt. Kalifornien, Oregon, Washington, überall fliehen Menschen vor den lodernden Flammen. Der kalifornische Gouverneur, Gavin Newsom, hat die Brände im Golden State „historisch“ genannt, denn noch nie brannte es so oft, so intensiv und so verbreitet. In Oregon, einem Bundesstaat mit 4,2 Millionen Einwohnern, wurden 500.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert. Und auch in Washington sind die Feuer nicht zu übersehen.

Der aussichtslose Kampf gegen die Flammen. Foto: Reuters.

Und was macht Donald Trump, immerhin Präsident auch dieses Teiles der USA? Er schweigt. Und das ziemlich auffallend, denn Trump gibt eigentlich zu allem seinen Kommentar ab. Die Katastrophe am Pazifik sollte eine Chefsache sein, doch es ist Wahlkampf, da passt es mehr, dass Trump dämliche Vorschläge wie das Harken von Wäldern verbreitet. Doch er schweigt wohl vor allem deshalb, weil Wissenschaftler betonen, dass die immer heftiger werdenden Waldbrände im Westen des Landes Hand in Hand mit dem Klimawandel gehen. „Climate Change“ ist ja etwas, was Donald Trump noch immer verächtlich abtut. Ein Hirngespinst der Demokraten. Er warnt in seinen Reden, in Interviews und auf Twitter vor dem „Green New Deal“, den Teile der Demokraten einfordern. Der aber kommen muß, der kommen wird.

In den betroffenen Bundesstaaten ist man sich einig, in Kalifornien, Oregon und Washington sieht man ganz deutlich die Folgen des Klimawandels. Trump und seine Zweifler und Leugner können da noch so sehr abwinken, die Fakten sprechen hier für sich. In einem Tweet lobte der Präsident die Einsatzkräfte, doch kein Wort des Mitgefühls für die vielen Familien, die Angehörige in den Flammen, die ihre Häuser, ihre Existenz verloren haben. Kein Wort davon, dass Millionen Amerikaner seit Wochen schon unter einer gesundheitsgefährdenden Rauchglocke leben müssen. In Kalifornien brannte bislang eine Fläche ab, die 54 mal so groß ist wie das Stadtgebiet von Nürnberg. Und es ist nicht das erste Mal, dass es hier in der Amtszeit von Donald Trump brennt. Weite Flächen des Bundesstaates sind „National Forest“, also Bundeswald, der unter der direkten Kontrolle der Regierung in Washington steht. Von daher müsste es eigentlich auch dahingehend einen Anreiz für Trump geben, diese Waldgebiete zu schützen. Aber nichts. Vielleicht liegt es auch nu daran, dass diese drei westlichen Bundesstaaten demokratisch regiert werden. Donald Trump sieht also nur die Katastrophen, wenn sie seine Wählerbasis betreffen. Ansonsten schweigt er.

Atmen ist gesundheitsgefährdend

Kalifornien kommt nicht zur Ruhe. Nach wie vor brennt es an Dutzenden Orten, zum Teil sind es gewaltige Feuer, die noch wochenlang ausbrennen werden. Die Feuerwehreinsatzkräfte machen nur geringe Fortschritte. Auch in Oregon und Washington State brennt es und die Feuersaison im Westen der USA hat noch gar nicht richtig begonnen.

Die Luft in Oakland war heute „gesundheitsgefährdend“.

Täglich werden Dutzende von Pressekonferenzen der verschiedenen Feuerwehrleitstellen im ganzen Bundesstaat übertragen. 2018 war das bislang verheerendste Feuerjahr in der aufgezeichnten Geschichte von Kalifornien. Vor zwei Jahren verbrannte im Golden State eine Fläche rund dreimal so groß wie Luxemburg. Doch diese Marke wurde in diesem Jahr bereits am „Labor Day“, dem ersten Montag im September deutlich überschritten. Schon viermal brannte hier 2020 die Grundfläche von Luxemburg ab. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom spricht denn auch von einer historischen Marke: “Historisch ist ein Begriff, den wir hier in Kalifornien anscheinend sehr oft benutzen, aber diese Zahlen bestätigen genau das, es ist historisch, das ist die größte Feuer Saison bezüglich der betroffenen Fläche, die je registriert wurde.”

Die Statistiken zeigen auch auf, dass die Brandgefahr in Kalifornien immer weiter steigt. Die Top Five der gewaltigsten Feuerjahre seit Anfang des 20. Jahrhunderts liegen in den letzten 13 Jahren: 2007, 2008, 2017, 2018 und nun 2020. An 29 Stellen in Bundesstaat brennt es noch immer. Mehr als 20 Tausend Feuerwehrleute sind im Einsatz. Was ihnen derzeit hilft, ist das Wetter, es wird kühler, die starken Winde lassen etwas nach, gerade im Küstenbereich zieht Nebel auf. Doch genau das ist das Problem in Ballungsräumen wie der San Francisco Bay Area, die bekannt für ihre Nebeldecke gerade im Sommer ist. Die Bilder gingen am Mittwoch um die Welt: Der Tag an dem die Sonne nicht aufging. Dicker Rauch von den umliegenden Feuern und sogar von Waldbränden aus Oregon sammelte sich unter der Nebeldecke und konnte nicht abziehen. Ein orangenes Dauerdämmerlicht war den ganzen Tag zu sehen, als ob man sich auf dem Mars aufhält. Die Autos waren mit einer Ascheschicht bedeckt. Experten warnten vor der schlechten Luftqualität und riefen dazu auf, sich möglichst nicht draußen aufzuhalten. Fast jeder, den man sprach, beschrieb die Situation als “apokalyptisch”, “verrückt”, “surreal”, wie in einem schlechten Traum, aus dem man nicht aufwacht.

Auch am Donnerstag wurde es nicht besser. Einige der Brände, gerade die in der näheren Umgebung der San Francisco Bay wurden fast vollständig unter Kontrolle gebracht, doch dafür sank die Luftqualität weiter. Als “gesundheitlich gefährdend” wurde sie eingestuft, wer länger draußen sein mußte, merkte schnell ein Kratzen im Hals, brennende Augen, Probleme beim tiefen Einatmen.

Ein Ende der Feuergefahr ist noch lange nicht in Sicht, denn die eigentliche “Fire Season”, die Feuersaison in Kalifornien steht im Frühherbst noch bevor. Dann ziehen vom Landesinneren die „Santa Ana Winds“, starke, sich ständig drehende und warme Winde über den Bundesstaat, schon der kleinste Funke kann dann zu einer Katastrophe führen…einer weiteren im Golden State. Unterdessen breiten sich riesige Waldbrände in Oregon und Washington aus. Im nördlichen Nachbarstaat von Kalifornien mussten 500.000 evakuiert werden. Oregon hat nur 4,2 Millionen Einwohner.

Der wievielte Amoklauf ist es?

Foto: AFP.

Foto: AFP.

Am 27. August beendete ich einen Blogeintrag mit den Worten: Es wird wieder passieren, irgendwo und irgendwann im Land. Vielleicht heute, vielleicht morgen. Egal, es wird passieren. Das steht fest.“ Es hat fünf Wochen gedauert, dann knallte es wieder. Diesmal am Umpqua Community College in Roseburg, Oregon. 13 Tote, mindestens 20 Verletzte. Doch die Zahlen können sich noch verändern. Der Todesschütze, ein 20jähriger, ist bei dem anschließenden Schußwechsel mit der Polizei ums Leben gekommen. Ein Einzeltäter, heißt es, über Hintergrund und Motiv ist noch nichts bekannt. Es ist schon die 45. (!) Schießerei in diesem Jahr an einer Schule, einem College, einer Unversität.

Das Entsetzen ist – mal wieder – groß. In Washington forderte ein sichtlich betroffener Präsident Barack Obama umgehend striktere Waffengesetze. „Das ist etwas, was ich nicht alleine machen kann“. Er wolle für die Opfer und deren Angehörige beten, meinte er, und drückte damit auch aus, dass das wohl das einzige sein wird, was er machen kann und wird. Man glaubt Obama, dass er gerne etwas tun würde, doch im politischen Washington keine Chance auf eine Verschärfung der Waffengesetze sieht. Das vermeintliche Recht auf Waffenbesitz wird von konservativen Politikern und Richtern über das Grundrecht auf Unversehrtheit der eigenen Bürger gestellt.

Wenn solche regelmäßigen Amokläufe und Massenschießereien nichts verändern. Wenn Kleinkinder und Kirchgänger, Schüler, Studenten, Kinobesucher und Arbeitnehmer nicht mehr da sicher sind, wo sie glauben sicher zu sein, dann stimmt doch etwas nicht in „God’s Country“. Ich lebe seit nunmehr 19 Jahren in einem Land, in dem einfach hingenommen wird, dass Jahr für Jahr die Bewohner einer Stadt in der Größe von Forchheim einfach abgeballert werden. Schußwaffen fordern jährlich rund 30.000 Tote in den USA, Morde, Selbstmorde, „Unfälle“ mit Knarren. Und nichts verändert sich. Das eigentliche Ereignis, das zwangsläufige Betroffensein, das Abhaken und zum Alltag übergehen, es ist noch nicht mal mehr ein Skandal. Es ist Amerika. Es wird wieder passieren, irgendwo und irgendwann im Land. Vielleicht heute, vielleicht morgen. Egal, es wird passieren. Das steht fest.“

 

Rocky Mountain High

John Denver hatte sicherlich nicht damit gerechnet, dass sein Song einmal so ausgelegt wird. Rocky Mountain High, high in den Rocky Mountains. Gott hab‘ ihn selig. Seit Anfang des Jahres darf man in Colorado legal Marihuana kaufen und verköstigen. Und eigentlich gibt es keine Beschränkungen. Man muß 21 sein, nach dem Genuß darf man nicht Autofahren, die Verkaufsshops dürfen nur von 8 Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet sein und als Käufer darf man „nur“ eine Ounce, also rund 28 Gramm erwerben. Good Times, Rocky Mountain High.

Nun wird auch in anderen westlichen Bundesstaaten genau beobachtet, was sich da in den Bergen tut. Der Pottourismus verspricht gute Einnahmen für den Bundesstaat. In Kalifornien, Alaska, Arizona und Oregon sind bereits Initiativen entstanden, die bei den nächsten Wahlen die Wähler über eine Legalisierung von Marihuana abstimmen lassen wollen. Mit der Legalisierung von Marihuana unterläuft man auch die mexikanischen Drogen Syndikate. An der Grenze zum südlichen Nachbarn wird immer wieder tonnenweise Mariuhana beschlagnahmt. Mehr als 90 Prozent der konfiszierten Drogen ist Mariuhana.

Neue Töne im gescheiterten Drogenkrieg. Amerika erlebt derzeit einen Umbruch. In Umfragen erklären mehr als 50 Prozent der Bürger, dass sie nichts gegen eine Legalisierung von Pot hätten. Die Obama Administration hat darüberhinaus erklärt, dass sie erst einmal nichts gegen die Gesetzgebung in einzelnen Bundesstaaten unternehmen wird. Also, es ist und bleibt vorest legal in Colorado einen Joint zu drehen. Zumindest unter diesem Präsidenten. Und auch in Washington DC soll das Kiffen bald erlaubt sein. Ein bißchen high in der Politmetropole, vielleicht wäre das gar nicht so schlimm und würde den aggressiven Ton und das angespannte Verhältnis zwischen Demokraten und Republikanern etwas entschärfen. Good Times.

Ein Hilferuf der verhallt

Einsparungen      

In Oakland kommt keine Polizei mehr bei Einbrüchen. Die Aufklärungsrate bei schweren Verbrechen wie Mord und Vergewaltigung liegt bei nur rund 25 Prozen. Feuerwehren werden geschlossen oder nur noch zum Teil besetzt. Amerika spürt mittlerweile ganz deutlich die Einsparungen im öffentlichen Haushalt. Es geht nicht mehr nur um den Verteidigungshaushalt, Nationalparks, den Straßenbau. Die Kürzungen sind mittlerweile auch ganz unten im täglichen Leben angekommen. Nichts ist mehr sicher oder heilig vor dem Rotstift. Sogar ganze Sheriff Departments werden aufgelöst, wie das Beispiel im Audiobeitrag zeigt.

„News“ der anderen Art

Auch das sind Nachrichten und Amerika steckt voller solcher Meldungen:

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ein Mann in Maine nahm in einem Hospital an einer Fortbildung zum Thema Herzgesundheit teil, als er sich über Brustschmerzen beschwerte. Der anwesende Herzspezialist forderte seine Krankenschwester auf, den Mann doch in die Notaufnahme zu begleiten, doch kaum stand der auf, brach er zusammen. Sofort wurden das vortragende Team aktiv, nutzte sogleich die mitgebrachten Apparaturen an diesem unfreiwilligen Patienten bis das eigentliche und herbeigerufene Notaufnahmeteam erschien. Der Mann ist dank der schnellen Reaktion in gutem Zustand.

Attacke im Tiefflug. Fahrradfahrer in Pendleton, im Osten des Bundesstaates Oregon, werden derzeit von einem Falken angegriffen. Immer wieder stürzt sich der Vogel aus dem Himmel auf die vorbeifahrenden Radler und pickt ihnen auf dem Helm. Der Grund dafür ist, dass der beliebte Fahrradweg ganz in der Nähe des Nestes ist, in dem ein paar Jungvögel des Falken hocken. Einer der Radler gab an, dass der Vogel wie ein herabstürzender Kampfflieger angeschossen kam und seinen Helm angriff.

Der freundliche Einbrecher von nebenan. Ein Einbrecher in Vineland, New Jersey, knackte die Haustür eines Hauses und bemerkte dann seinen Fehler. Als die dort wohnende Frau ins Zimmer kam, entschuldigte sich der Einbrecher höflich und erklärte, es tue ihm leid, er wollte eigentlich im Nachbarhaus einbrechen. Auch bot er an, das demolierte Fliegengitter wieder zu reparieren. Die Hausherrin meinte daraufhin, das sei sehr nett, aber es wäre wohl besser, wenn der Dieb lieber ginge. Die herbeigerufene Polizei konnte bislang niemanden dingfest machen.

Milchiger Angriff. Und dann ist da noch die Frau in Delaware, Ohio, die nun eine Anzeige am Hals hat. Nach einem Streit mit ihrem Mann, schloss sich die angetrunkene Frau in den Familienwagen ein. Der Gatte rief die Polizei, die auch kam und die Frau dazu aufforderte, das Auto zu verlassen. Doch die weigerte sich und schrie nur die Beamten an. Die Sheriff Deputies öffneten schließlich gewaltsam die Tür. Der Frau gefiel das jedoch gar nicht, entblösste ihre Brust und begann die Polizisten mit Brustmilch zu bespritzen. Nun hat sie die Anklage wegen „ungehöriges Verhalten“ zugestellt bekommen.

Killernatur

Flora und Fauna brauchen den Regen. Ja, aber der Tigerhai nicht ganz so viel. In den Küstengebieten zwischen Mexiko und Oregon stößt man auf den markant aussehenden Hai. Auch in der San Francisco Bay ist er in seichteren Gewässern zu finden. Doch in den letzten Wochen wurden mehr als 100 Tigerhaie tot geborgen. Unklar ist noch, was genau zu diesem Massentod führte und noch immer führt. Angenommen wird, dass der starke Regenfall in diesem Winter und Frühjahr dafür verantwortlich zu machen ist. Nicht, dass der Hai etwas gegen Regen hätte, das ist ihm eigentlich schnurzepurz egal, aber die langanhaltenden Schauer haben deutlich den Salzgehalt in der San Francisco Bay verändert. Und das, so erste Vermutungen von Wissenschaftlern, gefällt dem Hai so gar nicht und könnte letztendlich zum Tod der Tigerhaie führen. Die Untersuchungen laufen, die Wissenschaftler überlegen, ob es das sein könnte und, wenn ja, ob man Salzpäckchen in die Bay schütten sollte.

Tigerhaie werden bis zu 1,50 Meter lang, können durchaus 40 Jahre alt werden und ernähren sich von Krabben, kleinen Fischen und Würmern im Bodenschlamm.

Entwarnung an der Westküste

Erst Japan, dann Hawaii und dann rollte die gewaltige Welle Richtung amerikanischer Westküste. Mit Stunden Vorlauf bereitete man sich in den Küstenregionen von Oregon bis Kalifornien auf die Wasserflut vor. Der Great Highway in San Francisco, direkt am Strand gelegen, wurde vorsichtshalber gesperrt. Die Polizei arbeitete in der Nacht mit Obdachlosenorganisationen zusammen, um die „Homeless“ in der Gegend dazu aufzufordern, ihre Camps am Rande des Golden Gate Parks zu verlassen. Entlang der Küstenregionen von Central Kalifornien bis hoch nach Oregon wurden die Menschen dazu aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.

Die Welle kam, doch zum Glück genau zu der Zeit, als Ebbe am Golden Gate war. Keine größeren Schäden wurden bislang gemeldet.

UPDATE: Aus Crescent City in Nordkalifornien kommt die Meldung, dass rund 35 Boote und einige Landungsstege zerstört wurden. In Santa Cruz, einem beliebten Surfgebiet, waren Surfer sogar trotz Warnungen im Wasser als die Welle kam, um den Tsunami zu reiten. Auch im Hafen von Santa Cruz wurden einige Boote zerstört.

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Return of the Wolverine

WolverineEin Wolverine (Gulo gulo), oder wie er auf Deutsch heisst, ein Vielfrass ist in Nordkalifornien aufgetaucht. Das Männchen wurde in der Nähe von Truckee entdeckt. Und das ist eine Überraschung, denn eigentlich wurde vor rund 90 Jahren dem letzten Wolverine in Kalifornien das Fell über die Ohren gezogen, er wurde Opfer der Pelzindustrie. Einige Wolverines leben heute noch zwei Bundesstaaten weiter in Gebieten von Idaho, das ist aber rund 1300 Kilometer entfernt. Normalerweise wandern Wolverines rund 35 Kilometer pro Tag. Doch Buddy, wie er getauft wurde, scheint wohl auf seiner Wanderung die Rockies, die Blue Mountains im Nordosten von Oregon und den Lassen National Park durchquert zu haben, um bis in die Tahoe Gegend zu gelangen.

Der einsame Wolverine, das grösste seiner Art aus der Familie der Marder, ist anscheinend auf der Suche nach einem Weibchen. Wissenschaftler, die das Verhalten des Tieres beobachten, vermerkten, dass er seinen maskulinen Duft verbreite, um auch mal wieder etwas „Action“ zu bekommen. Bislang ergebnislos, denn in der Truckee Gegend wurden schon seit Ewigkeiten kein Wolverines mehr gesichtet. Einige Beobachter meinten auch scherzhaft, man sollte Buddy lieber Randy nennen, was auch fuer „geil“ im Englischen steht. Denn wer solch eine Wanderung hinter sich hat, der hat einen riesigen Hormonstau.

Bislang rätselt man noch, wie nun genau der fellige Zeitgenosse hier gelandet ist. Ob gewandert oder gekidnappt, Tatsache ist, er fühlt sich scheinbar wohl, wenn auch etwas einsam in Truckee.

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Die Seehunde sind aufgetaucht

Seehunde in FlorenceEs war die Frage aller Fragen in San Francisco. Fast über Nacht verschwand die riesige Seehundpopulation, die sich seit Jahren am Pier 39 breit gemacht hatte. Keiner wusste, wohin die mehrere tausend Seehund starke Gruppe geschwommen war. Doch nun tauchten sie wieder auf. Rund 2000 der Meeressäuger steckten nun vor der Küste Oregons ihre Köpfe aus dem Wasser. Einige Hundert nisteten sich gleich in Höhlen unweit der Stadt Florence ein.

Der Grund für die Abwanderung der Seehunde aus der San Francisco Bay Area scheint nun auch geklärt zu sein. Vor der Küste Oregons ist das Wasser kälter, die Strömung kommt direkt von Alaska und dort sind Heringe und andere Köstlichkeiten für die Seehunde zu finden. Das El Nino Phänomen in diesem Jahr hat nämlich die Fische nach Norden verdrängt, nun sind die Seehunde einfach hinterher geschwommen. Ob sie wieder zurück in de Bay Area kommen ist fraglich. Erst nach dem grossen Loma Prieta Erdbeben 1989 verlegten die Seehunde ihren Ruheplatz von vor dem Cliff House nach Pier 39.