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Die Nachricht verbreitete sich rasant. Sechs Todesopfer, die mit dem Vaping, dem Inhalieren von Nassdampf bei E-Zigaretten, zusammenhängen sollen. Wie kann es auch sein, dass so etwas gefährlich ist, was von der Tabakindustrie als „gesunde“ Alternative zum Zigarettenrauch beworben wird. Die amerikanische Politik reagiert umgehend, Präsident Donald Trump tweetet, es müsse etwas getan werden.

Seit dem Amtsantritt Donald Trumps wurden in den USA rund 30.000 Menschen mit Schusswaffen ermordet. Etwa die gleiche Anzahl an Personen nahm sich mit einer Knarre das Leben. Die Zahl der Schusswaffenopfer, also Verletzte, kann verdreifacht werden, dass sind etwa 90.000 Betroffene. Damit wurden seit Januar 2017 etwa 150.000 Menschen in den USA Opfer von Schusswaffen. Das ist ungefähr die Einwohnerzahl von Regensburg. Und was sagt die amerikanische Politik dazu? Donald Trump betont fast täglich, dass er und die Kandidaten für die er sich einsetzt, zum vermeintlichen Grundrecht auf Waffenbesitzt stehen. Die Republikaner im Kongress griffen schnell die Forderung von Beto O’Rourke auf, der chancenlos als Präsidentschaftskandidat der Demokraten am Donnerstag forderte, halb- und vollautomatische Gewehre verpflichtend zurückkaufen zu wollen und umfassende „Background Checks“ durchführen zu lassen. Das wurde zugleich als allgemeine und umfassende Entwaffnung aller Amerikaner ausgelegt.

In den USA gibt es mehr Waffen als Menschen. Wie viele genau, das weiss keiner, denn gezielte Untersuchungen werden von der Waffenlobby blockiert. Selbst das sehen sie als einen Eingriff in ihr „Grundrecht“. Mittlerweile ist die Zahl der Massenschiessereien in diesem Jahr in den USA auf 354 gestiegen. Die Definition, die dafür zugrunde gelegt wird, sind vier oder mehr Opfer – Tote oder Verletzte. Und auch darüber gibt es keine einheitliche Meinung. Für das FBI müssen es mindestens drei Tote sein, bevor von einer Massenschiesserei gesprochen wird. Das heisst, die rund 90.000 Schusswaffenopfer, die es seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump nachweislich in den USA gibt, zählen nicht. Aber die sechs Toten, die durch die Folgen von E-Zigaretten starben, bewegen die US amerikanische Politik. Klagen werden folgen, denn man hat ja von den Gefahren nichts gewusst. Millionenbeträge werden in Strafen und Abfindungen bezahlt werden, Anwälte freuen sich, der Landesvater selbst kann sich als sorgender Präsident für seine Schäfchen darstellen. Ich merke, wie ich zynisch werde…

Wie wäre es mit Kautabak?

Auch die Bäume haben ein Recht auf eine rauchfreie Umgebung.

Auch die Bäume haben ein Recht auf eine rauchfreie Umgebung.

In Kalifornien muß man 21 Jahre alt sein, um Tabakprodukte zu kaufen. Das ist neu, damit ist Kalifornien der zweite US-Bundesstaat nach Hawaii, der das Mindestalter von 18 auf 21 Jahre anhob. Eine breite Kampagne soll den Tabakkonsum im Sonnenstaat weiter senken, dazu gehören auch E-Zigaretten. Geschätzte 217.000 Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren rauchen in Kalifornien. Diese Zahl soll weiter fallen.

Seit 1988 wird offensiv gegen das Qualmen vorgegangen. Raucher wurden immer mehr an den Rand der Gesellschaft und des Alltags gedrängt. Heute sieht man kaum noch jemanden sich eine anzünden. Es fällt richtiggehend auf, wenn man es dann doch mal sieht. Seit 1988 wurde die Anzahl der Raucher in Kalifornien um 50 Prozent reduziert. Das liegt zum einen sicherlich am erhöhten Preis für eine Schachtel Zigaretten, zum anderen aber wohl auch an der allseits präsenten Anti-Raucher-Kampagne, wie auch das Schild zeigt. Es fiel mir gestern am Parkplatz auf, als ich mal wieder mit meinem Hund losziehen wollte. Das Rauchen ist auch im Wald verboten, bleibt wohl wirklich nur noch der Kautabak. NoButts, keine Kippen, heißt die Initiative, mit der Nikotinabhängigen online und mit einem Sorgentelefon geholfen werden soll. Es scheint ja zu funktionieren.

Rauchverbot – wie alles anfing

2010 bringt einen Volksentscheid für Bayern. Soll das Rauchen in Kneipen erlaubt werden oder nicht, mit Nebenzimmer, Ausnahmen und Clubausweis? Was passiert in den Bierzelten auf der Wies’n und auf dem Volksfest? Wird es das Ende der Zivilisation, die Vernichtung der dörflichen Kneipenkultur sein, wenn der Volksentscheid zugunsten der Nichtraucher ausfallen wird? Fragen über Fragen, die Köpfe rauchen und in den bevorstehenden hitzigen Debatten werden so einige Schachteln Zigaretten verqualmt werden.

Hat sich aber schon mal jemand gefragt, wie eigentlich alles anfing? Hier ein Video, in dem Larry Cohen, der Gründer und Leiter des Prevention Institutes in Oakland, Kalifornien, von den ersten Schritten in Sachen Nichtraucherschutz berichtet.

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Die Haushaltskrise wird geraucht

Marihuana Rauchen tut gut. Zumindest könnte man damit den kranken kalifornischen Haushalt wieder gesund machen. Das zumindest dachte sich der Abgeordnete Tom Ammiano, der San Francisco im Staatsparlament vertritt und nun die Legalisierung und die Besteuerung von „Pot“ verlangt. Jeder über 21 im Sonnenstaat sollte das Gras anbauen, kaufen, verkaufen und besitzen dürfen. Zwar ist all das bundesrechtlich verboten, aber schwierige Zeiten erfordern schwierige Lösungswege.

Ammiano geht davon aus, dass die Legalisierung und die Besteuerung von Marihuana bis zu einer Milliarde Dollar pro Jahr in den Staatssäckel Kaliforniens bringen würde. Ein Betrag, den man in diesen Zeiten dringend brauchen könnte.

Zwar stösst der Vorstoss des Abgeordneten nicht gerade auf breite Basis, doch er wird durchaus ernsthaft auf vielen Ebenen diskutiert. Viele in Kalifornien sind dem Marihuana nicht gerade abgeneigt. Im Norden des Bundesstaates wird tonnenweise angebaut, privat zum persönlichen Gebrauch, aber auch landwirtschaftlich im grösseren Stil. Allerdings bislang illegal. Auch stimmten die Wähler Kaliforniens im Jahr 2006 zu, dass schwer Erkrankte Zugang zu Marihuana als schmerzstillendes und stimulierendes Medikament haben sollten.

Also, abwarten….in Kalifornien könnten schon bald die roten Zahlen des Staatshaushalts in Rauch aufgehen…und das mit einem breiten Grinsen um die Lippen.

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Haste mal ’ne Kippe

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Barack Obama ist nikotinabhängig. Das beschäftigt derzeit die Nation. Immer wieder wird er in Interviews wie hier in der Talksendung „Ellen“ gefragt (und zuletzt am Sonntagmorgen in „Meet the Press“), ob er mittlerweile das Rauchen aufgegeben habe. Obama gibt darauf nie eine klare Antwort, aber es wird klar, Obama hat Probleme damit, nicht hin und wieder zur Kippe zu greifen.

Interessanterweise wird er am neuen Arbeitsplatz, dem Weissen Haus, nicht Rauchen dürfen. Dort herrscht ein strenges Rauchverbot. Und das wurde von einer früheren First Lady eingeführt – Hillary Clinton (als Antwort auf Bills Zigarreneskapaden?)

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